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Ramme I bis zurammeln (Bd. 7, Sp. 53 bis 54)
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Artikelverweis Ramme I ra·m., Pl. -·m.ə(n) f. im Geb. von Butterramme (s. d.) vereinzelt, wahrscheinl. eine Verkürzung dieses Wortes in der Kinderspr., u. zwar Kobl-Kapellen, Prüm-Rommersh,

[Bd. 7, S. 54]


Daun-Mückeln Stdt, May-Polch Stdt, Eusk-Elsig Enzen, Rheinb-Esch Lüftelbg, Bo-Ollh Stdt, Dür-Langerwehe Merzenich NZier Pier, Jül-Hamb, Grevbr-Kleinenbr, MGladb-Giesenk, rrhn. Neuw-Unkel Rheinbrohl, Sieg-Ranzel Siegbg, Wippf-Frielingsd, Düss-Stdt; ra·m.ən Sg. u. Pl. m. Merz-Lockw, May-Stdt, Sol-Gräfr Stöcken, Barm, Elbf, Mettm-Wülfr; -ę- Neviges, MülhRuhr m.: derbes Stück Brot, derbes Butterbrot, ein tüchtiger Brocken etwa Speck, Fleisch. — S. Rämmel I, Rämmel II, Rampen u. Bämme.

Rämmer -ę- Sg. u. Pl. Bo-Merten Waldrf m.: dass.

Rammes -məs, Pl. -əsə Sieg-Rhönd m.: dass.

Rammsche ra·m., Pl. -ə Eusk-Commern f.: dass.
 
Artikelverweis 
Ramme II das Wort, mhd. Lexer ramme ‘Fallklotz zum Einstossen von Pfählen’, ndl. ram ‘Sturmbock’, engl. ram, eine Ableitung zu Ramm V ‘Widder’, ist als ra·m., Pl. -·m.ən Berg u. neuerdings auch sonst in den Städten verbr. f.:
1. Werkzeug, mit dem man die Erde, Pfähle, Pflastersteine feststampft. —
2. übertr. scherzh. das männl. Glied Klev.

PfWB rammen ebd. schw.:
1. etwas r., meist fasr. oder enr. (dies auch Siegld, Rip), etwa einen Pfahl, einen Pflasterstein. —
2. dat Fuhrwerk hät den Bom gerammt dran gestossen, ihn beschädigt.

Ramm ram, Pl. -·m.ə Neuw-Kurtschd m.: Damm.

Ramm-bär Gummb-Berghsn m.: Werkzeug, mit dem man Pfosten oder Bretter in den Boden einrammt. Ramm-pfahl -p:l Bernk m.: dicker Pf., der in den Weinberg eingerammt wird, damit er sich nicht nach unten arbeitet. Ramm-stein (s. S.) m.:
1. Prellstein Gummb-Berghsn. —
2. Einfassstein am Bürgersteig Düss-Stdt.

rammeln -a- Trier, Neuw, Rip [-ę- Simm-Schlierschd] schw.: absol. die Türe fest verbauen, verschliessen; auch verr.

durch- rammeln: sich d., sich durchzwängen Wittl-Springiersb. PfWB ein -rammeln:
1. etwas e., fest in den Boden schlagen Trier-Stdt. —
2. sich e., sich fest einschliessen Ahrw-Remag. ver -rammeln:
1. die Türe (udgl.) v., versperren, verschliessen Simm, Rip Berg. —
2. Brot v., ungleich schneiden Trier-Stdt. zu -rammeln: die Türe (udgl.) z., zusperren Rip u. Simm-Schlierschd.

 

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