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Ramass bis rambusterig (Bd. 7, Sp. 45 bis 46)
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Artikelverweis  PfWB Ramass zu frz. ramasse ‘gedrängt, untersetzt’, ramas , Pl. -sən Barm m.:
1. verächtl. plumper Kerl. —
2. Rufn. für einen männl. Hund (veralt.)

ramassiert  MGladb-Rheind Part.: ene r.ə Mensch dicker M.
 
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ramaufeln WMosfrk in Trier-Wasserliesch schw.: besonders gute Speisen ohne Zukost essen.
 
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Ramb das Wort ist nach Wk IV 29 neben Kob, Schak heimisch in Saarbr, Ottw, Saarl, Merz (Hochw), Trier (Hochw), u. neben Rabe an der Nahe bis Meis u. in Bernk (Hunsr), u. zwar Ottw, Nahe, Bernk ramp, Pl. ręm m. [Pl. rambə Ottw-Berschw, Birkf-Oberst; Sg. ręm, Pl. -mə f. Wend-Breungenborn Namborn]; die Geb. an der Saar u. im Hochw haben ra·m. [Merz-Honzr -ǫ-; Schweml -ā:-], Pl. -·m.ən f.:
1. Rabenkrähe, corvusc orona, u. jede Raben-, Krähenart. RA.: Wie de Rämm sen se driwer hergefall Birkf. Der singt wie e R. Allg. Härschmadam (stolze M.), träht (trägt) de Ärsch wie e Ramm! Merz-Nunk. Die Rämm solle dich fresse! Verwünschung Birkf. Marksdag soll et Kor (Roggen) sein, dat sich en R. dreanne verstoppen kann Merz-Nunk, — on em hälwem Mädag e Man Schweml. R., R., dei Nescht brennt, die Jonge brenne met! rufen die Kinder dem R. zu Allg., — dei Jonge sen verbrannt, se leie (liegen) henner der Heck, sen zugescheppt met Dreck! Bernk-Sensw. —
2. übertr. Rämm Pl. Neckn. derer von Wend-Oberth Namborn, Birkf-Algenr Herrst Breitenth. — Zs. Rämmsei, –ferer, –nescht (Birkf), rambeschwarz, kulerawerambeschw. (Rammsnös Nasenform Saarbg-Cahren).
 
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PfWB ElsWB Rambass  m.:
1. sachl.
a. Sg. t. rambas schlechter, saurer Wein uNahe, Goar (Rheinorte), Mos, Neuw-Heimb Weis [-bos Trier-Mehring; -bast Saarbg-Ockfen (u. -sər), Zell-Merl; -basdər Zell-Briedel Stdt, Koch-Bremm; -basdərt Koch-Ediger Moselkern, Kobl-Winning]. — Rāmbas scherzh. Schnaps Siegld-Hilchenb Müsen. —
b. rambǫs, Pl. -sə verächtl. Pfannenkuchen mit wenig Fett Neuw-Elgert. —
c. rambas Sg. t. der Rest Birkf-Idar (veralt.). —
d. nen decke rampas, Pl. -sən derbe Schnitte Brot Sol-Burschd. —
e. rambas Sg. t. scherzh. Buckel, in der Wend.: Wat ower den R. gewen; wat ower den R. kriegen; ower den R. daschen (dreschen) Prügel, Hiebe Mörs-Asbg Neuk Rheinbg. —
f. Sg. t. Hiebe; et göt R. Bergh-Bedbg, Duisb; -batsəs Düss-Stdt; -basən Pl. t. Prüm-Ihren. —
2. persönl. verächtl. rambas, Pl. -sə(n).
a. wilder, rauhborstiger Kerl, Junge; wildes ausgelassenes Mädchen Neuw-GrMaischd, Altk-Gebhardshain Willr Hellert, Wittl-Binsf Sehlem, Daun-Strohn, Mettm-Cronenbg; -bast Elbf. —
b. dicker Mensch, bes. dicke Frau mit ungeschliffenem Wesen Neuw-Datzeroth; -basdərt Koch-Urschmitt. —
c. ungeschickter

[Bd. 7, S. 46]


Mensch Altk-Wissen. —
d. en dure R. magerer Mensch Merz-Saarhölzb. —
e. Rind, das sehr gierig frisst ebd.; -basər widerspenstiges Zugtier Saarbg-Greimerath. ram-bassen  Prüm-Ihren, uWupp 1870, Kemp-Stdt Süchteln schw.: hen hät gerambasst gekriəge; einen verrambasə prügeln Kemp-Stdt, MülhRuhr (verambassele).

Rambass-puddel rambaspudəl  u. rǫm- Grevbr-Wevelinghv n.: verächtl. liederliches, verdorbenes Weib.
 
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PfWB ElsWB LothWB Rambo nach frz. faire rampeau ‘durch einen Zug im Spiel dem Gegner gleihkommen’, rambo  WMosfrk in Saarl (rām- Berus), Merz [-ba Bergen], Hochw, Saarbg-Wellen, Trier-Fell Mehring Sg. t.: ein Kegelspieler micht R. er wirft ebensoviel Kegel wie seine Vorgänger, die bis dahin an der Reihe waren; R. scheiwen; es muss dann noch ein Entscheidungswurf folgen.
 
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PfWB ElsWB LothWB Rambur I -būər, –bōr  u. , Pl. -rə(n) m.: Apfelsorte, frz. rambour.
 
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Rambur II  Aach-Stdt m.: Revanche im Kartensp., frz. rembours.
 
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rambusterig  (s. rabusterig) Siegld-NDielfen Obersd Adj.: hitzig.

 

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