| | Achteröm Wat achteröm (hinten herum) seggen. (Meurs.) – Firmenich, I, 403.
Achteröver Achteröver (hintenüber) segt Berg, hest mînen Hamel nich sehn? | | | [Zusätze und Ergänzungen] 2. Achteröver stikt de Bur dat Spêt. – Schütz, I, 17. Im Dithmarschen von Leuten, die etwas Verkehrtes thun. | | | 3. Ja, achteröver. – Schütz, I, 17. Es wird nichts draus. Spöttische Verneinungs- und Abweisungsformel.
Achterport Lât de Achterport (Hinterthür) âpen stân un den Dokter sîner Wege gan. – Schütze. Wohlthätiger Einfluss regelmässiger Ausleerungen auf die Gesundheit. | | | De Achterport is bi em ümmer aper. – Dähnert, 2b.
Achterpote Sik up de Achterpoten settn. | | | [Zusätze und Ergänzungen] 2. He settet sick up de Achterpoten. – Schütz, I, 17. Er ermannt sich, setzt sich zur Wehr.
Achtersielen He kumt in de Achtersulen.1 – Schütz, I, 17. 1) Sellen, Sielen; das Lederzeug, das den Pferden, wenn sie an den Wagen gespannt werden, umgelegt wird. – Er kommt in seinem Geschäft, in seiner Wirthschaft zurück.
Achterstich Met Achterstîken nappen. (Waldeck.) Mit Hinterstichen nähen. Von einem Falschen, Hinterlistigen.
Achterût Achterût (hintenaus) kleit (kratzen, scharren) de Höner. (Rastede.) – Frommann, II, 388. | | | [Zusätze und Ergänzungen] 2. Geit 't erst achterût, dann geit 't harder as 'n Pärd lôpen kann. (Oldenburg.) – Weserzeitung, 4097.
Achterwagen Hei hiät en guodden Achterwagen. (Westf.) Seine Sitzpartie ist sehr stark.
Achtundachtzig Achtundachtzig ist a jüdische Klute. (Jüdisch-deutsch. Warschau.) Ein Lieblingsfluch der Juden ist: »Habe achtundachtzig schwarze (d.i. unglückliche) Jahre.«
Achtundachtziger Es ist ein Achtundachtziger. In einer alten Handschrift war diese Redensart durch delator, Sycophanta, und Achtundachtziger erklärt.
Achtundvierzig Anno achtundvierzig haben sie uns beschossen, achtundfunfzig beschissen. Der erste Theil bezieht sich auf die Revolution und der andere (Prag) auf die Einführung der österreichischen Verfassung, wodurch factisch alles im Preise stieg. |
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