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Deutsches Sprichwörter-Lexicon von Karl Friedrich Wilhelm WanderLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Erpel bis Êrs (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis Erpel
Er hat mit dem Erpel gehurt.
Hat Glück. – Bei Grimm (III, 937) heisst es, dass das Wort Erpel in einem Theile Deutschlands, z.B. Pommern, Braunschweig, den Enterich überhaupt, in einem andern, z.B. Hannover, blos den wilden Enterich bezeichne, aber nichts, was zur Erklärung dieser sprichwörtlichen Redensart dienen könne. Aber auch in Schlesien sagt man von Leuten, die besonderes Glück haben, denen es von der Nase ins Maul läuft: Er hat mit der Ente oder dem Erpel gehurt. Die Ente im Sprichwort verdiente überhaupt einmal einer eingehendern Beachtung, da sie in so mannichfachen Beziehungen darin auftritt. Ich erinnere nur an blaue Enten, Entenzucht, Zeitungsente u.s.w.
 
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Erpicht
1. Auf etwas erpicht sein.
Eine grosse Leidenschaft dafür haben.
 
2. Er ist darauf erpicht wie der Teufel auf eine (arme) Seele.Simrock, 10185.
 
3. Er ist so erpicht darauf, wie die Katze auf die Maus. (Anhalt.)
 
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Erpresser
Nach dem Erpresser kommt ein Verfresser.
D.i. ein Zerstreuer, Vergeuder, Verschwender.
 
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Errare
1. Errare humanum, sagte der Hahn und trat die Ente.Hoefer, 404.
 
2. Omnes erramus quasi oves, sagte der Mann, wollte zur Frauen und ging zur Magd. Hoefer, 18.
 
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Errathen
1. Etwas errathen müssen heisst nach der Scheibe schiessen.
 
2. Hesch errathen, schmeck den Braten.Kirchhofer, 29.
Wird gesagt, wenn jemand etwas errathen hat.
 
3. A hôt's og su errothen.Gomolcke, 85.
 
4. Das erriethe selbst der Heilige Geist nicht.
Lat.: Nec Apollo, quid sibi haec velint, intelligat.
 
5. Er erräth's nicht und wenn man's ihm in einem Löffel voll Wasser gibt. (Nürtingen.)
 
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Erreichen
Wer erreichen will sein Ziel, dem steht bevor des Leidens viel.
 
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Erren
Wat nich erren1 soll, dat erret nich.
1) Schaden. Das Volk meint: was nicht schaden soll, schadet nicht.
 
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Erretten
Mancher errettet eine gantze Statt, vnnd er selbst muss sie mit dem Rücken ansehen.Petri, II, 449.
 
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Erringen
1. Was einer erringt, der andere verbringt. Scheidemünze, I, 1272.
 
2. Was man errungen mit Sorg' und Müh' bleibt im Tode alles hie.
 
3. Was man nicht erringen kann, das muss man erhoffen (erwarten).Scheidemünze, I, 1592.
 
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Erröthen
1. Einmal erröthen macht1 zehnmal erblassen. Simrock, 2002; Eiselein, 149.
1) Nach einer andern Lesart: erspart.
Lat.: Semel rubidus, ac decies pallidus. (Eiselein, 149.)
 
2. Einmal erröthet ist besser als hundertmal erbleichen.
 
3. Ich erröthe für dich, sagte der Krebs zur Köchin, als das Wasser zu kochen anfing.
Engl.: I blush for you, as the rouge-pot said to the old dowager. (Hagen, 105, 35.)
 
4. Erröthen bis auf den Nabel (bis über, hinter die Ohren).
 
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Êrs
Êrs (s. Arsch).
 
1. Den Êrs to knipn.Eichwald, 391.
 
2. En Êrs vull gebn.Eichwald, 399.
 
3. He is öwer Êrs inn Staat kamn.Eichwald, 397.
 
4. Keen sitten Êrs hebbn.Eichwald, 395.
 
5. Sitt uppen Êrs, so loppt dar keene Mus in. Eichwald, 389.
 
6. Utn nauen Êrs geit'n nauen Furt.Eichwald, 404.
 
7. Vergetern Êrs.Eichwald, 400.
 
8. Wat is 't got, dat di de Êrs noch faste sitt! Eichwald, 394.

 

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