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Stellweg bis Stelt (Bd. 8, Sp. 626 bis 627)
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Artikelverweis  PfWB Stell-weg Sieg-Ägid, Klev-Neulouisend f.: Schneisenweg im Walde. PfWB Stell-werk n.: nach dem Nhd. bei der Eisenbahn.

PfWB LothWB Stellasch zu stellen + frz. Nachsilbe –age, frz. étalage, u. zwar -ęlā: Allg.; doch Mosfrk vielfach -alĭā:, –ljā: u. -alā: [Merz-Saarhölzb, Wittl-Rivenech -alī:]; Siegld -ęlāə; sonst -ęlā: [in Aden, Sieg, Bo, Kref-Fischeln -alā:, -ljā:; Aach-Verlautenheide -alā:t; Jül-Kellenbg -il-; Bo-Pissenh talā:; Villip tę-]; Klevld -ęlāsi, –se  (), Pl. Rhfrk -ə; sonst -žə(n), Klevld -sīs f.:
1. Holzgestell mit mehreren Fächern übereinander, um Obst, Flaschen darauf zu legen; Bücherst. Allg. [Wandtafel-, Spiegelgestell, Eckbrett mit Tisch drunter, Brett auf einem Fass, darauf ein Stuhl, Leiter des Anstreichers auf einem umgekehrtem Fasse Gummb-Schwarzenbergisch; Fasslagerhölzer Eup; Ort, wo die Schwemmsteine nach dem Klopfen zum Trocknen aufgesetzt werden Neuw; Baugerüst Prüm-Leidenborn, Wippf-Trier; Strohlager für Obst Goar-Weiler]. —
2. übertr.
a. Lager eines Tieres Sieg-Fussh (-aljā:).
b. verächtl. waghalsiges Klettern auf unsichern Stangen, Leitern usf.; wat get dat lo fir en St.? Merz-Saarhölzb. —
c. verächtl. Unordnung in irgend einem Raum, ein wahres Durcheinander; dat es en St. Goar. —
d. verächtl. Anstalten, Umstände, viel Arbeit Kref-Fischeln; Gestellasch Wend.

Stellaries -ęlārĭəs, Pl. -sə Siegld m.: verächtl. steifer, ungelenker Mensch.

PfWB ElsWB LothWB Stelle -ęl, im Geb. der Schärfung -ę·l. [WMosfrk --], Pl. -lə, –·l.ə(n) Allg. f.:
1.
a. wie nhd., von dem rein mdl. Platz (-a-, –ę-, –ā:-) stark bedrängt; en schün St. Worbele (Waldbeeren) usf.; an denger St. däht ech dat net; he wor fröh genog an Ort on St.; jet an de richtige St. dohn; op der St. küste her sofort (SNfrk, Klevld op er St., op e St.; Wippf (nfrk) op St.; Geld-Straelen suəper St.; Kemp-SHubert Süchteln zopər St.); jet op seng St. dohn; en denger St. in deiner Lage, deinen Verhältnissen; en der St. van mir, en menger St. statt meiner; mer küt net van der St. Rip, Allg. —
b. Arbeitsplatz, Anstellung; der hät en gudde (schlechte) St., — Liəhrst.; en neu St. annemmen; de al St. verloten, — opgeəwe Gummb, Allg.; Schleif- und Plistarbeitsplatz zum Vermieten NBerg. RA.: Einem unbeliebten Geistlichen oder Lehrer wünscht man: ech gönne em en got St., äwer witt (weit) he dann! Rheinb, Rip. — Stellsgewis (-geweise) an verschiedenen Stellen Geld, sonst -·l.əwī:s (s. S.). —
2.
a. Fehlstelle im Gewebe; en St. em Werk Kref,

[Bd. 8, S. 627]


MGladb. —
b. də tę·l. Art Lungenentzündung beim Rind Malm-Recht u. Umgeb.

Auf- stelle: Empore in der Kirche May-Andernach.

Auf-steller ofdęlər Sg. u. Pl. m.:
1. Pl. die fächerartigen Holzgestelle, die hinten u. vorn vor die Bindekette des Erntewagens gestellt werden, bes. beim Grummeteinfahren uNahe, Hunsr, Neuw-Dierd. —
2.
a. das vordere Verbindungsholz zwischen oberm u. unterm Pflugbalken Altk-Bachenbg. —
b. der Kirmesbaum Neuw-Wollend.

Stellert -ę·l.ərt, Pl. -tə Heinsb-Wassenbg m.: verächtl. einer, der sich sonderbar anstellt, sich geziert, affektiert benimmt, prahlt.

Stelles -ę·l.əs, Pl. -əsə Rheinb-Kirchh, Monsch-Vossenack m.: dass. — Die Stelləsigheit.

stellig -ę·l.- Heinsb Adj.: sich sonderbar, affektiert, geziert benehmend.

PfWB an- stellig:
1. willig zur Arbeit, geschickt Hunsr, Mosfrk, Rip. —
2. gut zu gebrauchen; et es alles ust. es ist ihm nichts zu gering Trier. an-be -stellig: hoffärtig Düss-Stdt.be -stellig: munter, rasch; b. wie de Pann öm Fastelovend Aach.

PfWB Stellung -liŋ, –luŋ, –o-, Pl. -·ŋ.ə(n) f.:
1. wie nhd. —
2.
a. Baugerüst MülhRh-Overath, Heinsb-Millen. —
b. Lagerhölzer, auf denen die Weinfässer ruhen Neuw-Leutesd. —
c. -liŋskə scherzh. Nachtstuhl, Zimmerklosett Kref-Stdt. An stellung, Auf stellung (Opst.ə make Umstände Kemp-Stdt), Aus stellung (Utst. makə tadeln Kref.), Be stellung: nach dem Nhd.Vor -stellung: Brustteil eines Hemdes Birkf-Herrst.

Stelp = Stülpe (s. d.); Stelt -ę- Stelze (s. d.).

 

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