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zöchen bis zocksen (Bd. 9, Sp. 820 bis 821)
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Artikelverweis zöchen schw.: nur in der Wend.: se gezöch (--) kriə; de hät se evve fies g. krēn Dür-Birgel (vereinz.).
 
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Zock I tsǫk vereinz. Sieg-Dattenf m.: in der Wend.: Die Äte (Egge) es en den Z. gekrämpt die E. liegt so, dass die Zähne nach vorn gerichtet sind.
 
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Zock II tsǫk vereinz. Bitb-Mettend m.: an am Z. lofen in einem Galopp.
 
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Zock III tsǫk Aden-Hümmel m.: im Lockr. an den Hund: Molli, de Z. hei!

zockeln I, zöckeln I u. Abl. = kränkl., schwach sein s. sücheln I; zockeln II, zöckeln II s. zocken I, zöcken I.
 
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Zöckem -ø- vereinz. Bo-Heimerzh m.: scherzh. Schnaps.
 
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zocken I, zöcken I schw.:
1.Neuw (-ǫ-), Sieg-Ruppichteroth (--), Sol-Pattschd (--), Mettm-Haan Velbert (-ǫ-), Klev (-ǫ-).
a. seinen Gang, seinen Schritt verlangsamen Sieg-Ruppichteroth. —
b. langsam, schwerfällig, träge gehen Mettm-Haan

[Bd. 9, S. 821]


Velbert, Klev. —
c. sich abwartend verhalten Sol-Pattschd. —
d. bei Gehen die Hinterbeine berühren, von der Kuh; die Knöchel aneinanderreiben, vom Menschen Neuw. —
2. genau entgegengesetzte Bed. sich beeilen, losziehen; se zockten sech för ajen (zum) Oəwendsbruət ze komme Eup-Raeren, Monsch-Rötgen; nu zockten die beiden loss Barm.

ab- zocken: -ǫ-.
1. sich davonmachen, aus dem Staube machen, wegeilen Koch-Leienkaul Lutzerath; Rip in Aden-Engeln, Ahrw-Sinzig, Rheinb-Meckenh, Dür-Bürvenich, Monsch, Köln verbr.; NBerg in Wuppert; Nfrk in Geld; du hätts ens sehn solle, wie die afgezock sen Rheinb-Meckenh, Allg. —
2. sterben MüEif, Bergh-Blatzh, Kref-Stdt.

zockeln, zöckeln -ǫk- Siegld, Bo-Wesseling (u. -ǫg-), Sieg-Fussh, Sol-Burschd, uWupp, Gummb-Berghsn, Sol, Mettm; -ǫg- Neuw-Rodenb, Neuss, Kref; -ig- (! < -yg-) Saarbr-Krughütte; -k- Bo-Stdt, Sieg-Lohmar, Schleid-Vlatten, Rees-Brünen Ringenbg; -g- Rheinb-Flamersh schw.: schlaff, langsam, schwerfällig, gemächl. gehen, fahren; zaudern, zögern, trendeln Allg.; he z. emmer henner mer her oFerndorft; de Wagen z. doher fährt im Schritttempo Sol-Burschd; do kümmt e hergezockelt Gummb-Berghsn; z. net esu, mach vüran! Schleid-Vlatten; der z. och net lau zögert nicht lange Neuw-Rodenb.

ab- zockeln, ab- zöckeln:
1. abziehen, weggehen, mit langsamen od. schnellen Schritten Ahrw-Sinzig, Sieg-Rheydt, Mettm. —
2. he es afgezockelt gestorben Köln-Berrenr. ver -zockeln, ver -zöckeln: nur Part. fərtskəlt mutlos Emmerich.

Zocks tsǫks Barm, Klev, Rees, Dinsl m.: Mensch, mit dem nichts Rechtes anzufangen ist, schleppender, schläferiger Arbeiter, der nicht von der Stelle kommt Nfrk; Dummkopf Barm; sonen Z., wie du bös, han ech mi Lewen noch nit gesiehn Barm.

zockseln -ksələn Sol schw.: schleppend einhergehen.

zocksen, zöcksen -ǫ- Rees-Ringenbg; -- Dinsl schw.: zögern, langsam sein, schleppend gehen.

 

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