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Deutsches Sprichwörter-Lexicon von Karl Friedrich Wilhelm WanderLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Erren bis Erschlagen (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis Erren
Wat nich erren1 soll, dat erret nich.
1) Schaden. Das Volk meint: was nicht schaden soll, schadet nicht.
 
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Erretten
Mancher errettet eine gantze Statt, vnnd er selbst muss sie mit dem Rücken ansehen.Petri, II, 449.
 
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Erringen
1. Was einer erringt, der andere verbringt. Scheidemünze, I, 1272.
 
2. Was man errungen mit Sorg' und Müh' bleibt im Tode alles hie.
 
3. Was man nicht erringen kann, das muss man erhoffen (erwarten).Scheidemünze, I, 1592.
 
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Erröthen
1. Einmal erröthen macht1 zehnmal erblassen. Simrock, 2002; Eiselein, 149.
1) Nach einer andern Lesart: erspart.
Lat.: Semel rubidus, ac decies pallidus. (Eiselein, 149.)
 
2. Einmal erröthet ist besser als hundertmal erbleichen.
 
3. Ich erröthe für dich, sagte der Krebs zur Köchin, als das Wasser zu kochen anfing.
Engl.: I blush for you, as the rouge-pot said to the old dowager. (Hagen, 105, 35.)
 
4. Erröthen bis auf den Nabel (bis über, hinter die Ohren).
 
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Êrs
Êrs (s. Arsch).
 
1. Den Êrs to knipn.Eichwald, 391.
 
2. En Êrs vull gebn.Eichwald, 399.
 
3. He is öwer Êrs inn Staat kamn.Eichwald, 397.
 
4. Keen sitten Êrs hebbn.Eichwald, 395.
 
5. Sitt uppen Êrs, so loppt dar keene Mus in. Eichwald, 389.
 
6. Utn nauen Êrs geit'n nauen Furt.Eichwald, 404.
 
7. Vergetern Êrs.Eichwald, 400.
 
8. Wat is 't got, dat di de Êrs noch faste sitt! Eichwald, 394.
 
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Ersättigen
A iss ke mol zu ersättigen. (Schles.) – Gomolcke, 103.
 
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Ersaufen
1. Ersoffen ist ersoffen, am Ufer oder im Meer.
 
2. Es ersaufen mehr im Becher als im Bach.
 
3. Es ersauffe einer am Vffer oder im tieffen Meer, so heisset's beides ersoffen.Petri, II, 244.
 
4. Es ersauffen jhr mehr im Bier oder Wein, denn im Wasser.Petri, II, 244; Mathesy, 276a.
 
5. Versiupet se, so versiupet se, hadde de Biuer sagt, da hadde junge Enten op't Water satt. (Westf.)
 
6. Wä versuffe sall, dä versüff en em Fingerhôt met Wasser. (Köln.) – Firmenich, I, 476, 217.
 
7. Wenn du ersaufen willst, so ersaufe in lauterm Wasser.Simrock, 11252.
 
8. Wie kann der ersaufen, der über das Wasser gehalten wird.
 
9. Er ersöffe nicht, das Wasser ginge denn über den Galgen.
 
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Ersäufen
1. Es ersäufft sich weder Hund noch Katz, ob sie schon die Bach sehen.Lehmann, 229, 81.
 
2. Wer sich ersäufen kann im vollen See, ersäuft sich nicht in einer Hand voll Schnee.
Dän.: Kunde han drukne ham i en skee fuld vand, han tog ikke en spand fuld dertil. (Prov. dan., 126.)
 
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Erscharren
Was man lang erscharret (oder: erspart), das führt der Teuffel auff einmahl hin.Lehmann, II, 835, 154; Simrock, 10210.
 
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Erscheinen
Wer nicht erscheint, bekommt nichts.Eiselein, 149.
 
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Erschlagen
1. Er hat jr trefflich viel erschlagen, die heuer Hiplen feil thun tragen.Eyering, II, 295.
Von einem, der seine Heldenthaten mit dem Munde verrichtet, dessen Umgebrachte noch jahrelang gemüthlich spazieren gehen.
 
2. Man erschlägt sich wenig Ehre an einem Weibe.
 
3. Wer einen erschlagen, dessen Hand hält man stets für eine Keule.Scheidemünze, II, 23.
 
4. Wer heut erschlagen wird, kann morgen nicht fechten.

 

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