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rantelen bis ränzeln (Bd. 7, Sp. 79)
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Artikelverweis rantelen -and- WMosfrk in Bernk-Stdt schw,: rütteln, schütteln, auch das Feuer (den Ofen) r., schüren.
 
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Ranten randə Sg. u. Pl. OMosfrk in Goar-Weiler m.: eine hinten aus dem beladenen Wagen herausragende Stange, die auf der Erde schleift u. die Stelle der Bremse vertritt.
 
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rantern -ant- OBerg in Gummb-Lantenb Stdt schw.: wild umherspringen, lärmend umhergehen, unruhig sein, wild klettern; auch herömr. — Abl.: die Ranter(er)ei, dat Geranter.

Ranz = Ranzen, ausgelassenes Kind s. Ranzen.
 
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ranz rants Aach-Stdt, Sieg-Ägid Adj.: übelriechend (auch vom Fettgeruch der Wolle Aach-Stdt), die folg. Abl. auf -ig ist verbr.

PfWB ranzen -a- Trier-Kenn Könen Mettnich schw.: ranzig riechen u. schmecken; der Butter ranzt.

PfWB ElsWB LothWB ranzig -a- Rhfrk, Saar, Hochw, Mos, Wittl-Flusb Greimerath Honth Krinkhf, Bitb, Daun, May, Prüm, OÖffl, Malm, Westerw, Siegld, Berg, Rip, Eup, Geilk, Erk, Grevbr, MGladb; -tsəliχ Heinsb Adj.:
1.
a. unangenehm, verdorben schmeckend, von Butter, Speck, Fett, Öl; wie schmackt die Butter; die is schunn haləb r. Simm, Allg.; von der Milch, halbsauer Ottw-Landsw, Bo-Buschd, Düss-Rating. —
b. vom Weine, scharf bitter schmeckend, bes. wenn das Fass nicht mehr voll ist (s. ran, ransen) Trier-Heidw Mehring, Ahrw-Neuenahr. —
c. von der Birne, sticksig Goar-Boppard; von der Rübe Jül. —
2. übertr. grob, rauh, im Charakter Merz-Stdt.
 
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Ränzel -ę-, Pl. -ələ Bergh-Kirchherten m.: Vorrichtung an den Winden der Windmühle.

Ranzel = Ranzen (s. d.); ranzeln, ränzeln s. ranzen.

 

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