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züchtigen bis Zück II (Bd. 9, Sp. 846 bis 847)
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Artikelverweis züchtigen nur vereinz. schw.:
1. tsiχt- erziehen Saarbr-Sulzb. —
2.
a. strafen, nach dem Nhd. Mü-Eif. —
b. einen Baum z., mit einer Rute schlagen, zur Anregung des Safttriebes, ein Volksbrauch Waldbr-Morsb.

Zuck I, zuck I = Ruck, rasch u. ä. s. zücken; Zuck II, Zück I = Ziege s. folg.
 
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zuck II, zück:
1. Lockruf an verschiedene Tiere.
a. vor allem an die Ziege Rip; zückmäh! Rheydt-Odenk; zuck z. dä! Dür-Geich. —
b. an das Schaf; zück dä! Köln-Berrenr. —
c. an das Kalb;

[Bd. 9, S. 847]


zuckzuck Malm-Mürring. —
d. an das Schwein; zuck z. z. (komm) Sieg-Ägid, Heinsb-Effeld, Düss-Stdt; zöck z. Mörs-Neuk. —
e. an den Hund beim Futterreichen Waldbr-Eckenhg (z. z. da!), Malm (z. hei!), Aach-Stdt, Heinsb-Lümb (z. z. komm!), Mettm-Velbert; wenn er etwas suchen soll Gummb-Berghsn. —
2. zück z. z. z. mäh! Ruf der Kinder beim Nachlaufesp. Rheydt-Giesenk.

Zuck, Zück:
1. f.
a. aus dem Lockr. entstandener Kosename für die (junge) Ziege (vgl. Zicke I), u. zwar tsuk Köln-KlKönigsd Niehl, Bergh-Fronhv Glesch Heppend Königshv Thorr, Dür-Heistern Langerwehe, Aach-Eschw Euchen Neusen, Jül verbr.; sonst meist tsyk LRip, SNfrk, RRip in MülhRh-Eil, Köln-Deutz; Dimin. tsykχə, –ə, –skə, –əlχə.
b. -u- speziell weibl. Ziegenlamm Köln-Flittard, Bergh-Elsd, Aach-Bardenbg. —
c. Ziege ohne Hörner Aach-Würselen, Grevbr-Dormag. —
2.
a. n. -y-, –kχə Kosen. für Schwein Köln-Effern. —
b. m. -u- eine Hunderasse Lennep-Dhünn.

zückeln I -yk- Grevbr-Jackerath schw.: Junge werfen, von der Ziege (s. zickeln I bei Zicke I).

zückeln II -yk- Bergh-Elsd schw.: meckern, von der Ziege (s. ebd. zickeln II).
 
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Zuck III tsuk Dür-Birgel Derichsw Geich Pier, Jül-Inden, Grevbr-Dormag f.: verächtl. schmieriges, liederl., unordentl. Weib. Ob zum vorigen?
 
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Zück II tsyk vereinz. MülhRuhr m.: Zeisig.

 

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