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Zole bis Zolk (Bd. 9, Sp. 823)
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Artikelverweis Zole tsū:l, –ū·ə.- Malm f.: weibl. Hund.
 
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Zölen -:- Sieg-Eudenb Pl.: lange Haarlocken; gehört wohl zu Zagel (s. d.).
 
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zölen das vielleicht < zögeln (zu ziehen) entstandene Wort ist vereinz. rip. bezeugt, u. zwar ts:lə Sieg-Rhöndrf, Köln-Stdt; -:- uWupp 1870 u. Waldbr-Wildbg (s. u.) schw.:
1. zögern, zaudern, langsam gehen Allg. —
2. wenig leisten Waldbr-Wildbg (nur in dieser Bed.).

zölig MülhRh-Ensen Adv.: de kallt esu z. zieht die Worte in die Länge.

Zöl-hannes ebd. m.: einer, der die Worte zieht. Zöl-matant Köln-Stdt f.: langsames Frauenzimmer.
 
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Zöles ts:ləs Eusk, Aach, Kemp m.: ene gode Z. ein gutmütiger Mensch.
 
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Zölestinus: männl. Rufn.; angebl. hierher die Kurzf. tsi·l.əs Neuw-Steinhardt; sonst gehört sie zu Zyriakus bzw. Korzilius.
 
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Zolg tsǫlχ Altk m.: verwöhnter Mensch; hierzu ist jedoch die Gruppe zalgen zu vergl. Wohl kaum zu mhd. Lexer zolch »Klotz«.

Zölg-bruder ts·l.ĭχ- (s. S.) Sieg-ODollend m.: einer, der alles verzögert; vgl. unter zalgen.
 
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Zolk tsolək Bernk-Neumag m.: eine Abteilung von Äckern zwischen zwei Wegen. — Das Wort gehört zu lat. sulcus »Furche, Einschnitt«.

 

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