Wörterbuchnetz
Deutsches Sprichwörter-Lexicon von Karl Friedrich Wilhelm WanderLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Erbsensack bis Erdbeben (Bd. , Sp. )
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Erbsensack
Auf den Erbsensack knien müssen.
 
Artikelverweis 
Erbsenschmecker
Er ist ein Erbsenschmecker. (Ostpreuss.) – Frischbier, 160.
So nennt man in der Provinz Preussen die Einwohner der kleinen im Kreise Friedland (Regierungsbezirk Königsberg) liegenden Stadt Schippenbeil. Nach der Sage wurde von den Schippenbeilern einem Bauer seine ganze Ladung grauer Erbsen in entnommenen Proben aufgeschmeckt. (Ueber Spottnamen s.d. Artikel Eselsfresser.)
 
Artikelverweis 
Erbsenzähler
Er ist ein Erbsenzähler.
Knicker, Geizhals.
 
Artikelverweis 
Erbstecken
1. Es hat niemand einen Erbstecken1 in dieser Welt.
Das Wort fehlt bei Grimm, findet sich aber bei Seybold.
Lat.: Vivere mancipio nulli datur, omnibus usu. (Binder II, 3588; Seybold, 644.)
 
2. Er hat keinen Erbstecken in dem Hause.
 

 

[Zusätze und Ergänzungen]
3. Einen Erbstecken dreingesetzen.
»Wir sollen auff das flüchtige leben nicht bawen vnd trawen vnd vns beduncken lassen, es sey vns zur Ehe gegeben. Wir haben keine Erbstecken dreingesetzt.« (Fischer, Psalter, 509, 4.)
 
Artikelverweis 
Erbsünde
Die Erbsünde ist der dorn, dauon alle missethat kumbt.Agricola II, 286.
 
Artikelverweis 
Erbtheil
1. Besser ein Erbtheil in einer als mit einer Gattin.
 
2. Kein bessern Erbtheil han die Kind, denn wenn jhr Eltern redlich sind.Eyering, III, 117.
 
Artikelverweis 
Erbweis
Was erbweis hinausgeht, dem hat niemand nachzulangen.Graf, 183, 5; Grimm, Weisth., I, 15, 48.
Kaufweise konnte sehr schwer ein liegendes Gut in eine fremde Gemeinde ohne Widerspruch übergehen; geschah es aber auf dem rechtmässigen Wege der Vererbung, so konnte niemand mit Einsprüchen nachlangen.
 
Artikelverweis 
Erbweisheit
Erbweisheit.
Es soll damit das auf dem Wege geschichtlicher Entwickelung Entstandene im Gegensatze vom theoretisch Erzeugten bezeichnet werden, besonders in Bezug auf Verfassung eines Landes. Das historische Wort kommt in der Thronrede vor, die der König Friedrich Wilhelm IV. am 11. April 1847 vor dem vereinigten Landtage gehalten hat. Die Stelle heisst: »Möchte doch das Beispiel des Einen glücklichen Landes, dessen Verfassung die Jahrhunderte und eine ›Erbweisheit‹ ohne Gleichen, aber kein Stück Papier gemacht haben, für uns unverloren sein und die Achtung finden, die es verdient.« Am 15. April führt der Freiherr von Vincke das Wort in einer Rede als Erbweisheit der Engländer an. Nach Eberty, Geschichte des preussischen Staats, VII, 265, hat man aber später erfahren, dass nicht England, sondern Mecklenburg gemeint gewesen ist.
 
Artikelverweis 
Erchse
Dem fehlt's unter der Erchsen (d.i. Achsel). (Rott-Thal.)
Er ist nicht rührig, arbeitet nicht gern.
 
Artikelverweis 
Erdäpfel
Die Erdäpfel rechnen sich auch gern zum Obst.
 

 

[Zusätze und Ergänzungen]
2. Der Erdapfel sagt: Sözst mich im April, so kim ich, wenn ich will; sözst mich im Maj, so kim ich gleih. (Oberösterr.) – Baumgarten, 48.
 
3. Erdäpfel und Kraut füllt dem Bauer die Haut.Peter, I, 446.
 
4. Mit Erdappels en Brôd is zonder Nôd. (Franz. Flandern.) – Firmenich, III, 697, 4.
 
Artikelverweis 
Erdbeben
Er will ein Erdbeben durch Schleussen ableiten.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Die Suchanfrage lieferte keinen Treffer.