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Ramme III bis Rammel I (Bd. 7, Sp. 54 bis 56)
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Artikelverweis Ramme III das Grundwort zum folg. Rämme, wohl zu Ramme II u. so zu Ramm V u. mit der Weiterbildung Rämmel; es kommt vereinzelt als ra·m., Pl. -·m.ən in Aden-Engeln Kempenich vor f.: Knüppel, früher zum Bremsen der Karrenräder benutzt.
 
Artikelverweis 
Rämme zu Ramme II, Rämmel ‘Knüttel’, ursprüngl. ein Radsperrholz; rę·m., Pl. -m·.ə(n) nach Wk. V 21 Rhfrk in Simm, Goar, Mosfrk in Wittl-Olkenb (veralt.), Trier-Fell Longuich

[Bd. 7, S. 55]


Mehring Thörnich Trittenh, Zell, Koch, Kobl, May-Andernach Ettring Galenbg Küttig Stdt, Aden, uAhr, dann rrhn. n. einschl. Neuw-Leutesd Hönning Waldbreitb Datzeroth Dierd, Altk-Horhsn Krunkel OWamb, Siegld zur Sieg hin in Gummb, Waldbr, Wippf, Lennep, Sieg (u. Bo rrhn.), MülhRh, dann noch in Mettm-Stdt, Kemp-Lobberich, Ess-Heidhsn, Klev-Wyler f.:
1. Hemmvorrichtung (Bremse) am Wagen [Stück Holz, vorn unter den Schlitten gesteckt Goar-Salzig]; die R. besteht aus Rämmbaum, –balken, aus R.klotz, –schuh, –holz, Schrauf mit Schwengel, das ganze R.gescherr, –werk; drehn de R. an (de R. antrecken, andriwen, los driwen OBerg). RA.: Mer wonn (wollen) em mol de R. noch ehänke einen Ungezogenen dämpfen Siegld-Geisweid OSchelden Setzen. —
2. Verbindungsholz, welches die Wände eines Holzschiffes verbindet u. ihnen Stärke u. Festigkeit verleiht Mos, Rhein.

Rämm-balken Ahrw-Fronr, Sieg-Uckerath m.: B., an dem die R.klötze u. R.schraube befestigt sind. Rämm-baum (s. S.) Allg. m.: dass. Rämm-block Waldbr-Eckenhg, Gummb, Lennep-Wesenholl m.: Bremsklotz gegen das Rad. Rämm-bogen Wippf-Thier m.: -balken. Rämm-geschirr -ę·r. Rip, OBerg, Altk-Eichen Seelb n.: die gesamte Bremsvorrichtung. Rämm-holz Simm-Ebschd, Neuw-Hönning, Altk-OWannb n.:
1. –klotz. —
2. H., mit dem der Mistrumpf an der Achse festgemacht wird Sieg-Hönschd. PfWB Rämm-kette (s. S.) f.:
1. K. zum Bremsen; die rauhe R. wird so angelegt, dass die R. den Boden schleift; bei der glatten R. wird die Kette nur um die Speichen gelegt u. berührt den Boden nicht; sie wird am untern Teil des Hinterrades befestigt u. mit dem Vorderwagen verbunden, beim mit Holz beladenen Wagen Simm, Goar, Bernk-Monzelf, Zell, Koch, Kobl, Daun-Boxbg, Neuw-Datzeroth, Wollend, Siegld-Afholderb Siegen, Ahrw-Brohl, Lennep, Kemp-SHubert. RA.: Er fehrt sich of be en Laus in der R. Koch-Weiler. —
2. ręmskętt Schnürkette, zum Aufhängen von Baumstämmen unter dem Wagen Mörs-Neuk Rheinbg; ręmkętiŋ Klev. Rämm-klotz (s. S.) Allg. m.: Bremsklotz. Rämm-knebel -knęvəl Sieg-Fussh m.: Kn., in die Radspeichen gesteckt, zum Bremsen. Rämm-knüppel -i- Zell m.: dass. Rämm-reidel -rrəl Simm-Heyw m.: dass. Rämm-scheit -t Trier-Trittenh n.: dass. Rämm-schraube (s. S.) Allg. f.: Bremsschraube. Rämm-schuh (s. S.) Goar, Kobl, Koch, May, Daun-Strotzbüsch, Ahrw-Fronr, Westerw, Siegld, OBerg m.: -klotz. Rämm-stange -·ŋ. Neuw-Bonef f.: -knebel. Rämm-stecken Simm-Mörz, Goar-Macken m.: dass. Rämm-werk OBerg m.: -geschirr.

rämmen -ę- Allg. wie oben u. Daun-Strohn, Bo-Beuel, Remschd, Elbf, Rees, Klev; -a- Waldbr-Eckenhg Hespert Morsb, Duisb schw.: abs. u. den Wagen r., die Bremse zudrehen

[Bd. 7, S. 56]


[wenn ungewollt, zufällig ein Gegenstand die Räder hemmt Goar, Neuw-Heimb Weis; auf der Schlittenbahn mit dem Fusse r., aufhalten Neuw-Isenbg].

ein- rämmen: sich e., fest einwickeln Rees.zu -rämmen: ech han zogerämmp Allg.

Rämmer May-Allenz, Emmerich Sg. u. Pl. m.: Wagenbremse.

Rämmsche ręm, Pl. -ə Ahrw-Kripp f.: Wagenbremse.

Rammel I = Rassel, Anzahl s. bei rammeln III.

 

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