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Peipel bis Peiterich (Bd. 6, Sp. 600 bis 603)
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Artikelverweis Peipel das < lat. papilio, frz. papillon entstandene Wort ist nach Wk. VI 12 zunächst als pęibəl, –ei- an der Saar von Merz-Mettlach Saarhölzb NLosh an (südl. Bubeller) verbr., dann weiter Trier-Mos, n. Mos, Bernk-Dhron [pęipən Saarbg-Tünsd; pęip Nohn; piblipęibəl Nennig; fęipəl, -bəl Saarbg-Büschd Freudenbg

[Bd. 6, S. 601]


[Bd. 6, S. 603]


Weiten Wellen, Trier-Lampaden Liersbg Mesenich Sirzenich Trierw Wintersd] f.; dann nach grösserer Unterbrechung weiter am WRande -ip- Prüm-Welchenhsn, Malm-Atzeroth Dürler [Kromb Vith -ēi-], dann -īəp- Monsch-Rötgen, Eup-Ld; -ēə- Eup-Stdt (u. -pərleŋ); -ī- Dür-Gürzenich; -īə- Aach-Orsb Vaelserquartier, Geilk-Brüxgen Gangelt Hastenr Kreuzr, Heinsberg-Breberen Hillensbg Tüddern; pēəpər Süsterseel; Pl. -əln, –ələ m.: Schmetterling. RA.: Er eas so leicht wie en P. Merz-NLosh.

Peipel-tier pęibəldī·ə.r Saarbg-Fellerich Nittel Temmels Wellen; -dē:r Trier-Mehring n.: dass.

peipeln Merz-Saarhölzb schw.: etwas oberflächlich zusammenfügen, arbeiten; dau peipelscht o p., hennen um Enn (am Ende, schliesslich) bleiwen de Grombern half em Bodem stechen; ugepeipelt kommen fein, zierlich, mit kleinen Schritten herankommen. — Abl.: die Peipel(er)ei, dat Gepeipels.

peip-lich peib- Bitb-Biesd Geichl (u. gəpebəlt) Malbgw; -eb- Malbg Neuerbg Roddershsn Usch; gəpeibliχt Stdt Adj.: in der Verb. p. Mell Buntmolch, Feuersalamander; sonst Bitb peitlich, pinklich (pünktlich) M. (s. pünktlich, Mülle).

Peis I -e·i. = Totengeläute s. Pause; Peis II = Sehne, Nerv s. Pese; Peisch = Wiese s. Päsch III.
 
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peisen das Zeitw., ndl. peinzen, lat. pensare entsprechend, vgl. auch pausen II, päusen, gilt als peizə in der ndl. Nachbarschaft in der Selfk in Heinsb-Breberen Karken Kirchhv Lümb, Geilk-Ütterath (u. -ē-); -ē- Geld-Straelen; -ī- Kemp-Grefr schw.: grübeln, auf etwas sinnen, trübsinnig herumgehen; de geht der ganze Dag on peist; do steht e wer te p. — Abl.: die Peiserei, dat Gepeis.

aus- peisen: etwas a., austifteln.
 
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Peisel -ēz- Dorf im Kr. Gummb Sg. t. f.: in de P. gohn. RA.: Dat es en Stoot (Staat) im P.ər Sipen (Seifen)! wenn die Bäume blühen, sie voll Äpfel hängen, das Korn gut steht, die Mädchen geputzt, im Sonntagsstaat daherkommen.

Peis-ei = Pfingstei (s. d.); Peiss = Frieden, Sühne s. Päss; Peisten = Pfingsten (s. d.).

Peit = Pferd (s. d.); Peite = Miete, Pacht (s. d.); Peiterich = dicke Person s. Päuterich.