Wörterbuchnetz
Rheinisches Wörterbuch Bibliographische AngabenLogo dfg
 
rannen bis ransenieren (Bd. 7, Sp. 78 bis 79)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis rannen -a- (u. -ę-) Mörs-Neuk schw.: rennen. — Abl.: die Rannerei, dat Gerann, der Ranner. S. auch ranseln.
 
Artikelverweis 
Rannewelt ranəwəlt. rǫ- Wittl-Sehlem n.: Rand der Feldstücke, Pflugwendestelle.

rannig -a- = brünstig, von der Kuh s. rindig.
 
Artikelverweis 
ranniken das Wort ranəkən ist im Berg in Gummb, Wippf, Lennep, Sol-Steinbüchel (-əχən) u. in Dinsl, Mörs-Hombg Marienbaum bezeugt schw.: sich aus Spass lärmend u. ringend balgen, spielend seine Kräfte messen, drängeln, quälen; herōmr.; se send am r. — Abl.: die Rannəckerei, dat Geranneck, der Rannecker, ranneckig.

ab- ranniken: sich a., sich ausser Atem laufen; sich balgen bis zur Ermüdung.an -ranniken: einen a., barsch anreden, anfahren Klev-Calcar.

ranschieren s. rangschieren.

Ransel s. folg.
 
Artikelverweis 
ranseln, ränseln, zu rannen (s. o.), rennen gebildet, ndl. ranseln entsprechend, vereinzelt -a- u. -ę- Zell-Stdt; -ę- Zell-Briedel, Daun-Tettschd; -a- Grevbr-Wickr, Heinsb-Altmyhl (Bed. 2) schw.:
1. zwecklos hin- u. herlaufen, zu jedem Vergnügen (usf.) laufen, nirgends lange bleiben [-a- tollend spielen, von Kindern Grevbr-Wickr]; s. auch ränzeln. —
2. -a-, einen r., verhauen Heinsb-Altmyhl; s. ranzeln. — Abl.: die Ränsel(er)ei, dat Geränsel(s), der Ränseler, die Ränsele(r)sch.

Ransel -a-, Pl. -ələ, Demin. rę·n.zəlχə Grevbr-Wickr f.: verächtl. ausgelassenes, übermütiges Mädchen.

[Bd. 7, S. 79]



 
Artikelverweis ransen I -a- Kobl 1787 schw.: einen r., schlagen, prügeln.

ransen II -a-, –-, –ū- = nach dem Fasse schmecken s. bei ran IV; ransenieren = in Ordnung halten, sich verpflegen s. ranzenieren.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: