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Zug bis zugig (Bd. 9, Sp. 856 bis 864)
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Artikelverweis  PfWB ElsWB LothWB Zug das Wort ist allg., doch wird älteres Mosfrk, Rip, Nfrk -o- (vgl. mhd. Lexer zoc, zoges) durch jüngeres (nhd.) -u- (bes. in moderneren Bed.) überschichtet, wodurch die landschaftl. Vokaldifferenzierung erschwert wird; im Anlaut herrscht auch n. der Benr.L. vielfach ts- statt des zu erwartenden t-; die Lautung s. u. bei den einzelnen Bed. m.:
1. das Ziehen als Handlung u. Tätigkeit.
a. das einmalige od. anhaltende Ziehen; selten bezeugt tsǫx Siegld, Rip (u. -o-); tsox Kref-Linn; tox Wermelsk, Wuppert-Kronenbg, Pl. --, -ø-.
b. der Zug am Trinkglas, an der Tabakspfeife tsūx Simm, Saarbr; tsok Merz-Merching; tsux Saarbg-Wellen, Kobl (u. -o-), Altk-NFischb, Siebengeb, Gummb-Berghsn (u. tǫx), Heinsb-Bocket; tsox Trier, Bitb, Prüm, Rip, Eup, Rheydt, MGladb, Kref-Linn; tsǫx Siegld; tūəx Heinsb-Karken; tōəx Kref-Stdt; tox Sol; tøχ Elbf; Pl. entsprechender Umlaut; der hot en gure (guten) Z. am Hals Simm-Laub, Allg.; e goden Zok dein (tun) Merz-Merching; der hat awwer en Z. am Leif! Kobl; jedder deng (tat) ens ene düchtige Z. ut der Fläsch Rheydt, MGladb; e Zögelche pifen einen Z. an der Pfeife tun Monsch; ek han noch en paar Tüg in der Pipe Gummb-Berghsn. RA.: E es ferdig op et Zösje (‘Zügs'chen’) ganz fertig, bereit Aach-Merkst. Der ezte (erste) Z. es der beste Köln-Stdt. Gene Z. versage keine Gelegenheit zum Trinken verstreichen lassen Sieg-ODollend. Dä hät en Z. wie en Bierbräuer Kobl. Den delt e Schwägelspintchen (Zündholz) en vier Del en seift en Moss Wing (Wein) en enem Z. aus Prüm-Mürlenb. —
c. tsox Fischzug Köln-Stdt (rrhn.). —
d. tsox rasche Strömung des Wassers Trier. —
e. tȳəχ Sg. Umzug, Wohnungswechsel Kemp-AmernSAnton. —
f. Luftzug; tsūx Saarbr; -u- Saar; tsox Mosfrk, Rip, Eup, SNfrk, Wermelsk; tsǫx Siegld; tox Sol, Wuppert.
α. Durchzug im Zimmer Allg. wie nhd.; du setzest em Z. Siegld, Allg.; ech bön verschnupps, ech häbb en de Z. geseəte Kref-Stdt; du häs dir em Z. den Schnupp gehollt Wermelsk, Allg. —
β. der gute od. schlechte Z. des Ofens, des Herdes, der Tabakpfeife Verbr.; die Zigar hät kän Z. Siegld; dat Füər hät kennen Z. Wermelsk, Allg. —
γ. Windregulierung im Bergwerk, gute od. schlechte Wetter Saargeb. —
g. Schlag, Hieb; tsox, Pl. -ø- Dür-Winden; -ǫ-, Pl. -ə- Aach-Walh; -ø- Sg. u. Pl. Merkst; tsǫx, Pl. -- Eup; gef dem Pohl (Pfahl) noch enge Z. schlage noch einmal darauf, dass er tiefer in den Boden kommt Aach-Walh; de krit Zög, wann e hēmküt Dür-Winden, Allg.; ēne ene Zög geəve Aach-Merkst. RA.: De krit Zög wie en schlöchige (naschhafte) Katz Dür-Winden. —
h. Anlauf zum Sprung udgl.; tsux Birkf-Haupersw,

[Bd. 9, S. 857]


Schleid-Ripsd. —
i. Schwung; tsǫx Siegld; nemm die Hacke met dem lange Stel, dä häste meh Z.
k.
α. Drang. Trieb, zum Vorwärtskommen, Wachsen; tsǫx, Pl. -- Siegld, Altk-Birken; tsux Gummb-Berghsn; de Blanze ha känn Z. wollen nicht gedeihen Siegld, Altk-Birken; et (Kind) ka net e de Zög komme Siegld; dat Dingen hät jenen Z.; do es jen Z. drin; meh Z. in de Arbet Gummb-Berghsn. —
β. Zugkraft, Interesse; tsox Kemp; dat hät för os jenen Z. miər ist nicht mehr von Interesse. —
γ. der Drang wohin; tsux Gummb-Schwarzenbergisch; früher haren (hatten) de Lü (Leute) ut dem Öəwerbergischen den Z. zom Wupperdal, do sind se vill hin utgewandert.
l. freier Wille, freies Handeln; tsøχ Aach-Merkst; tøχ Kemp; ene freie Z. losse Freiheit lassen Merkst; iəmes sinen T. loəte, bes. ein Kind seiner Beschäftigung, seinem Spiel überlassen Kemp. —
m. tsøχəlχən ein Spielchen Sieg-Fussh. —
n. Ertrag, Gewinn; tsux Daun-Neroth; et Veh war mest gelihnt (geliehen) op halven Z.
o. tøχ Sg. u. Pl. der einzelne Hustenstoss; ek mot et nachs em paar T. husten Mörs-Neuk. —
p. de Ät (Egge) op (volle) Zog stohn han mit nach vorn gerichteten Zähnen eggen; op halve Zug eje mit seitwärts gerichteten Zähnen eggen Neuw-Etschd (-o-) Dattenbg (-u-).
q. tsyχ Pl. Umstände Altk-NFischb; he wird nit lang Z. gemacht.
r. tsox Charakterzug Kref-Linn. —
s. tȳəχ Pl. Launen Kemp-Süchteln; he hät sin T.
t. en Zug maken zur Abendunterhaltung zusammenkommen Gummb-Wasserfuhr. —
u. tsōəx weltl. Feier vor der bürgerl. Trauung Rheydt-Giesenk. —
v. der Nebel streckt sech en en Zug der Nebel teilt sich an einer bestimmten Stelle Koch-Leienkaul. —
w. ene Zog va jet geəve einem etwas versichern Aach-Merkst. —
x. in präpositionalen Verb.
α. auf (dem) Zug: ime (jmd.) om Zug hon es auf jmd. abgesehen haben Goar-Weiler; ich hon dene so ufm Zug, dat ich ne kinnt abmurksen eine solche Wut habe ich auf ihn Saarbr-Krughütte; ich hane om Zug ich kann ihn nicht leiden, nicht ausstehen Saarbr-Sulzb, Saar, WMosfrk, Rip, SNfrk; einen, etwas om Zog han Respekt, Furcht vor einem, etwas haben Sieg-Eudenb Ägid, Monsch-Witzerath (tsǫux), MüEif, Gummb (tsux); ich han et om Zog davor nehme ich mich in acht Ahrw-Remag; Sieg-Lohmar; et om Zog han Bedenken, Sorge haben Mü-Eif; de hät dat gonze Küənengkspiəlen op Zog das Königspielen bei der Schützengesellschaft ist ihm zuwider, verleidet Kemp. — He geit op Zog er ist ein Schwärmer Eup. — Du hau ech et op Zog da dachte ich mir das Meinige Viersen. — Op den Zog komme zu Zuge kommen mit einer Handlung uWupp 1870; om Zog sin im Z. sein mit einer Arbeit ebd. — Enen op de Zog helpe einen auf den richtigen Gedanken bringen MüEif, in Gang bringen Bergh-NEmbt (tsǫux). — Lot dech op den Tog mach dich auf den Weg Sol. — Zog op Z. jedes Mal, Zug für Z. uWupp. —
β. Zog für Z. wie nhd. ebd. —
γ. im, in Zug: jet em Zog han etwas spielend erledigen können Kref-Fischeln. — Em Zock sen gut vorwärtskommen mit einer Sache Merz-Merching, Köln-Stdt (tsox). — De hät sin Jonge em Zog sie gehorchen aufs Wort Siegld

[Bd. 9, S. 858]


(tsǫx); die Frau häult (hält) den Mann em Zog sie hat die Hosen an Wermelsk. — Iəmes em Zog han es auf einen abgesehen haben Kref-Fischeln. — Die Frau es guət em Zug ist gut genährt Sol-Leichl. — En Zog sogleich, sofort Bitb-Körperich. —
δ. ze Zog sen im Gange, zu Werk sein Prüm, Siegld (-ǫ-), NAltk (-ǫ-), Eusk, Sieg-Ägid, Aach-Merkst; de es met deme ze Zug er unterhandelt mit ihm Ahrw-Sinzig; ich kom met em ze Zog ins Gespräch, in ein Wortgefecht MüEif; he hält sech ze Zog er bleibt bei der Arbeit, beim Reden usf. Sieg-Leuschd. —
2. Ziehung, Musterung zum Militär; tsux Rhfrk; tsox Mosfrk (Bernk-Neumag, Daun-Neroth, May-Kollig tsūx); tsǫx Siegld; tsox Rip (Sieg-Vinxel -u-), ebenso Gummb-Homburgisch, Wermelsk; tsux Gummb-Berghsn; op den Z. gohn zur Ziehung gehen Wittl-Meerf, Allg.; der Jung as am Z. Bitb-Dudeld; wenn de Junge en de Z. ware, kunnten se em Dorf Aje (Eier) offheve un backe losse May-Kollig; he ös us em Z., he bruch net mih Zaldat ze weəde Sieg-Kohlkaul, Allg.; ech han em Fröhjohr den twedden Z. muss zur zweiten Musterung Wermelsk; en de Zög siə in den Ziehungsjahren sein Aach; davon übertr.: Du bes noch net us de Zög, du kris noch enge met zum Mädchen, das noch einen Mann mitbekommt Aach-Stdt; die es duər den Zog sie ist zu alt zum Heiraten Gummb-Homburgisch. —
3. sachl.
a. Ziehvorrichtungen an Gespannfahrzeugen.
α. Zugkette mit Haken am Pferdegeschirr (s. u. Zuge) Merz-Merching tsok; MülhRh-Glöbusch Odenth tsox; Sol tox.
β. die Zugvorrichtung an Wagen, Pflug, Egge überhaupt Wend-Marping tsū:; Merz-Nunk tsok; Bernk, Rheinb-Wald tsox; Daun-Lissendorf, Prüm-Wallersh tsux. RA.: Getraud dreift de Köj ean de Stand, de Pär (Pferde) ean den Zock on de Beien (Bienen) ean den Flock (Flug) Merz-Nunk, mit Var. Bernk, Daun-Lissend. —
γ. das ganze Gespann, also Pferd u. Wagen zusammen Siegld-Achenb Sohlb Weidenau tsǫx; Gummb-Berghsn tsux; Kemp-Dülken tøχ (Sg.); de ha selwer Z. haben selbst ein Fuhrwerk Siegld (s. o); speziell Möbeltransport Kemp-Dülken. —
b. andere Ziehvorrichtungen.
α. en drohter Zog aus Draht zu irgendeinem Zwecke WEif. —
β. Seil Wippf-Schmitzhöhe tsox; Sol, Remschd tox. — Davon übertr. Klettenlabkraut, Galium aparine Wippf-Ehreshv Lindlar Loope, uWupp. —
γ. Band zum Zuziehen, am Tabaks-, Handarbeitsbeutel, am Unterrock Gummb-Berghsn tsux.
δ. Vorrichtung an der Häckselbank Bo-Lengsd tsox.
ε. Flaschenzug Trier-Stdt, Köln-Stdt tsox.
c. ein oberflächl. zugezogenes Loch in Kleidungsstücken Sieg-ODollend, Gummb-Nümbrecht tsox; Sieg-Siebengeb. Süchterschd tsǫux. RA.: Bester en Zaug äs en Lauch (Loch) Siebengeb, Verbr. —
d. stark ansteigende Wegestrecke, wo das Zugtier gehörig ziehen muss Siegld tsǫx; MüEif, Wermelsk tsox; do es vel Z. nof Siegld-Freudenbg. —
e. Überzug Remschd tox.
f. Balken.
α. schwerer Unterzugbalken unter der Stubendecke Goar-Gondershsn, Bernk-Bollenb tsux.
β. Scheunenbalken, in der Höhe der Obertenne entweder in der Mitte von Giebel zu Giebel

[Bd. 9, S. 859]


od. doppeldiagonal von Ecke zu Ecke gehend Bo-Friesd Ramersd Limperich N/OHoltorf tsǫux, Pl. tsøχ.
g. Wasserdurchlass.
α. Entwässerungsgraben Saarbg-Wellen tsux; Trier-Fell Mehring, Bitb-Speicher tsū:x.
β. Mulde im Gelände Trier-Fell tsū:x.
γ. Wasserdurchlass allg. MüEif tsox.
δ. Ausguss am Geschirr, Brunnen, an der Pumpe, Kelter Saarbg-Wellen, Trier-Metzd, Prüm-Burb tsux; Monsch-Hargard, Eup-Raeren -ūəx.
h. ganz feine Schramme in gespliesteten Stahlklingen Sol tox, Pl. t:χ.
i. Luftregulierung an Herd, Ofen u. Backofen.
α. die Windöffnung am Backofen zum Schornstein hin, durch lose Steine zu öffnen u. zu schliessen uMos, Westerw, Rip, Berg tsox, Pl. -øχ [tsux, Pl. -yχ Neuw-Rodenb, Sieg-Rhöndrf, Gummb-Berghsn (hier auch tux, Pl. -yχ u. -ø-); tsǫux, Pl. -øyχ Bo-Drachenfelser Ländchen]. —
β. der Kamin, Schornstein selbst Aach-Breinig tsox; Heinsb-Karken Lümb, Kemp-Burgwaldniel tȳəχ (Sg.). —
γ. der offene Rauchfang über dem Herde (veralt.) Rheinb-Esch tsox; Geld-Sevelen tøχ (Sg.). —
4. in jüngerer Bed.
a. Eisenbahnzug Allg.; Lautung tsū:x Rhfrk, Saarl, Merz, Bitb, Prüm, Gummb-Berghsn (neben -u-); tsux Saarbg, Mörs, Klev; sux MülhRuhr; tsȳ:χə n. Kleinbahn Jül-Kellenbg; sonst tsox, Pl. -øχ [Siegld -ǫ-; Köln-Ld auch tsǫux; Barm tox]; mer fahre mat dem Z. Prüm, Allg.; der Z. es alt afgefahren Wermelsk, Allg.; der Z. fährt öm fif (5) Uhr Kref, Allg.; hengen (hinter) der Z. kummen zu spät zum Z. kommen Gummb-Berghsn. RA.: Wann der Hannes net geschass (geschissen) hätt, hätt en den Z. noch kret wenn das Wörtchen ‘wenn’ nicht wär ... Bitb-NWeis. Mer hädd er, die gont op Bredder; mer hädd er äwwer och, die fahre mem Z. Sol-Hilgen. Wetterregel: Wemmer de Z. got hüərt, da git et got Wedder Dür-Geich; wann mer den Z. weck (weit) hüərt rappelen, dat wäst Rän (weist auf Regen) Prüm-Steinmehlen. Wenn me de Z. wit hüre kann, dann gef et Fries (Frost) Mörs. —
b. Schleppzug auf dem Rhein, wie Zug 4 a lautend, doch wird die Zs. Schleppzug bevorzugt [sox, bęrχsox, dalsox MülhRuhr]. —
c. Festzug Allg.; der Schützenköneg geht em Z. vörop Wermelsk, Allg.; de Fosicht (Fastnacht) machen die Jungen en Zog Bitb-Dudeld, Allg.; Zog, Zog! mit diesem Ruf fordert die Menge jedes Jahr ihren Schützenzug Neuss-Stdt.

Ab- zug: A. am Gewehr, A. vom Kaufpreis udgl. nach dem Nhd. verbr.An -zug:
1. Anlauf; enen A. hollen, nemmen Goar-Braunshorn Gondershsn, Saarl, Merz [Mondrf -tsok], Saarbg [Wellen -tsok], Trier [Euren -tsuk], Wittl-Neuerbg, Daun-Boxbg Tettschd, Koch-Auderath Meiserich, Altk-Amteroth Willr, Aden-Dorsel, Waldbr-Eckenhg Hespert, Gummb; fi mutten den Wagen wat teröcksetten, dat dat Perd en A. krit Gummb-Berghsn. —
2. Männeranzug, nach dem Nhd., meist nur für den Sonn- u. Feiertagsanzug Allg. [Barm -tox]; ene A. vam Stöck Massanzug Kref, Verbr.; den A. sett wie en ferdig gekofft Hemd Rees-Iseelbg; den A. wor van Reəge (Regen) klätschnat Kref, Allg. — Der Freiwerber erhält bei Zustandekommen der Verlobung enen halwen A. als Geschenk Prüm-Sevenich. RA.: E gäht

[Bd. 9, S. 860]


en dem A. wie en Maus en de Kuscht Brut (Kruste Brot) er ist ihm viel zu gross Saarbg-Wehing. Ohmes (alte Männer) üəwer sibbzig gelde (kaufen) sech mar et bess ne breəre (bretternen) A. einen Sarg MGladb-Rheind. Eich schlen dich pondweis aus'm A. raus! Drohung Saarl-Roden. Auf -zug: in den verschiedenen nhd. Bed. (Lastenaufzug, Menschenansammlung udgl.) verbr.; dazu
1. Paternosteraufzug in der Mehlmühle Kreuzn-Monzing. —
2. senkrecht ausgebaute Dachluke Mörs-Ginderich. Aus -zug:
1.
a. A. aus einem Hause, einer Gegend, nach dem Nhd. bekannt. —
b. Extrakt Köln-Stdt. —
c. A. aus einem Schriftstück, einer Rechnung ebd. —
d. feinstes Weizenmehl, Auszugsmehl Siegld, Verbr. —
2. Schublade, nach Wk. VII 40 (Schoss) verbr. Simm-Laub, Goar-Morshsn. Saarbg-Schoden, Wittl-Eisenschmidt, Bitb (-tsok), Prüm-Ihren Pintesf, Malm-Recht, Vith, Altk-Dickend, Siegld-Salchend Wilden Wilnsd (-tsǫx), Ahrw-Hain N/ODürenb, Neuw-Asb Neschen (-sox), Sieg-Ölinghv, Köln-Stdt, Waldbr-Mosrb. Durch -zug:
1. wie nhd. Luftzug im Zimmer udgl. Allg.; he es D., mach de Finster zo Köln-Stdt, Allg. RA.: Hä hät em D. gestande ist betrunken Bergh-Bergerhsn. Setz dich ens en der D. sagt man zu dem, der sich rasieren möchte Bergh-Bedburdyk. —
2. sachl.
a. bestimmte Balken des Hauses.
α. der schwere Querbalken unter der Stubendecke, worauf die eigentl. Deckenbalken ruhen Simm-Laub, Goar-Weiler, Ahrw-Gönnersd. —
β. der grosse Längsbalken des Hauses in Stockhöhe, bes. aber in der Scheune, der den ganzen Dachstuhl zusammenhält (s. o. Zug 3fβ) Rhfrk, Mosfrk (lrhn.). —
b. enger Gang zwischen zwei Häusern Düss-Hilden. —
c. Furchen im Acker.
α. eine parallel zu einer Seite eines nicht rechtwinkligen Ackers gezogene Furche, wodurch man wenigstens einen rechtwinkligen Teil gewinnt, des besseren Pflügens wegen Erk-Doveren; en Duərtüg make.
β. Teilungsfurche durch einen grossen, zusammenhängenden Acker; die einzelnen Teile werden dann gesondert gepflügt Rheinb-Wald, Bergh-Königshv, Dür-Heistern, Aach-Euchen, Jül-Broich. —
γ. F. durch einen Acker, zum Ableiten des Regenwassers Rheydt. Ein -zug:
1. Einzug in eine neue Wohnung Allg. (doch meist umschrieben). —
2. die Feier beim Bezug eines neuen Hauses, einer neuen Wohnung Koch, Bo-Gielsd Ückesd, MGladb, Erk; de E. fiəre Bo (s. o.); der Entög geəve, halde MGladb, Erk. Er -zug: en hot et Land op de halwen E. er hat das Land auf halben Gewinn, Ertrag gepachtet Bitb.Ge -zug: Schlepptau, Zugstrick uWupp 1870.Über -zug: wie nhd. Simm-Laub. PfWB Um -zug:
1. wie nhd., von einer Wohnung in die andere Verbr. —
2. Festzug, Fackelzug; en Ö. maken Gummb. Unter -zug: = Durchzug 2a α Rheinb-Heimerzh.Ver -zug:
1. tsȳ:χskə das jüngste Kind, das meist verhätschelt wird Kref-Stdt; dat es uns V., dat darf alles.
2. in V. sin, in V. kummen mit etwas nach dem Nhd. Gummb. Vor -zug: nach dem nhd. PfWB Zu -zug: ebenso.

PfWB Zug-band (s. S.) Simm-Laufersw, Birkf-Schwollen, Merz, Trier-Welschbillig, Bitb-Körperich Roth,

[Bd. 9, S. 861]


Daun-Neroth, Siegld (Bergmspr.), Sieg-Fussh Leuschd nur Pl.: die Eisenbänder, die Achsstock u. Tragholz am Wagen umschliessen. Zug-balken -baləkə m.:
1. = Zug 3f β (s. o.) Bo verbr. —
2. Windstrebe unter den Dachsparren Bo-Holzem Villiprott. PfWB Zug-baum (s. S.) m.:
1. Balken im alten Rauchfang, an dem der Kesselhaken hing Sieg-Fussh. —
2. am Wagen.
a.Wiesbaum Grevbr-Glehn. —
b. Art Deichsel, auch am Pflug Wend-Werschw, Trier-Kenn, Sieg-Fussh. Zug-bohr -bōr Sieg-Fussh, Gummb-Berghsn, uWupp n.: Zimmermannsbohrer mit einer Krücke u. einer spatenförmigen Bohrspitze, zum Bohren von Zapfenlöchern. Zug-buben -būwə Goar-Weiler Pl.: die zur Musterung ziehenden Burschen. PfWB ElsWB zug-fest (s. S.) Bitb-Betting, Prüm-Kopp, Westerw Adj.: z. ist ein Pferd, das sich gut einspannen lässt u. das gut zieht; ein störrisches Pf. as net z. Zug-garn -gārə Kreuzn-Sobernh n.: Zugnetz. Zug-geld tōxgęlt Nfrk (o. O.) n.: Abfindungssumme für unverheiratete Verwandte. Zug-gräbchen -jrfjə Rheinb-Wald n.: kleine Zweigrinne der Wiesenwässerung. Zug-gras Siegld-Netphen n.: Quecke, Triticum repens. PfWB Zug-hak(en) (s. S.) m.:
1. tǫxh:k Haken an der Speicherluke, woran man kleinere Lasten mittels eines Strickes hochziehen kann Gummb-Berghsn. —
2. am Wagen u. Pflug, zur Befestigung des Zugriemens, der Zugkette Sieg-Fussh, Gummb-Berghsn (tsux-). Zug-hamen -hā:m(ə) Schleid-Hellenth, Aach-Stdt (tsǫux-) m.: eisenbeschlagene Hölzer, die an den Haken der Wagenwaage befestigt sind; sie werden in das Pferdegeschirr eingehängt. Zug-jungen (s. S.) Birkf, Wittl-Muhlb, Bitb-Seffern, Altk-Hamm Pl.: -buben; de Z.ə gihn op den Zog zur Ziehung Wittl-Muhlb. Zug-kamin -kamīn Bo verbr. n.: der heutige K. im Gegensatz zum alten Bosemskamin, dem offenen Rauchfang. PfWB Zug-kette (s. S.) f.:
1.
a. die K., die das Pferdegeschirr mit der Zugvorrichtung des Wagens verbindet WMosfrk, Sieg, Bergh-Blatzh, Gummb-Berghsn Marienheide. —
b. Zugkette an der Egge Birkf-Bergen Baumholder. —
2. K. zur Befestigung des Vorderpfluges am Hinterpflug Kreuzn-Münster Seesb, Simm-Argenth Laub, Wend-Merzw, Zell-Sohren, Bergh-Bergerhsn, Aach-Merkst, Lennep-Mesenholl. Zug-krahe toxkrō: Wuppert-Barmen Kronenbg f.: die im Sommer seltenere, dafür im Winter häufige Krähe. Zug-latte -latə Gummb-Bergshn f.: L. zum Glattstreichen des frischen Verputzes an Häusern u. Wänden. Zug-leine (s. S.) tsox-, tsux- Allg. [tsyχ- Sieg-Rhöndrf] f.: L., womit man das Zugtier vom Wagen aus leitet. PfWB ElsWB Zug-loch (s. S.) n.:
1. beim Hause.
a.
α.Loch im Giebelkopf des Wohnhauses May-Galenbg Porz, Bo-Röttgen. —
β. Eulenloch im Scheunengiebel Bo-Vilich Müldrf. —
b. schräges Dachfenster Ahrw-Waldrf. —
c. Kellerloch Simm-Stdt. —
d. Spülsteinabfluss Trier-Ehrang. —
2. am Backofen.
a. das Kaminloch des Backofens Verbr. —
b. Pl. die Öffnungen über der Backofentür, durch die die Hitze im Ofen reguliert wird Rhfrk, Mosfrk, Westerw, Bo-Muffend, Gummb-Berghsn, Rees. RA.: De hält die Z.ər zu hat die Hände in der Hosentasche Bernk-Stdt. PfWB Zug-luft tsokloft Merz-Merching

[Bd. 9, S. 862]


f.: Durchzug. Zug-maus Ottw-Gennw f.: Mäuseart. Zug-meister -ē- Jül-Tetz m.: Pferd, das gut zieht. Zug-messer -męts Wuppergeb. n.: M. mit gezogener Klinge. Zug-mühle -my·l. uWupp f.: Waldmühle (veralt.). Zug-nagel (s. S.) m.:
1. tsǫx- Pl. Zapfen, mit welchen die einzelnen Scheunenbalken (wohl auch Hausbalken) aneinandergezapft werden Wippf-Biesf. —
2. an Wagen u. Pflug.
a.
α. Eisennagel, in den die Wagenwaage gehängt wird Bo-Waldrf. —
β. das Eisen, mit dem die Wagen- od. Karrendeichsel im Ammerich (s. d.) befestigt wird Neuw-Kurtschd. —
b. kräftiger, eiserner Haken an der Kette, die Hinter- u. Vorderpflug verbindet Kreuzn-Münster, Wend-Schwarzerden, Ottw-Dirming, Zell-Raversbeuren. PfWB Zug-ochse -s Sieg-Eitorf m.: verschnittener einjähriger O. Zug-pferd Daun-Tettschd n.: Arbeitspf. PfWB Zug-pflaster (s. S.) Verbr. [tx- Gummb-Berghsn] n.: wie nhd. Zug-pinn -e- Dinsl-Möllen m.: -nagel 2a α. Zug-plichte Wuppergeb. f.: grosses Übersetzungsrad zwischen Schleifstein u. Antriebsraum im Schleifkotten. Zug-rabe -rāw Goar-Dörth m.: -krahe. Zug-rechen (s. S.) Neuw-Altenbg, Eusk m.: grosser eiserner R., mit dem man Heureste udgl. beim Aufladen zusammenzieht. PfWB Zug-riemen (s. S.) m.:
1. grosser Treibriemen, der auf dem Hohlrad des Hammerwerkes läuft Wuppergeb. —
2. R., mit dem der Schuhmacher den Schuh auf dem Knie festhält May. Zug-rohr -ō- Saarbr n.: Z. des Backofens. Zug-sattel -ad- Neuw-Dattenbg m.: Pferdesattel. Zug-scheibe Wuppert-Kronenbg f.: Transmissionsrad. Zug-scheit (s. S.) Trier-Casel, Neuw-Datzeroth, Rheinb-Hilberath, Sieg-Bonr n.: Ortscheit an Wagen u. Pflug. Zug-schleuder Dür-Hastenr f.: Steinschleuder der Knaben. Zug-schneidemesser Trier-Prosterath n.: M. zum Abschälen der Lohrinde. Rätsel: Et hängt an der Wand, et hat zwēn Klöss en der Hand? Zug-schuhe -ō:n Aach-Bardenbg Breinig Pl.: Schaftstiefel. Zug-schwengel tsux- u. tx- Gummb-Berghsn m.: an der Schere des Wagens. Zug-stange (s. S.) f.:
1. Messer am langen Stiel, zum Herabziehen von Ästen Goar-Bacharach. —
2.
a. Z. des Wagens Aden-Herschb, Rheinb-Fritzd. —
b. der Egge Ottw-Uchtelfang, Westerw. —
3. Teil der Wagenbremse Sol. Zug-stein (s. S.) Sieg m.: Stein im Zugloch des Backofens zum Regulieren des Luftzugs. Zug-stiefel m.:
1. -e·v.- Schaftstiefel Eusckommern. —
2. lecker Zogstiwelche Kosen. für ein kleines Kind Düss-Stdt. PfWB Zug-stier tsyχstēr Daun-Deutesf m.: St., der mehrere Jahre als Zuchttier benutzt, dann aber abgebunden wird. Zug-strang (s. S.) m.:
1. Strang, mit dem das Pferd den Wagen zieht, an der Schere befestigt Koch-Moselkern, Siegld, Gummb-Berghsn, MGladb, Mörs-Pelden. —
2. Leitleine Birkf-Offenb, Koch-Greimersbg (an der Egge), Schleid-Reifferschd. Zug-waage -w Birkf-Reichenb; -w: Sieg-Leuschd, Waldbr-Odenspiel; -w:x Neuss-Stdt f.: die W. am Wagen. Zug-wind Lennep-Radevormwald m.: wie nhd. RA.: Z. un Lappschuld hät manchen üm de Ecke gebracht. Zug-wirbel -erv- Heinsb-Scheifendahl m.: die alte Türklinke, die mit Riegel, Drücker u. Ziehriemen versehen

[Bd. 9, S. 863]


war. Zug-zähne -tę·ŋ. Sol Pl.: Z. kleiner Kinder.

PfWB Zuge das Wort geht seiner mdl. Lautung entsprechend auf ein älteres, aber nicht bezeugtes *zoga zurück, nur Saar, WMosfrk zeigen -u-, u. zwar tsū Ottw-Dirming, Saarl-Berus Pachten Roden; tsū:x Saarbg, Bitb [-Wiersd ts:x], Prüm-Ihren; tsō:x Daun-Strohn, Kobl-Kapellen Kärlich, Neuw-Altwied Heddesd, Altk-Horhsn, Aden-Herschb Insul, Ahrw, Sieg [-Mülld -:-], Bo, Rheinb-Arloff Lüftelbg, Eusk, Schleid-Nöthen, Malm-Bütgenb, Köln-Ld, MülhRh, Bergh, Waldbr-Stdt, uWupp; -:- Wippf-Thier; t:x Gummb-Berghsn; -ō:- Mettm-Haan, Pl. -x, -gə(n), –γə(n) f.:
1.
a. Ausflussrohr, –nase an Gefässen Saarbg-Wellen, Bitb-Bickend Mettend Rittersd. —
b. Ausfluss an der Kelter Saarbg-Winchering. —
c. Abzugsgraben, meist überdeckt, an Gebäuden u. im Gelände Prüm-Ihren. —
d. Teil der Mehlmühle; die zermalmten Körner fallen durch die Z. in den Zylinder Bitb-Mettend. —
2. Zugvorrichtungen.
a. Zugketten, –stränge, mit welchen das Pferd an Wagen, Pflug, Egge befestigt ist, oft zum Vorspann benutzt Kobl-Kapellen Kärlich, Neuw-Altwied Heddesd, Altk-Horhsn, Ahrw, Aden-Herschb Insul (Vürspannzoge), Bo, Sieg (Sieg-Leuschd Uckerath Vürspannz.), Rheinb-Arloff Lüftelbg, Eusk, Köln-Ld, Schleid-Nöthen, Waldbr-Stdt, uWupp; holl mir eis (einmal) dat Wersch (Ortscheit) un mach die Zogen fas Sieg-Uckerath. RA.: Wenn me dem de Z.ə van Selfkant mach, e treck se net kapott so träge, faul ist er Sieg. —
b. Verbindungskette zwischen Vorder- u. Hinterpflug Ottw-Dirming, Daun-Strohn, Gummb-Berghsn. —
c. Zügel Ahrw-Stdt. —
d. Seil zum Festzurren des Heus auf dem Heuwagen MülhRh, Wippf-Thier. —
e. Zugseil Malm-Bütgenb, uWupp, Mettm-Haan. —
3. Bindeknebel am Heuwagen Bitb-Wiersd.

Ge-züge jəts: Gummb-Homburgisch, -ts:χ Gummb-Berghsn n.:
1. Wust von Haaren, Bindfäden, Ketten, Schlinggewächsen udgl. Gummb; Zs. Döərnengezög.
2. viel überflüssiges Drum u. Dran an Kleidern Gummb-Homburgisch.

ge-züge -tsē:χ vereinz. Birkf-Idar Adj. praed.: passend, geläufig; es kimmt grad gezeg.

Zugen-bügel -by·j.əl Sieg-Söven m.: Einhakbügel am Vorderende der Zugkette.

PfWB ElsWB Zügel das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -īəl; Saarbr -iγəl; Mosfrk an der Saar, WEif -i·j.əl, –i·ə.l; uMos, OEif, Westerw -y·j.əl [Altk-Obsen -øyjəl]; Siegld-Neuk -yj-, Hilchenb -øj-; Rip -y·j.əl, -y·ə.l [Aach-Stdt -ø·j.-]; Berg in Sieg, Waldbr, Gummb-Homburgisch, MülhRh, Wippf (rip.), Sol (rip.) -y·ə.l, -y·j.əl; jenseits der Benr.-L. OBerg -y·j.-; Wippf, Lennep -yγ-, –øγ-, –ȳγ-, –γ-; Sol, NBerg -ȳj-, –j- [Sol-Kuhle Stöcken Witzhelden, Lennep Honsd Radevormwald -ȳəγ-, –ȳəj-]; Eup, Selfk, Nfrk -γəl, –jəl [Heinsb, Kemp-Waldniel -y·ə.jəl]; der Anlaut n. der Benr.-L. in der Regel t-, doch dringen bereits die verschobenen ts-Formen vor u. stehen neben den unverschobenen (Gummb-Müllenb Stromb, Wermelsk, Elbf, Mettm, Heinsb-Hilfarth, Kref-Stdt,

[Bd. 9, S. 864]


Geld-Brockhuysen, Ess), Pl. -əln, –ələ(n) m.:
1. wie nhd., Leine, Lederriemen, womit man das Pferd vom Wagen aus leitet; auch beim Reitpferd Allg. (wo nicht Bed. 2); beim Wagen weren eckersch (nur) ledere Z. gebrucht Sol-Burschd, Allg. RA.: Enem de Z.ə schēsse losse wie nhd. MüEif. Ömmes (jmd.) am T. hann ihn lenken Barm. He geht dörch jen T.ə wird durchgeprügelt Eup. —
2. Schwanzzwiesel, zweiteiliger Schwanzriemen des Pferdegeschirrs Heinsb (ausser Hilfarth).

Bei- zügel: Leitriemen des Pferdes Kemp-Waldniel.

Zügel-scheit tsīləęit vereinz. Birkf-Herrstein n.: Ortscheit am Ochsengespann; vielleicht entstellt aus Silscheit (s. d.).

PfWB zügeln schw.:
1. wie nhd. (selten). —
2.
a. tȳ·ə.jələ durchprügeln Heinsb-Kirchhv. —
b. eine Schnur, einen Riemen durchziehen, etwa den Schnürsenkel Mörs-Alpen.

Zugel-sau tsū·ə.l- Ottw-Steinb, Saarbg-Wehr f.: Mutterschwein.

zügen ts·ə.jə Aach-Eschw schw.: schlagen, prügeln; e kritt se gezöəg.

Züger -:j- m.:
1. Zugkette des Pferdegeschirrs Eusk-Dirmerzh Lechenich (s. Zuge 2a). —
2. Mundstück der Tabakpfeife Dür-Ellen; am Z. trecke.

An- züger:
1. Schuhanzieher, –löffel Sieg-Ägid (-:j-), Malm-Amel. —
2. -ȳ:j-, –:j-, ein Pferd, das zu ziehen beginnt, gerade angelernt ist Malm.

PfWB zugig Adj.:
1. der Zugluft ausgesetzt, nach dem Nhd. verbreitet. —
2.
a. -:j- zum Kaufe, zu einem Geschäft bereit; willfährig, einem Plane gutgesinnt Sieg-Eudenb ODollend, Rheinb-Meckenh. —
b. ne Weg t:χ maken den Weg freimachen, von Schutt, Schnee Kemp-Leutherheide.

 

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