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Deutsches Sprichwörter-Lexicon von Karl Friedrich Wilhelm WanderLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Aalheid bis Aarau (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis Aalheid
Aalheid un Klunkerfood danssen alle beid nich gôd. (Holst.) – Schütz, II, 288.
Klunker – hangender Quast, Klunkerfôd – ein ungewisser, schwankender, hinkender Fuss oder Mensch.
 
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Aalk
1. Aalke Burtalke, wa rummelt di de Bûk? dat deit de sûre Karnmelk (Buttermilch), de will dar herût.Eichwald.
 
2. Da het Aalk by'n Putt sêten. (Holst.)
Wenn ein Unheil angerichtet, oder irgendein Spiel verloren ist, wahrscheinlich von einer Alten des Namens, die im Ruf der Hexerei stand (s. Hexe).
 
3. Du weetst nig, wat Aalk im Putt hett. (Holst.)
Soviel als das Beste kommt nach. Im vorangehenden Sprichworte ist Aalk, Aaltje (Adelheid) eine alte, übelwollende, hier eine wohlwollende Hexe des Namens.
 
4. Wenn Aalk und Albret tosamen kamt u.s.w. Schütze.
Diese Redensart wird in Holstein von zwei dummen Menschen zweierlei Geschlechts gebraucht, von denen man sich nicht viel verspricht.
 
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Aalkorb
1. Er hat sich in den Aalkorb geschwatzt.
In seinen Reden gefangen.
 
2. Man hat ihm Aalkörbe gestellt.Sprenger II.
Man sucht ihn durch List zu fangen.
 
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Aalraupe
Eine Aalraupe auswerfen, um einen Kabeljau zu fangen.
 
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Aalschwanz
An einem Aalschwanz bleibt keine Klette hangen.
 
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Aalstecher
Ein Aalstecher muss manchen Stoss vergeblich thun.
Dän.: Aalstangeren slaaer mangt et forgieves slag. (Prov. dan., 1.)
 
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Aante
De Aanten dragen hör Recht up de Puckl.Kern, 559.
In einem Rechtsstreit mit den Enten ist nicht viel zu gewinnen, sie haben nichts als ihre Federn. (Kern, 559.)
 
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Aantvagel
Aantvagel ( Ente, s.d.).
 
Den Aantvogel kann man nix nehmen, as den Kopp.
 
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Aantvogel
1. En Schöt is gên Aantvogl.Kern, 560.
 
2. Mênst du, dat ik 'n Aantvogl bin?Kern, 561.
Wenn einer dem andern auf den Fuss tritt.
 
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Aar
Aare haben scharfe Augen.
 

 

[Zusätze und Ergänzungen]
2. Auch der Aar hat erst auf der Erde geflattert, eh' er sich zum Himmel erhob.Altmann VI, 420.
 
3. Du zeuhest arn vber die Hennen im Hauss. Franck, II, 49a.
»Arn vber die Hennen ziehen, wie vilen geschicht, dass sie guckuc in jr besitz setzen, die jn jr eyer vnderlegen vnnd naher dauon fliehen.«
 
4. Ein Aar kämpft stets mit den Schlangen.Altmann VI, 410.
 
5. Wenn der Aar seine Schwingen am stolzesten ausbreitet, trifft ihn die Kugel des Jägers. Altmann VI, 443.
 
6. Den Aar mit dem Uhu vergleichen.Altmann VI, 514.
 
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Aarau
Aarau ist eine schöne Stadt, Biberstein ein Bettelsack, Kilchberg ist ein Butterkübel, Küttiche der Deckel drüber, Suhr das ist der Stämpfel.Deutsche Romanzeitung, III, 44, 633.

 

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