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Rämpe bis rämpschen (Bd. 7, Sp. 61 bis 62)
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Artikelverweis Rämpe die folg. Gruppe zu nd. ramp ‘Krampf, krankhaftes, mit Schmerz verbundenes

[Bd. 7, S. 62]


Zusammenziehen der Glieder’, im Ablaut zu rimpen ‘sich in Runzeln zusammenziehen’ f.:
1. ręmp, Pl. -bən Ranke der Rebe Bernk-Veldenz. —
2. ręmp, Pl. -pə verächtl. mageres Stück Vieh Köln-Frechen.

Rampel -a- Aach-Walh Sg. t. m.: Efeu, zu frz. ramper ‘kriechen’.

Rampel-blatt, meist Pl. ebd.; -(ə)lə- Aach-Stdt n.: Efeublatt. Rampel-kraut -p(ə)ləkrūt Aach-Stdt n.: dass.

Rämpel -ę-, Pl. -ələ Jül-Röding m.: verächtl. dat es ene sure R. ein verdriesslicher u. mundfauler Mensch.

Ge-rämpel gegenüber Gerümpel deutl. mit -ę-, u. zwar -ręmbəl Saarbr-Nassw, Merz-Dreisb, Bitb-Kyllbg, Daun-Wiesbaum, Neuw-Dernb Datzeroth; -ręmpəl(ts) Sieg-Rhönd, Köln-Stdt, Aach-Stdt Sg. t. n.: verächtl. wertloser Hausrat, Gerümpel, zu kleines Obst.

Rämpels-kram -:- Köln-Stdt m.: dass.

rämpeln -ę- schw.:
1. etwas r., unaufmerksam, falsch zusammennähen; s. rimpeln Waldbr-Hurst; etwas zesammer. ein Kleidchen notdürftig aus alten Stücken zurechtmachen Trier-Stdt. —
2. einkräuseln beim Stricken Mörs-Marienbaum.

ein- rämpeln: etwas e., in Falten legen Mörs-Wallach.

rämpen -ę- Sieg-Scheiderhöhe schw.: mit weiten Stichen unordentl. nähen. — Abl.: die Rämperei, dat Gerämp(s).

Rämp-ling -ę-, Pl. -·ŋ.ən Bernk-Veldenz m.: Ranke der Rebe.

Ge-rämpsche -ręmp Schleid-Dollend, Eusk-Enzen Weingarten Sg. t. n.: Froschlaich, Kradeg.

rämpschen -ę- Ahrw-Böling, Rheinb-Meckenh, Bo schw.: mit weiten Stichen unordentl. nähen. — Abl.: die Rämpscherei, dat Gerämpsch.

 

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