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Deutsches Sprichwörter-Lexicon von Karl Friedrich Wilhelm WanderLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Entstehen bis Epikuräer (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis Entstehen
Bald entstanden, bald vergangen.Gruter, III, 8; Lehmann, II, 49, 2.
 
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Entweder
1. Entweder bist du es, oder es ist dein Geist.
Von dem unerwarteten Zusammentreffen mit einer Person.
 
2. Entweder etwas Rechtes oder gar nichts.
 
3. Entweder mit ihm oder auf ihm.
Nämlich dem Schilde. Worte, die eine spartanische Mutter dem Sohne nachrief, als er in die Schlacht zog.
 
4. Entweder – oder!Simrock, 2081; Eiselein, 146; Reinsberg IV, 116.
Engl.: Ought, nought.
It.: O mercante, o cappelletto. (Pazzaglia, 208, 3.)
Lat.: Aut – aut!
 

 

[Zusätze und Ergänzungen]
5. Zwischen Entweder und Oder führt noch manches Strässlein.Scheffel, Ekkehard, I, 138.
 
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Entwischen
Er entwischt wie ein Aal.
Er schleicht sich unbemerkt davon oder sucht sich den eingegangenen Verpflichtungen glatt zu entziehen.
 
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Entzücken
Entzückt bis in den dritten (siebenten) Himmel.Klix, 19.
 
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Entzweien
Entzwei' und gebiete.Simrock, 2082; Körte, 1121, 1417.
Lat.: Divide et impera.
 
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Entzweigehen
Es geht entzwei wie Hühnerdreck. (Meiningen.)
 

 

[Zusätze und Ergänzungen]
2. Da mächt ma doach azwêgîn. (Oesterr.-Schles.) – Peter, 455.
 
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Enzian
Enzian1, den der hund hat fallen lan.Waldis, III, 94, 255.
1) Das Kraut Gentiana, sprichwörtliche Bezeichnung des Hundekoths. (Dähnert, 108.)
 
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Epetit
Er hat Epetit bekommen. (Cayenne.)
In Cayenne wächst ein Strauch, den man daselbst Epetit nennt. Die Eingeborenen haben die Gewohnheit, die Nasen ihrer jungen, zur Jagd bestimmten Hunde mit den Blättern dieses Strauchs so lange zu reiben, bis sie bluten, indem sie glauben, dass die besondere Kraft dieser Pflanze dieselben muthiger mache. Ferner nimmt man an, dass der, welcher etwas von diesem Strauche bei sich trage, zur Liebe reizen und sich überhaupt beliebt machen könne; daher hat man in Cayenne das obige Sprichwort, das man von einem gebraucht, der verliebt ist, oder der jemand eine heftige Leidenschaft einflösst. (Ausland.)
 
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Epheu
1. Epheu hängt sich überall an.
Frz.: Ce cuide li lierres que tuit soyent ses frères. (Leroux, I, 52.)
 
2. Schweigsamer Epheu klettert behend die Eiche hinauf.
 
3. Sich mit Epheu schmücken, wenn das Fest vorbei ist. (Altgr.)
Wenn die Alten das Bacchusfest feierten, war es Sitte, sich mit Epheu zu bekränzen. Also etwas zu spät anwenden.
 
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Ephraim
1. Ephron, si kein Kickel1. (Königsberg.) – Frischbier, 159.
1) Küchlein, junges Hühnchen. – Ein Zuruf, der etwa soviel sagen will, wie: Sei kein Kind!
 
2. Steh', Ephraim, besinne dich, du eilst in dein Verderben.Eiselein, 146; Körte, 1122.
Ein im Munde des Volks zum Sprichwort gewordener Anfang eines Kirchenliedes, um jemand im Ernst oder Scherz von etwas zurückzuhalten.
 
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Epikuräer
Es ist besser ein Epikurer einer Saw sein, denn ein falscher Christ.Luther's Tischr., 195d; Petri, II, 35.

 

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