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Zitze bis Zitzer (Bd. 9, Sp. 817)
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Artikelverweis Zitze in der nhd. Lautform wird das Wort in den rhein. MA. als Fremdling empfunden (vgl. die Synonyme auf Wk. VII 8, Strich, u. die Bemerkung bei Titte II); tsits(ə), Pl. -tsə(n), –e- ist bezeugt in Kreuzn-Weiler, Saarbr-Stdt Völkl, Wend-Dörrenb, Saarbg-Wellen (tsats), Wittl-Binsf, Trier-Stdt, May-Kell, Ahrw-Rheineck, Bo-Stdt (in RA.), Eup; hingegen scheint das Wort n. der Benr.-L. als tit(ə), Pl. -tə(n), Dimin. -titə, –əkə einheimisch zu sein, u. zwar in Wuppert, Mettm-Wülfr, Ess, Dinsl-Sterkr, Rees-Ringenbg, Klev-Stdt, Geld-Stdt, Mörs-Asbg, MGladb-Rheind; südl. noch titərχə, Pl. -χər Köln-Stdt f.:
1.
a. Euterzitze bei Kuh u. Ziege Kreuzn-Weiler, Wend-Dörrenb, Trier-Stdt, Wittl-Binsf, May-Kell, Ahrw-Rheineck, Bo-Stdt, Eup. RA.: Me kann och en Möck melke, wemmer de Z.ə fingk (findet) man kann alles, wenn sich die Möglichkeit ergibt Bo-Stdt. —
b. übertr. auf die weibl. Brustwarze u. die Brust selbst Allg., bes. im nd. Bereich. —
2. persönl.
a. tsats Schimpfw. für Frau Saarbg-Wellen. —
b. titəkə n. Säugling, Kind Mörs-Rheinbg.

Zitzen-zäumer titəntmər m.: scherzh. Korsett Ess.

zitzeln -tsələ Koch-Betrich, Aden-Wershf schw.: saugen.
 
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Zitzel I tsitsəl Monsch-Imgenbr Mützenich Rohren Stdt f.: gelbe Narzisse, Narcissus pseudonarc.

Zitzel-lose -lōăsə Siegld-Siegen Weidenau f.: dass. Vgl. Til-rose, Tittel-rose, Zeit-lose.
 
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Zitzel II -ələ Rheinb-Neuk Pl.: Brennessel, Urtica dioeca.

Zitzelitz s. Zitz I u. II; Zitzelose s. o. Zitzel I.
 
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zitzen -e- vereinz. Saarbr-GrRosseln schw.: zwicken, kneifen.
 
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Zitzen-biel tsetsə- Kemp-SPeter m.: langsamer Mensch.
 
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Zitzer -ets- vereinz. Geilk-Brachelen m.: Kopfausschlag (ob zu Zitter II?).

 

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