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Deutsches Sprichwörter-Lexicon von Karl Friedrich Wilhelm WanderLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Erlesen bis Erniedrigen (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis Erlesen
1. Man kann's erlesen wie d' Birren.Kirchhofer, 305.
 
2. Wer's erlesen will, der fällt mitten hinein. Kirchhofer, 198.
Von der Wahl eines Gatten.
 
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Erliegen
Dem, der unterwegs erliegt, singt man kein Siegeslied.Sailer, 187; Simrock, 9530.
 
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Erlogen
Man hält manches für erlogen und es ist doch wahr.
Lat.: Saepe, quod falso creditum est, veri vicem obtinuit. (Curtius.) (Binder II, 3001.)
 
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Erlösen
1. Das Erlöss vns vom Vbel treibt im Kopff einen traurigen Thubel.Petri, III, 9.
Ernste Gedanken stören die Freude.
 
2. Wer andere erlösen will, hat oft nur Undank zum Lohn.
 
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Erlöser
Seinen Erlöser hängen.
 
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Ermahnung
Eine öffentliche Ermahnung verdriesst.Burckhardt, 691.
 
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Ermessen
Wer kann bei sich ermessen, wie viel der Nachbar Fleisch gegessen.
 
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Ermüden
Wer nicht ermüdet, wird mit allem fertig.
 
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Ermuntern
Ermuntre dich, mein schwacher Geist.
Der Anfang eines Weihnachtsliedes von Joh. Rist, der sprichwörtlich gebraucht wird, um sich selbst damit zu frischer Thätigkeit anzuregen.
 
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Ernähren
1. De sick will ehrlich ernähren, môt vêl flicken un wenig vertären. (Oldenburg.) – Weserzeitung, 4097; Goldschmidt, 152; hochdeutsch bei Blum, 326; Körte, 1162.
Wer ein geringes Einkommen hat, muss alle Arten des Aufwandes vermeiden, einfache Kost führen und die alten Kleidungsstücke solange als möglich ausbessern.
Ung.: Ki sokot foldoz, keveset költ. (Gaal, 327.)
 
2. Wei sik well ernoaren, mot sik rüstern iut den Feaern (Federn). (Westf.)
 
3. Wer nicht ernähren will die Katzen, muss ernähren Mäus' und Ratzen.Simrock, 5467.
 
4. Wer sich jetzo will ernehren, der muss arbeiten vnd wenig zehren.Lehmann, 535, 36.
 
5. Womit sich einer ernähren kann, das soll er treiben.
Vorausgesetzt, dass es etwas Rechtschaffenes ist.
 
6. Er ernährt sich bekowed (ehrenhaft). (Jüd.-deutsch.) – Tendlau, 238.
 
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Erniedrigen
1. Je mehr sich einer erniedrigt, desto mehr steigt er empor.Winckler, XV, 69.
Ein sehr beliebter praktischer Satz; dass er probat ist, hat Sixtus V. gezeigt.
 
2. Wer sich erniedrigt, den erhöhet Gott.
Wenn es auf die rechte Weise, ohne Selbstwegwerfung geschieht. Wer sich selbst nicht achtet, den können auch andere nicht achten und den wird auch Gott nicht erhöhen.
Frz.: Ki s'abaisse Diex le croist. (XIIIme siècle. Leroux, I, 15.)
 
3. Wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöhet. Quelle: Matth. 23, 12.
It.: Chi s' humilia s' esalta. (Pazzaglia, 162, 2.)

 

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