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ramaufeln bis Ge-rämster (Bd. 7, Sp. 45 bis 50)
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Artikelverweis ramaufeln WMosfrk in Trier-Wasserliesch schw.: besonders gute Speisen ohne Zukost essen.
 
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Ramb das Wort ist nach Wk IV 29 neben Kob, Schak heimisch in Saarbr, Ottw, Saarl, Merz (Hochw), Trier (Hochw), u. neben Rabe an der Nahe bis Meis u. in Bernk (Hunsr), u. zwar Ottw, Nahe, Bernk ramp, Pl. ręm m. [Pl. rambə Ottw-Berschw, Birkf-Oberst; Sg. ręm, Pl. -mə f. Wend-Breungenborn Namborn]; die Geb. an der Saar u. im Hochw haben ra·m. [Merz-Honzr -ǫ-; Schweml -ā:-], Pl. -·m.ən f.:
1. Rabenkrähe, corvusc orona, u. jede Raben-, Krähenart. RA.: Wie de Rämm sen se driwer hergefall Birkf. Der singt wie e R. Allg. Härschmadam (stolze M.), träht (trägt) de Ärsch wie e Ramm! Merz-Nunk. Die Rämm solle dich fresse! Verwünschung Birkf. Marksdag soll et Kor (Roggen) sein, dat sich en R. dreanne verstoppen kann Merz-Nunk, — on em hälwem Mädag e Man Schweml. R., R., dei Nescht brennt, die Jonge brenne met! rufen die Kinder dem R. zu Allg., — dei Jonge sen verbrannt, se leie (liegen) henner der Heck, sen zugescheppt met Dreck! Bernk-Sensw. —
2. übertr. Rämm Pl. Neckn. derer von Wend-Oberth Namborn, Birkf-Algenr Herrst Breitenth. — Zs. Rämmsei, –ferer, –nescht (Birkf), rambeschwarz, kulerawerambeschw. (Rammsnös Nasenform Saarbg-Cahren).
 
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PfWB ElsWB Rambass  m.:
1. sachl.
a. Sg. t. rambas schlechter, saurer Wein uNahe, Goar (Rheinorte), Mos, Neuw-Heimb Weis [-bos Trier-Mehring; -bast Saarbg-Ockfen (u. -sər), Zell-Merl; -basdər Zell-Briedel Stdt, Koch-Bremm; -basdərt Koch-Ediger Moselkern, Kobl-Winning]. — Rāmbas scherzh. Schnaps Siegld-Hilchenb Müsen. —
b. rambǫs, Pl. -sə verächtl. Pfannenkuchen mit wenig Fett Neuw-Elgert. —
c. rambas Sg. t. der Rest Birkf-Idar (veralt.). —
d. nen decke rampas, Pl. -sən derbe Schnitte Brot Sol-Burschd. —
e. rambas Sg. t. scherzh. Buckel, in der Wend.: Wat ower den R. gewen; wat ower den R. kriegen; ower den R. daschen (dreschen) Prügel, Hiebe Mörs-Asbg Neuk Rheinbg. —
f. Sg. t. Hiebe; et göt R. Bergh-Bedbg, Duisb; -batsəs Düss-Stdt; -basən Pl. t. Prüm-Ihren. —
2. persönl. verächtl. rambas, Pl. -sə(n).
a. wilder, rauhborstiger Kerl, Junge; wildes ausgelassenes Mädchen Neuw-GrMaischd, Altk-Gebhardshain Willr Hellert, Wittl-Binsf Sehlem, Daun-Strohn, Mettm-Cronenbg; -bast Elbf. —
b. dicker Mensch, bes. dicke Frau mit ungeschliffenem Wesen Neuw-Datzeroth; -basdərt Koch-Urschmitt. —
c. ungeschickter

[Bd. 7, S. 46]


Mensch Altk-Wissen. —
d. en dure R. magerer Mensch Merz-Saarhölzb. —
e. Rind, das sehr gierig frisst ebd.; -basər widerspenstiges Zugtier Saarbg-Greimerath. ram-bassen  Prüm-Ihren, uWupp 1870, Kemp-Stdt Süchteln schw.: hen hät gerambasst gekriəge; einen verrambasə prügeln Kemp-Stdt, MülhRuhr (verambassele).

Rambass-puddel rambaspudəl  u. rǫm- Grevbr-Wevelinghv n.: verächtl. liederliches, verdorbenes Weib.
 
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PfWB ElsWB LothWB Rambo nach frz. faire rampeau ‘durch einen Zug im Spiel dem Gegner gleihkommen’, rambo  WMosfrk in Saarl (rām- Berus), Merz [-ba Bergen], Hochw, Saarbg-Wellen, Trier-Fell Mehring Sg. t.: ein Kegelspieler micht R. er wirft ebensoviel Kegel wie seine Vorgänger, die bis dahin an der Reihe waren; R. scheiwen; es muss dann noch ein Entscheidungswurf folgen.
 
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PfWB ElsWB LothWB Rambur I -būər, –bōr  u. , Pl. -rə(n) m.: Apfelsorte, frz. rambour.
 
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Rambur II  Aach-Stdt m.: Revanche im Kartensp., frz. rembours.
 
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rambusterig  (s. rabusterig) Siegld-NDielfen Obersd Adj.: hitzig.
 
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NRhWB PfWB ElsWB LothWB Rame, Ramen das Wort, mhd. Lexer ram(e)f., m., ahd. rama, nhd. Rahmen, ist allg. u. zwar Rhfrk rām f. u. jünger auch rāmə m. [Saarbr vielfach rmə m.]; Mosfrk ebenso rā:m f. u. jünger auch -mən m. [Saarl r:m f., rāmən, Pl. -- m.; Saar von Merz an ru·m.; Mos von Trier ö. Stdt bis Bernk, WBitb rū:m; Trier w. Stdt, Wittl, Bitb, SPrüm -:-; Trier-Krettnach Morschd Pluwig Prosterath Waldw, Wittl-Bengel Honth Kinh Kinderbeuren, Bernk-Malborn Neunk, Zell-Briedel Liesenich, Koch, Kobl-Kettig Kobern, May, Daun, Bitb-Ammeldingen Koxhsn Mötsch, Prüm-Büdesh Ringhuschd Schwirzh Weinsh ra·m.; Wittl-NÖffl, Zell-Beilst, Koch-Ernst, Kobl-Winning -ǫ- f., überall daneben jünger -mən m.]; Westerw rā:m seltener f., meist -mə m. [kurköln. Neuw, Altk-Birnb Flammersf ra·m.(ən); Derschen Weitef Hellert rm; Obernau ra·m.ən u. rū:mə m.]; Siegld rām f., meist durch rāmə m. verdrängt; LRip rā:m m. (im Süd. f.) u. seltener -mə m. [Aden, Ahrw vielfach ra·m., Pl. -ę- f. u. seltener rā:mə m.; Köln-Gleuel, Aach-Richterich r:m m.; Bo-Volmershv, Bergh-Quadr -mə m.; Bergh-Manh, Jül-Siersd ręmχə]; Bo, RRip meist rā:mə, selten rā:m m.; Berg rāmən m. [Waldbr-Dattenf rā:m; Gummb-Bergneust rmən; Sol-Stdt rā:m f.]; Eup, SNfrk rā:m m. [-:- Heinsb-Effeld Waldenr]; Klevld rām m. [-- Geld-Aldekerk, Klev-Goch] [Doppelformen: rāmə m. Einfassung: rām f. Gestell Saargeb.; ra·m.ən m. Bilderrahmen: ra·m. f. Spalier Koch-Laub; rā:mən m. Bilderr.: ra·m. f. Zwischenleder zwischen Sohle u. Vorderschuh Sieg-Ägid; rā:m m. u. f. Monsch-Witzerath]; Pl. -mə(n) [NBerg, Klevld auch -məs], Demin. rmχə(n),

[Bd. 7, S. 47]


-:- (doch fehlt auch im Geb. der Schärfung oft diese), -ę-, –i-, –ī:- (wo -u-, –ū:), -mə –kə:
1. Einfassung aus Holz oder Metall, wie E. eines Bildes (hier meist Rämchen), der Schul-, Schiefertafel, der Tür- oder Fensteröffnung, eines Grabes, Bilder-, Spegels-, Dür-, Finsterr. [Blendr. (-Blind-) der äussere in der Wand befestigte F. Bo; Rämcher Pl. die Leisten zwischen den Fensterscheiben Bo-Berkum Züllighv]; en R. öm de Lei; en R. (Goldr., polierte, schwarzpolierte R., en Fotografierrämche) öm e Bild mache losse RRip, Allg. RA.: En Frau es dem Hus, wat der R. dem Beld es MGladb-Rheind. Nau mache mer noch en R. drem (bei einer lustigen, drastischen Szene, greulichen Fratze), on dat Bildche es ferdig; öm dat Gesich (Fratze) moss de der en R. mache losse, dat es ze schün! Westerw. Du bes su ardig, mer soll dich en e Rämche mache! Dür. R. rech, twee för dem Bas on enne för de Knech! sagt der Zimmermann, wenn Rahmen von Türen u. Fenster gerichtet sind; ein Schnaps wird dann eingeschenkt Geld-Schravelen. Der däht alles öm R.ə er wühlt in der Arbeit, kann sich nicht genug tun mit der A. Aden-Engeln. — R., u. zwar Füdder- u. Hengerramen am Wagengestell, deren Arme durch das Achsenholz gehen Gummb-Berghsn, Wippf-Thier, Lennep-Neuenhs. — Das Gestell der Egge MülhRh, Geilk-Süggerath, des Förderwagens, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — Das R.gestell, in dem die Ackerwalze sich rund dreht Grevbr-Belmen, Mörs-Wallach. — Auf dem Werpramen oder kurz R. liegt die Kette beim Weben Allg. — Viergespann des Schleiwerkes als Boden des Dachstuhls, wagerecht aufliegend Gummb-Berghsn, May-Pillig. — Rämchen mit Draht bespannt, in dem die Honigwabe sich befindet (auch diese oft so genannt), dat voll R. wiərd aus em Beienkasten geholt, entdeckelt (afgedeckelt) u. geschlaudert Allg. —
2. mehr übertr.
a. nicht nur Einfassung der Fensteröffnung, sondern auch das Fenster als ganzes schlechthin, u. die Holzblende; dat Hus hat sess R.ə sechs Fenster Front; ene Krützr. Fenster, das ein F.kreuz hat; e Dakrämmke Dachluke mit Fenster; mak de R. los (offen), — tu (zu); Jann hät e Loek en der R. geschmiəte, on doə moss de R. wiər make loəte; he noəhm de R. bald met der neugierig ganz nahe an einem Fenster vorbeiging; hestond met de lange Pip in de R.; he leggt em R. liegt im Fenster; goht üt de R.! MGladb-Rheydt Hardt, Kref, Kemp, Geld, Mörs, Klev, n. Ruhr. —
b. Gestell, zum Aufbewahren des Brotes, auch Brotr.; mer hon noch vill Brot of der R. leien Wend, Saar, Mos bis Koch, Wittl, Bitb, Neuw-Heimb Weis u. im N. abseits Aden-Engeln, Eusk-Dirmerzh Elsig OWichterich, Köln-Keldenich, Bergh-Kerpen; Äppelr. zur Aufbewahrung der Äpfel, auch in Eusk-Dirmerzh; Luhr. zum Trocknen der Lohkuchen MüEif. —
c.

[Bd. 7, S. 48]


Rebspalier um einen Garten herum oder an der untern u. obern Grenze des Weinbergs; Holzzaun, an dem meist Reben ranken Mos von Wittl-Kinh Osann an u. in den Weinbaugeb. von Goar, Neuw, Ahr; les net iwer de R. lese keine Trauben über die Grenze Bernk-Cues. —
d. ein ca. 2 cm breiter Lederstreifen, der beim Aufsohlen zuerst rundum gelegt u. mit der Schuhsohle auf die gezwickte Fläche aufgenäht oder aufgepinnt wird Bitb, Sieg. —
e. langer Heuhaufen; et Heu op R.ə schlohn Dür-Bürvenich, Altk-OIngelb, Neuw-Steimel (Rämmchen kämmen).
f. rmχə Sturmband am Hut; Hundekette Neuw-Bieber. —
g. Faden Heinsb-Erpen. —
h. rā:m Knarren Holz Dür-Stdt; derbes Butterbrot Rheinb-Meckenh, Dür-Stdt; rā:mə Saarbr-Quierschd, Kobl-Weissenthurm, Aden-Galenbg; r:mən NStedem. —
i. in der Wend.: De hät e got Rämmke Humor, von einer Schnapsgassenschenke gesagt Kemp-Süchteln; öm R. bleiwen nicht abschweifen, z. B. in der Rede Trier-Stdt; der Ärwet gäht firänner (voran) vän (von) der R. geht flott vonstatten Koch-Greimersbg.

Ram-heide (s. S.) f.:
1. Besenheide, calluna vulg. uNahe, Simm, Bernk-Neumag. —
2. geflügelter Ginster, genista sagittalis Wend, Ottw, Wittl-Osann, Eif, Neuw-Datzeroth; gel R. Ottw. Ram-holz Siegld, Altk, in der Bergmspr. n.: dickstammiges, zu Grubenbauen verwandtes H. Ram-jungfer -jufər Eup f.: in dem früher ä gen Rame (Trockenrahmen der Tuchindustrie) genannten Gelände hausender Geist, Schreckgespenst. Ram-leder -l·ə.r MGladb n.: L., geeignet zu Zwischensohlleder. Ram-leisten rā:məlīstə Bo-Pützchen Bechlinghv Pl.: die L. zwischen den Fensterscheiben. Ram-mauer rā:mū·ə.r f.: die Ringmauer der Ruine Sieg-Blankenbg; die angrenzenden Gärten der R. nennt man die Ram. Ram-peter -it- Aach-Vaalserquartier m.: verächtl. einer aus dem Gesindel. Ram-säge (s. S.) Siegld, Altk, Neuw, Aden-Borler, Herresb, Daun-Udlar, Schleid-Baasem, Jül, Aach, Erk, Geilk, Heinsb, Grevb, MGladb f.: Spannsäge. Ram-stein -ē- Elbf m.: Einfassstein des Bürgersteigs. Ram-tuch -do·u.k Eup n.: Sackleinen unter dem Wagen, zur Aufnahme einer Tagesration Heu.

Ramen-messer (s. S.) [rā:męts Geilk-Bauchem] Simm, Trier, Bitb, Aden, Bergh, Wippf, SNfrk, Mörs n.: Randmesser des Schusters, zum Ausputzen der Sohlenenden. Ramen-schnitter -īd- Merz m.: dass. Ramen-schuh (s. S.) Simm, Sieg-Fussh m.: Sch., mit breitem Lederstreifen unter der Sohle. Ramen-sohle Heinsb-Oberbr f.: Rame 2 d. Ramen-stück -ø- Mettm-Cronenbg n.: einer der Seitenbalken einer gezimmerten Wand.

Rämchens-kasten rmχəskadə Kreuzn-Bretzenh m.: K., in den die Wabenrämchen eingestellt werden, vor dem Entdeckeln. Rämchens-zange

[Bd. 7, S. 49]


-tsa·ŋ. Koch-Brachtend f.: Z., mit der die W. aus dem Bienenkorbe entnommen werden.

Ramel -ā:-, Pl. -ələ Dür-Winden m.: halbverrückter Mensch.

PfWB ramen schw.:
1. ein Bild, eine Schreibtafel r., mit Rahmen versehen Rip, meist enr., wie dies sonst allg. —
2. übertr.
a. einen r., prügeln; enen us Rock on Kamisol r.; enem den Sack (den Balg, de Botz) r.; den han se geramp; der hät se g. krig Rip in Prüm-Steffeln, Schleid, Ahrw, Eusk, Rheinb, Sieg, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül-Hottorf, Aach-Röhe. —
b. ein Weib r., beschlafen MüEif. —
c. einen r., übervorteilen ebd.; ech bön geramp habe alle Klicker verloren Rheinb-Iversh. —
d. etwas r., gründlich geniessen; he hät de Brode (Braten) geramp ebd. —
e. Kartoffel r., schälen; Gemüse r., putzen Goar-Manub. — Abl.: die Ramerei, dat Geram(p)s.

ab- ramen:
1. Bohnen a., an ihnen die Seitenfasern abziehen Düss. —
2. einen a., verprügeln Verbr. wie r. 2 a. PfWB ElsWB ein -ramen:
1. ein Bild, eine Schreibtafel e., wie nhd. Allg. RA.: Loss dech enr.! zu einem, der sich wichtig tut; met dem kannste dech e. lossen! wenn jmd. mit einem verkehrt, der nicht einwandfrei ist Rip, Allg. Do es en engeramten Verbrecher! sagt der Vorübergehende, wenn ein Müller in seiner Haustüre steht Gummb-Berghsn. ver -ramen: etwas v., verkaufen, veräussern Eusk-Lechenich.

be-rämern -ę·m.- Neuw-Datzeroth schw.: Holz b., beschlagen, kantig zurichten.

Rames I rā:məs (-haus) MüEif Sg. t. n.: scherzh., verächtl. Kontor, Zahlraum, in dem man übervorteilt, geramp 2 c wird.

Rames II rā:məs Ahrw, Eusk, Bo, Sieg (ra·m.əs Siegbg), Köln, Bergh Pl. t.: Prügel, Hiebe; R. krige; er hät R. kreg.

Ge-rämsche, Gerämse Mosfrk in Trier, Wittl, Bernk, Bitb, Prüm, Daun -rm(b)s, –ēă-; Siegld. -rmtsə; Rip in Sieg u. MülhRh (neben -m), Neuw, Eusk, Bo, Malm, Nonsch, Aach, Eup, Jül, SNfrk in MGladb, Kemp, Kref, Klevld in Mörs, Klev, Rees -ręm(p)s; Koch-Leienkaul, Neuw, Rip in Aden, Ahrw, Eusk (u. -ms), Rheinb, Bo (u. -ms), Köln, Dür, Jül, Aach-Eschw, SNfrk in Geilk, Heinsb, Erk, MGladb-Hockst, Neuss, rrhn. (neben -m(p)s) Sieg, MülhRh, Elbf -ręm(p); uWupp -rim(p) [urkdl. vynsteren mit eyme beslossene iseren gereymptze Köln 1352; geremptze 1371; de geremze supra lobium Aach 1346; mit starken yseren Geremptzen sicher machen Mosfrk 1393; der mach geremts vur sine Finsteren setzen Neuss 1509; ist en sie sach, das sie (die Fenstern) genogsam mit iseren gerems bevestiget weren Süchteln 1547; zu bessern das grims vor dem hylgen sacramentsschaffe Trier 1548] Sg. t. (Bed. 1 auch Pl. -ər):
1.
a. Holzeinfassung, Geschränk, etwa Tür-, Fensterger., an Möbeln, am Getreidesieb, an der Ackerwalze, am Erntewagen,

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das Brunnengehäuse; Rahmenwerk, das einem auszuführenden Gegenstand zur Grundlage dient, z. B. das Holzkreuz eines Papierdrachens Allg.; jəręmt die Eckpfosten des Fachwerkhauses Jül. —
b. eisernes Gitterwerk Allg.; Galerie, Geländer, Gitterwerk auf dem Flur des oberen Stockwerkes; auch das eiserne Geländer um die Plattform des Turmes der Nikolaikirche in Siegen Siegld; Flechtwerk am Uferrande Sieg-Rhönd; Scheidenstand zwischen zwei Stück Vieh im Stall SONeuw. —
c. Gestell, verächtl.: Gerippe, Skelett (Knochen-, Dudeg.) Allg. RA.: Dat Mädchen es esu düərn (mager) wie e G.; dat es mär noch e G. Rip. — Die Knochenreste vom gebratenen Geflügel MülhRh. —
2. übertr. verächtl.
a. sachl.
α. altes Gebäude Ahrw-Königsf; altersschwaches Gerät, en alt G. Neuw-Datzeroth, Aden-Herschb, Schleid-Heimb, Aach, Geilk. —
β. wirr durcheinander liegendes Gerümpel Aden-OElz, Eusk-Lechenich, Rheinb-Lüftelbg, Jül-Inden, Aach-Merkst Stdt. —
γ. dürrer Strauch, Baum Schleid-Urft. —
δ. zu kleine Frucht Daun-Wiesbaum, Bo-Breinig. —
ε. kleinbeerige Trauben Sieg-Rhönd. —
b. persönl.
α. Gespenst Rip. —
β. magerer Mensch, bes. Weib, mageres Vieh Allg.

Ge-rämsel -ręm(p)səl MGladb, Kemp, Emmerich Sg. t. n.: verächtl.
1. Gerippe, Skelett. —
2. übertr. magerer Mensch, bes. Weib, mageres Vieh.

rämsen -ę- Eup schw.: in der Verb. ene gerämmsde Papiervoəgel Papierdrache mit Holzgerippe.

Rämster -ę- Sg. t. m.:
1. Empore in der Kirche Ess-Karnap. —
2. verächtl. Gerippe Sol 1870.

Ge-rämster -ręmstər Altk-Bachenbg Herdrf Lenzb, Siegld-Obersd 1840, Gummb-Schwarzenbergisch, nfrk. Wippf, Lennep, Elbf, Sol, MülhRuhr; -i- Sülzt, uWupp; -rimstərs Sol-Burschd [urkdl. ein geremster (Gitter) u. isernen Korff angebracht Köln-Brühl] n.:
1.
a. Gitter Altk-Herdrf, uWupp. —
b. hoch aufgebautes, wenig haltbares, unhandliches Gestell von Latten, Brettern Siegld-Obersd, Gummb, Sülzt. —
c. verächtl. Gerippe, Skelett Altk, Sieg, Gummb, Wippf, Lennep, Elbf, Sol, uWupp, MülhRuhr. —
2. übertr. verächtl.
a. sachl.
α. hoch aufgebaute Frisur der Frauen Siegld-Obersd. —
β. Gerümpel Wippf-Lindlar. —
b. hagerer, knochiger Mensch; en lang (ful) G. Verbr. wie G. 1 c.

 

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