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Zuckerei bis Zuffei (Bd. 9, Sp. 855 bis 856)
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Artikelverweis Zuckerei das Wort, nur volksetymol. an Zucker angelehnt, wird hier gesondert behandelt; vgl. mndl. surkereye (!), suckereye, mnd. môs van suckereye, ndl. suikerei, engl. soccory < frz. cicoree, chicoree (lat. cichorium); s. o. Zichorie; Lautung wie Zucker (s. o.) Rip, Nfrk, NBerg f.:
1. geraspelte u. gebrannte Zichorienwurzel als Kaffeezusatz Allg. —
2. die Pflanze Wegwarte, Cichorium intybus Bo-Vorgebirge, Köln, Eup-Raeren, Geld, Mörs-Wallach, Klev-Üdem.

Zuckerei-pott Mörs-Xanten m.: Zichoriendose, –behälter. Zuckerei-wurzel -wortəl Geld f.: Cichorium intybus.
 
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Zucklamörchen -mrkən n.:
1. Lügenerzählung Wuppert-Hahnerbg. —
2. persönl. einer, der solche Erzählungen von sich gibt ebd., Remschd. — Das Wort soll eine Entstellung des Namens Zuccalmaglio sein; Vincenz von Z. (1806—76) schrieb unter dem Pseudonym Montanus bergische Erzählungen, Sagen usf.

zudal  s. total.

Zuddel = Herabhängendes, unordentl. Weib usf. s. Zoddel u. Zottel; zuddeln s. ebd.
 
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Zudder -ud- uWupp um 1870 m.: Morast, Kot, Schlamm, Bodensatz; vgl. Sutter.

zuden = loshebeln s. zoden.
 
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Züe tsȳ·ə. Eusk; so u. sȳ·ə. Eup-Stdt f.:
1.
a. Hündin Eup; en löpetege (Honds) züe.
b. Schimpfw.

[Bd. 9, S. 856]


für liederl. Weib ebd. —
2. ein Knabensp.; auf einem grossen Stein wird ein kleiner St. (od. Korken), Klicker), Züe genannt, gestellt, der mit flachen Scheiben, die Keie, herabzuwerfen ist (vgl. Bockauf) Eup, Eusk. — Vgl. mhd. Lexer zohe ‘Hündin’.

Züff, Züffchen s. Sofie; Zuffei s. ebd.

 

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