| | Abcschütz Er ist noch ein Abcschütz darin. – Grimm, I, 18. Wie Feld- und Bretschütz, welche Feldhüter und Obergesell bedeuten, Feld und Arbreitsbret hüten, so der Abcschütz seine Fibel oder Abctafel.
Abcteufel Er ist (nur) ein junger Abcteufel, der noch nicht buchstabiren kann. – Luther, Grimm, I, 18. Von unbedeutenden, nicht durch gelehrte Autorität ausgezeichneten Gegnern. | | | [Zusätze und Ergänzungen]
Abdanken Er hat abgedankt wie der ulmer Kuhhirt. (Rottenburg.) Der seinen Dienst kündigte, als er vernahm, dass man ihn absetzen oder entlassen wolle.
Abdarben Er darbt's am Halse ab und frisst's selber.
Abdecken Einen abdecken. – Frischbier, II, 5. Ihn durchprügeln.
Abderitenstreiche Abderitenstreiche machen. | | | [Zusätze und Ergänzungen] Lat.: Abderitanae pectora plebis. (Martial.) (Binder II, 28.)
Abdingen Abdingen ist auch (ist der erste) Gewinn.
Abdreschen Es ist bereits abgedroschen. – Grimm, I, 20. Schon zu fade.
Abdruck Der letzte Abdruck. Das Verb »abtrucken« in diesem Sinne findet sich in Simplic., IV, 600. Lat.: Extremus vitae habitus. (Frisch, 208b.) | | | 2. Er ist zum Abdrucke reif. – Frischbier, II, 3. Sein Tod steht nahe bevor.
Abel 1. Es ist allezeit ein Abel gewesen zum Leiden und ein Kain zum Peinigen. | | | 2. Ist Abel todt, wird Kain roth. Nach der Sünde wacht das Gewissen auf. | | | 3. Jeder Abel hat seinen Kain. | | | [Zusätze und Ergänzungen] »Christ sein und ohne Ursach gehasset werden, gehört zusammen.« (Heinrich von Schubert in Altes und Neues aus dem Gebiete der Seelenkunde, Leipzig 1851, I, 208.) | | | 4. Was konnte der fromme Abel davor, dass sein Bruder ein Schalck war. – Grimmelshausen, Vogelnest, I.
Abelsch Heb di nich so abelsch. – Dähnert, 2a. Stell dich nicht so albern. |
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