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Zivil bis Ziziese (Bd. 9, Sp. 818)
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Artikelverweis  PfWB Zivil das Wort ist aus dem Nhd. allg., u. zwar tsif-, tsiv-, tsiwī(:)l u. -vi·l., Rip auch tsəv-  Sg. t. n.: bürgerliche Kleidung im Gegensatz zur Uniform der Soldaten od. gewisser Beamten. RA.: Er is e Narr in Z ein unberechenbarer Mensch Simm-Laub. Dat is en Aff (Ap) in Z. ein sonderbarer Kauz Saarbr-GrRosseln, Trier-Möhren, Sieg-Rott, Bo-Stdt, Mülh-Rh, MGladb, Barm u. auch sonst bekannt; de hät e Gesēch wie en Ap en Z. ein komisches Gesicht MülhRh-Bensbg. Dat es Dommhet en Z. übergrosse Dummheit Bernk-Bruchw. He seht ut wie et Leiden Christi en Z. sieht sehr krank, leidend aus, ist sehr bleich u. mager Elbf, Trier-Stdt, uWupp, — wie de Dod in Z. dass. Geld-Kevelaer. Dat ös der reinste Deuwel in Z. ein unausstehlicher, bösartiger Mensch Kemp-UWeiden, Rheydt.

Zivil-kopulation -koplatsiō:n Viersen XVIII f.: Ziviltrauung.

Zivilist -lit, –list, –les  Allg. m.: wie nhd.

Ziwer -i-, –ī- = Zuber (s. d.).
 
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Ziwick das Wort ist vereinz. im Westerw bezeugt, u. zwar tsīwik, Pl. -wəkə Altk-Weitef; tsīwəlkə ODreisb m.: Kiebitz.
 
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Ziwi I tsiwi (< frz. civet) Saarbg-Wellen, Bitb-Neuerbg m.: Hasenpfeffer, –klein.
 
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Ziwi II tsiwi Koch-Pommern m.:
1. eigentl. Kurzf. von Servatius, doch heute ungebräuchlich. —
2. neutraler Spitzname.
 
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ziwitt: im Ruf der Meise: ziwitt-ziwitt Barm.
 
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Ziza tsītsa Koch-Kaisersesch f.: Rufn. für weibl. Katze.
 
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zizazoll -tsǫ·l. : im Heidelbeerlied: Zizazoll, miər han us Dengen voll bes oəwen an de Hänke, do konne mer us bedrenken OBerg.

Zizen = Wurst s. Sossies.

Zizier tsī:tsər = Preiselbeeren s. Zirten; Ziziese = Wurst s. Sossies.

 

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