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Ranke bis ränken (Bd. 7, Sp. 75 bis 76)
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Artikelverweis  PfWB Ranke fehlt der MA. durchweg, nur Nahe u. die rhfrk. u. mosfrk. Weinbaugeb. haben raŋk, Pl. -ŋgən f. u. in Prüm-Mürlenb 1860 rāŋkən Sg. u. Pl. u. raŋk, Pl. -ŋkə f. u. Siegld raŋgə Sg. u. Pl. f., u. auch das Klevld weist einige Belege raŋk, Pl. -ŋkə auf f.:
1. wie nhd., Reb-, Blumenranke. — Ronken auf dem Boden liegende Zweige der Brombeerhecken, des Rosenstrauches udgl. Saarl-Diefflen; Ranke Pl. Ackerwinde, convolvulus arvensis Duisb. — Abl.: Dat Geranks.

Ranken-futter o. O. 1800 n.: Feldfrüchte, die Ranken haben, wie Wicken, Erbsen. Ranken-stock Elbf m.: Spazierstock, der durch die Ranken des Geissblattes tiefe Windungen aufweist.

PfWB ranken schw.:
1. -ǫ- ranken, von der Bohne, Erbse Kemp-SHubert; -a- Birkf, Siegld. —
2. -a- Bohnen (abr.), die Seitenfasern abziehen Emmerich; af- Rees-Wesel, Jül-Linnich; s. rängen.

ab- ranken: Bohnen a., die Seitenfasern an ihnen abziehen Dür-Gereonsw.an -ranken: die Ranken anlegen, anbinden; sich a., wie nhd. Trier-Stdt.
 
Artikelverweis 
Ränke ręŋk Saarbr-Sulzb Pl. t.: Ränke; all R. on Schlänk prowiere.
 
Artikelverweis 
Ränken ręŋkə(n) veralt. noch aus Sieg-Much u. uWupp 1870 bezeugt Pl. t.:
1. Schnallen. —
2. übertr. et Heu op Ränke machen zusammenkämmen auf Reihen Altk-Birken.

Ränken-mächer Lennep-Hückeswg m.: Ränkeschmied. Ränken-schmied -e- uWupp 1870 m.: eine Spukgestalt.

[Bd. 7, S. 76]


ränken -ę- uWupp 1870 (RhKlaaf) schw.: die Schuhe r., schnallen.

 

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