| | Abschmeissen Das schmeisst nichts ab. – Frischbier, II, 19. Bei dem Geschäft ist nichts zu verdienen, es bringt keinen Gewinn.
Abschmieden Er hat abgeschmiedet. – Egenolff, 98. Er ist fertig mit dem Seinen. (S. Ueberbleiben.)
Abschmieren Einen abschmieren, dass alle Engel lahmen. – Ayrer, V, 2903, 11.
Abschneiden 1. Ehe man einmal abschneidet, muss man zweimal messen. | | | 2. Wer viel abschneidet, muss viel essen. | | | 3. Er hat sich mehr abgeschnitten, als er aufessen kann. | | | [Zusätze und Ergänzungen] 4. Abschneiden ist leichter als ansetzen. Dän.: Bedre at skiere end at saette til. – Bedre for viid kiortel end skarved. (Prov. dan., 465.) | | | 5. Er hat dabei gut abgeschnitten. Die Angelegenheit ist zu seinem Vortheil geendet. | | | 6. Er hat mich nicht abschneiden lassen. Wenn man in Oberösterreich einem Fremden nicht Brot und Messer auf den Tisch legt und ihn auffordert, davon abzuschneiden; so wird dies als Misachtung betrachtet. (Vgl. Brot.)
Abschnitt Wenn man die Abschnitte von seinen Nägeln säete, es würden Backwaaren daraus wachsen. Spott auf die, so alles besser wissen wollen.
Abschrift Ah, da bitt' ich um eine Abschrift. – Vorstadt- Zeitung, 1875. Damit protestirt der Wiener gegen irgendeine starke Zumuthung.
Abschüssig Er ist sehr abschüssig gebaut. Vom Trunkenen.
Abschütteln 1. Er schüttelt alles ab. – Tendlau, 375. | | | 2. Er schüttelt, es ab, wie der Hund den Regen. | | | 3. He spud 't af, as Pudel den Regen. (Ovelgönne, Stadland in Oldenburg.) – Firmenich, III, 25. | | | 4. He schüddelt 't af as 'n Waterhund. | | | 5. He schüttet et af, as de Pracher (Bettler) de Luus. (Holst.) Wenn jemand irgendein Ungemach, z.B. empfangene Schläge, auch Kummer, Gram u.s.w. bald überwindet, gleichsam abschüttelt. | | | [Zusätze und Ergänzungen] In Bedburg: Dat schött dä av, wie der Honk den Rähn. | | | 3. Er schüttelt es ab, wie der Pudel die Flöhe. (Köthen.)
Abschwitzen Abschwitzen ist besser als abfaulen.
Abschwören Er schwört dem Teufel ein Ohr ab.
Absehen Kann öck mîn Endke afsêne, wär öck et ôk aftêne, kutsch' Koppke, noch e Wîlke. (Wehlau.) – Frischbier, II, 21. Worte einer schlaflustigen Bäuerin beim Flachsziehen. (S. Uebersehen 5.) |
| |