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raffeln II bis Ge-räffsel (Bd. 7, Sp. 28 bis 33)
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Artikelverweis raffeln II -af- Rip in MülhRh schw.: im Rätsel vom Flachs, im Ablaut zu riffeln: Wie ech alt wurd on stif, bongen se mir en Band öm de Lif; do wuərd ech gereffelt on geraffelt, gestuffelt on gestaffelt.
 
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PfWB raffen für das Wort sind zwei Geb. zu unterscheiden; das südl. rhfrk. Geb. bis zur Mos weist rafə schw. u. ręfə, Part. gərǫf st. auf, u. zwar so, dass das Geb. der Saar von Saarl an nur das starke Zeitw. r(ər)fə besitzt; Saarbr, Ottw, Nahe u. Hunsr weniger rafə, mehr ręfə, u. zwar südl. einschl. Kreuzn-Kirn Dhaun Brauw Weitersborn, Soonw -af-, n. davon wie im Hunsr -ę-; Meis -af-; Birkf -ę- (Part. gəręft u. älter gərǫf), hier u. da -a-; w. einschl. Wend-OLinxw Urw Baltersw Grügelborn Seitzw Haupersw Oberk Freisen Rohrb Leitzw -ęf-, ö. -af-; Ottw vielfach, Saarbr-Fürstenhsn Krughütte Sulzb Stdt Völkl (u. -ę-), Goar allg., Simm-Corw Gemünden Külz Wahlb -af-; Trier-Hochw u. Mos hat rfən, –ę- [Casel -ā-], wie auch noch Wittl-Gipperath Gladb Neuerbg; Bernk -ęf-, –- [Mülh Wolf -a-]; Zell -ęf-; Koch-Eller Ernst Gevenich Urschmitt -f-, sonst -ā-; n. dieser Mosel-L. gilt für das zweite Geb. nur rāfə(n) [Kobl, SMay -a- wie in Goar u. in Neuw (kurköln. -ā-), Altk, Siegld [-a- noch in Aden-Quiddelb, Ahrw-Westum Heimersh; du rfs Prüm-Ihren; -- noch in Daun-Boxbg Strohn Utzerath]; die Form -āf- erstreckt sich bis zur Benr-L., von wo an rāpə (du raps u. -e-, jərapt) gilt [das nfrk. Berg. hat -af- als Lehnw.; Ruhr, n. Ruhr ist -āp- selten] schw.:
1.
a. etwas r., aufheben, sammeln (also nicht mit verächtl. Nebensinne) (stark von (of-) lesen, ofheven zurückgedrängt), mit best. Obj. in technischer Verwendung, u. zwar Erdäppel r. die bei der Kartoffelernte ausgemachten u. auf der Spreite liegenden Kart. im Gehen oder Knien aufheben u. in den mitgeführten Korb legen u. dabei sortieren Wend-Dörrenb, Eusk, Rheinb, SNfrk; Rewe r. die geschnittenen Reben sammeln u. in Bündeln binden Mos; dürres Holz im Walde sammeln, Holz (Reiser, Sprockeln) r., beien-, zesammenr. Allg.; Ähren in der Nachernte sammeln, was armen Leuten gestattet war, Ohre r. gohn Rhfrk, Mosfrk, LRip, Geilk, Heinsb, Kemp, Klev-Cranenbg (s. lesen, sangeln, sümern); gefallenes oder geschütteltes Obst auflesen Saarbr-Krughütte

[Bd. 7, S. 29]


Sulzb, W- u. NWend, Bitb-Betting (sonst opr. u. lesen); Steine r., auf dem Acker St. sammeln u. wegschaffen LRip; de Kenger r. ger Stensches MGladb; Kohle r. auf der Berghalde nach Kohlen suchen Saargeb.; Perdsküətele (Rossäpfel) r. SNfrk, NLRip; Erbsen r., auslesen, durch Auslesen des Schlechten reinigen Bitb-Rittersd. RA.: De raft de Sten, den anern wirft se der Anstifter sorgt für den Streit, den ein anderer ausführt Bitb, Prüm. Der es ze domm, fir Rebe (Rüben) ze r. (aus dem Boden zu ziehen), wenn mer em et Kraut (Laub) in de Hänn geft Koch. Geəhs de met no jen Schmedd, Perdsköttele rafe? Ich met de Häng (Händen) en du met de Zäng (Zähnen)! Aach, Dür, SNfrk; Äppke, Ape, P. rape, ech usf. MGladb. Kenger, rappt on dappt, dese Noəvend (Abend) geft et Prume (Pflaumen) en de Papp (Brei)! Geilk-Gangelt. — He raf, — es am r. der Fieberkranke sucht, tastet auf der Bettdecke herum Eusk-Zülp. — Alles schnell zesammenr. (te Hop, beienr.) schnell zusammen aufnehmen Allg.; he ho (hatte) sech sen sövve Sackspipe bəegerappt en wor op hem a getavelt Eup; jet zom R. onger de Kenger schmisse etwa Zuckerzeug Rip, Allg.; en den Düstere r. im dunklen herumtasten Geld-Hinsbeck. Den Düwel woll en Wortel (Möhre) schrape, hej wost niet, wu n't (wie er es) Mess soll r. (fassen); hej schaej sich in den Dumm, dat gof en decke Prumm! Emmerich. —
b. verächtl. etwas r., gierig, hastig an sich greifen, seine Habsucht betätigen; r. ou schrabbe; dem seng enzig Vergnöge es et R.; enem jet (für de Nas) fort-, wegr.; die hät en got Hand, für ze r.; derno sihr on höstig r.; der hät jet en sengem Levve zesammegeraf erworben Rip, Allg.; do han ech se ävver en (ihnen) geraf habe im Klickerspiel viel gewonnen Rheinb-Wald; klafe on r. reden u. arbeiten zugleich Bo-Kessenich; de Sens raf ze vell erfasst zu viel Gras wenn sie zu weit nach hinten steht Sieg-ODollend; ene Rafalles gieriger Mensch LRip. —
2. übertr.
a. etwas r.
α. etwas ausernannerr. durch Worte klar machen Goar-Weiler. —
β. se'm emol r.; ich hon's em mol gerafft ihm die Meinung gesagt Saarbr; enem en r. eine Ohrfeige geben Kemp-Kaldenk. —
b. einen r.
α. herabr., lieblos, hart von ihm reden; einen beschimpfen; sich h., sich gegenseitig sch.; dat Mensch hot dech äwwer noch es bei mer erofgeraft; wat de zwei sech noch es erofgeraft hon! Daun, May. —
β. iemes r. betrügen Kemp-Süchteln. —
γ. sech bine (beieinander) r. sich besinnen, sich gewaltsam zusammennehmen; sich eiligst sammeln, um noch mitzukommen Monsch, Selfk; er hat sich geraft von langer Krankheit erholt Ahrw-Kirchsahr, Schleid-Hellenth; Rheinb-Wormersd; sech sesammer. Zell-Raversbeuren; sech beie(n)r. Eup, MülhRh-Overath; sich ze Hof r. Monsch-Witzerath. —
δ. sich zusammenr., sich schön oder sonderbar kleiden Koch-Lutzerath,

[Bd. 7, S. 30]


Malm-Dürler. — Abl.: die Raferei, dat Geraf(s) (Berg Geraffe).

PfWB ab- raffen:
1. etwas a.
a. die Quecken, den Acker a., die Qu. vom A. entfernen Selfk; beigehauenes Getreide zu Garben zusammenraffen Neuw-Datzeroth; einen Knochen a., vom Fleisch reinigen; eine Kartoffel a., nach der Ernte von Wurzeln, Kraut reinigen Malm. —
b. hastig, gierig von etwas wegr.; du bruchs mer net alles afzerafe Rip, Allg. (seltener). RA.: Doə häbb ech et a. modde es schlecht gehabt Kemp. —
2. übertr.
a. ein Mädchen a., derb abknutschen, unsittl. berühren Rheinb-Meckenh MüEif. —
b. einen verprügeln Neuw-Datzeroth, Eusk-Dirmerzh, Monsch-Witzerath. —
c. einem eine freche Antwort geben, ihm im Tone des Vorwurfs widersprechen Bitb, Malm. —
d. einen a., einem gründlich die Meinung sagen Malm, Rip, Kemp. —
e. Part.
α. en afgerafde Krack altes abgetriebenes Pferd Ahrw-Sinzig. —
β. abgeschmackt, absonderl., grässl. Köln-Stdt. —
γ. unartig, unschickl., unhöfl., grob ebd. an -raffen:
1. eine Mauer a., ihr den ersten Verputz geben Klev. —
2. sich a., sich erholen u. an Körpergewicht sowie gutem äussern Aussehen gut zunehmen Bitb-Geichl Mettend. auf -raffen:
1. etwas a.
a. nicht nur die r. 1 a genannten Dinge, sondern jedes Ding, das auf der Erde liegt, aufheben u. bergen; raf dat Geld es op, wat do op de Erd lig! Rip, Allg. [manche MA. kennen auflesen nicht (z. B. Bergh-Hüchelhv, Klev-Asperden), u. verwenden stets opr.; es ist also nicht immer der Begriff ‘vieles hastig vom Boden aufheben’ damit verbunden]. RA.: Et Geld leggt op en Stroət, sät der Peddsküəteleraper, men mott et mar opterape wite Heinsb. Hen hat sich ne Weck opgeraft sagt man von jmd., der sich von einem Falle auf die Erde aufrafft Malm-Bütgenb. Wat ich va Geckighet falle loss, dat rafs du va Lausighet net op du bist dümmer als ich Aach-Stdt. Wat do för met de Häng (Händen) oprafs, dat werfs de mem Hingern (Hintern) widder öm Köln-Stdt. De kritt de Märgel (Klicker) opgerappt dessen Tun wird ein Ziel gesetzt Eup. Er brengk, wat e op- on beirafe kann Rip. Dat as des Oprafes net weərt Eif. De schött der Promme, de rap op im Fingermärchen SNfrk, Verbr. Ich wess jet, dat Schneggel (Schneider) en Gess (Ziege) hät; de G. löf de Berg erop, de Schn. raf de Köttel op Eusk-Eschw. — Mit persönl. Obj. Da häs mech meddsen em Löusch (Lüsch, Schilf) opgeraf mitten in aller Unordnung überrascht Ahrw-Heimersh. Dech han se och hender der Heck opgeraf! du bist dunkler Herkunft Rip, Allg. Du henger der Heck opgeraf Jüddekengk (-kind)! Schimpfw. Dür-Weisw. Wo han se dech dann opgeraf? zu einem, der verloddert aussieht Rip, Allg. Dech r. se net op, on wann de met Gold behange wärsch! Rip, Allg. —
b. et Kled opr. hochziehen, um es nicht zu beschmutzen; sech

[Bd. 7, S. 31]


de Kleər opr. sich unanständig entblössen Heinsb, Rip, Nfrk; ne Steich (Stich, Masche beim Stricken) opr. aufheben Eusk-Dirmerzh, Aach, Koch-Gevenich. —
2. übertr.
a. etwas a., eine (ansteckende) Krankheit, Neuigkeiten, ein neues (meist gemeines) Wort mit nach Hause bringen; wo haschde donn das wedder ofgerafft? dieses Wort, zu einem Kinde Saarbr, Allg.; dat Kand hot Leis (Läuse) erens opgeraft WEif. —
b. einen a., zurechtweisen, strafen; einen betrügen, übers Ohr hauen; loss dech net opr.; mit dem Perd bön ech opgeraf Rheinb, Eusk, Bergh; ech satt dem ers opr.! ihm die Meinung sagen Heinsb. —
c. sich a.
α. ech schlohn dech, dat de dech henne wit oprafs! Rip, — op jensit de Roer o.! Jül-Tetz. —
β. das Kleid bei Schmutz u. Nässe aufschürzen. —
γ. sich besinnen, erheben, mit Willenskraft vorgehen Allg. PfWB aus -raffen: Kohle usr. auslesen, sondern Aach, Eup; Erdäppel (Grombere) a. auslesen, die kleinen herauslesen Mosfrk, Rip; et Oft (Obstschnitzeln) utr. Heinsb; de Mutsch a. bei der Hopfenernte Neuw-Isenbg; den Troug usr. den Trog von Überbleibseln reinigen Bergh-Blatzh.be -raffen:
1. etwas b., frech betasten Allg. RA.: Anem de Buckel b. ihn prügeln, ihm die Wahrheit sagen May-Hatzenport Kollig Trimbs; enem et Fell b. Neuw-Datzeroth. —
2.
a. das Huhn b., betasten, ob es Eier legt Koch. —
b. einen b.
α. prügeln Ahrw, Westerw. —
β. ausschimpfen Goar-Holzf. —
γ. verleumden Koch-Lutzerath. —
δ. bestehlen u. mer han en beraf ihm alle Klicker abgewonnen Ahr. —
c. sich b.
α. sich rings am Körper kratzen Westerw. —
β. sich an etwas b., gütl. tun, reichl. davon nehmen, bes. bei Tische Prüm-Mürlenb, Rheinb-GrBüllesh; sich bereichern uWupp. —
γ. wiederaufleben, genesen uWupp. bei -raffen: etwas b., hinzuraffen, –greifen Köln-Stdt. PfWB ein -raffen: Zwetschen e., in Fässer füllen Zell-Enkirch.nach -raffen:
1. Ähren nor. nachlesen Koch, Düss-Benr, MGladb. —
2. übertr. etwas wiederholen, trotzig antworten Geld-Capellen, Klev-Üdem. um -raffen: Kartoffeln, Erbsen ömr. umlesen, sondern Erk-Elmpt.

Raff -ā- m.:
1. Sg. t.
a. das Raffen, gierige Erwerbsucht; der hät den R. an sech; he hät en goden R. gedohn viel gewonnen Rip. —
b. in der Wend.: Alles em R. dohn in Eile, hastig Wittl-Reil. —
2. ręfχə, Pl. -fχər was man zusammenrafft, z. B. e R. Häj (Heu) Siegld.

raff-achtig rāfətix, –tiχ Eup, Aach, Schleid-Hellenth; -fətī:riχ  Aach Adj.: auf Erwerb ausgehend, habgierig; sparend, zusammenhaltend; geizig. Raff-frucht rāpfr(ə)t Selfk Sg. t. n.: Fallobst; verwahrt et R., et gift got Oft (Schnitzeln). Raff-gasse rāfjas Eusk f.: in der Wend.: De es us der R. er stiehlt gern. Raff-girz Aden-Hümmel m.: verächtl. Habgieriger, Geizhals. Raff-gut (s. S.) n.:
1. rāp- aufgelesenes, bes. Fallobst; minderwertige Dinge aller Art Heinsb,

[Bd. 7, S. 32]


Erk, MGladb-Hockst. —
2. rāf-, rāp-, in dem Spr. Pafgot, R. Pfaffengut ist Raubgut MüEif, uWupp, Köln-Stdt, Dür-Stdt, Aach-Stdt, Geld, Mörs; Pafegot, Rafegot May-Polch, Rheinb-Queckenbg, Sieg. PfWB Raff-holz rafholts Neuw-Dierd; rāphout Eup n.: aufgelesenes Reisigholz; R. mache. S. Reff-. Raff-maul -mu·l. MGladb-Rheind f.:
1. Mund mit nur wenigen schlechten Zähnen. —
2. Schimpfw. Raff-pfaffe rapāf Bergh-Glesch m.: verächtl. ein Nimmersatt, Habgieriger. PfWB Raff-sack m.:
1. raf- verächtl. Habgieriger, Geiziger Altk-Krunkel. —
2. rāfə-, in dem Spr. Pafesak, R.; Deuvel, halt mer den Sack op! früher gegenüber terminierenden Mönchen Ahrw-Sinzig. Raff-schein Koch-Leienkaul m.: Erlaubnisschein zum Holzsammeln. Raff-schnüsse -nis Kobl-Stdt f.: verächtl. zahnloser Mund. Raff-schulden Schleid-Reschd Pl. t.: viele kleine Sch., Placksch. Raff-sichel Aden-Kesseling f.: S., gezähnt, grösser als die gewöhnliche S., zum Schneiden des Getreides. Raff-stein rāftēn Monsch-Conzen; rāp- Heinsb-Rurkempen m.: Fangstein, beim Fangsteinsp. Raff-stück rafdik Goar-Weiler n.: ein Stück Wald, in dem von der Gemeinde Bäume gefällt wurden, deren dünnere Äste, die nicht an den Holzhändler verkauft werden können, liegen bleiben, so, wie sie abgehauen wurden; dieses Holz wird von der Gemeinde für geringes Geld versteigert u. vom Ersteher gesammelt, in Bündel gebunden u. abgefahren. Raff-zahn (s. S.) Ahrw-Walporzh, Köln-Stdt, Dür, Bergh, Jül, Aach, Geilk-Floverich m.:
1. abgebrochene Z., Rest eines Z. Allg. —
2. übertr. verächtl. unverschämter Nimmersatt, Habgieriger ebd.; frecher Mensch Altk-Horhsn; streitsüchtiges Weib Geilk-Floverich, Neuw-Rodenb. Raff-zähner rāftsę·n.ər May-Stdt, Aden-Borler m.: Mensch mit Zahnlücken. Raff-zange rāftsa·ŋ. Dür f.: verächtl. böses Weib.

Raffe f.:
1. raf, Pl. -fə(n)
a. Band, zum Aufschürzen des Frauenkleides Saarbr-Camphsn. —
b. soviel, wie auf einmal in den Schoss gerafft werden kann; en R. Äppel Saarl-Roden. —
c. rāf, Pl. -fə Sitzstange der Hühner Ahrw-Leimersb; rf Dür-Stockh; rāp, Pl. -pə Grevbr-Wickrathbg. —
2. rafə Sg. u. Pl. verächtl. flatterhaftes Mädchen, Weib Siegld.

Ge-räffe Sg. t. n.:
1.
a. jərāfs, –- aufgelesene Ähren Koch. —
b. -- aufgelesenes Reisig Aden-Insul, Malm-Bütgenb; auf dem Felde zusammengeharkte Strohhalme Ahrw-Löhnd. —
2. verächtl.
a. -- sehr kleine Früchte Monsch-Witzerath; -ā- Daun-Wiesbaum; -rf Prüm-Bleialf, Neuw-Engers; -fs Kobl-Bend; -ęfs SNeuw. —
b. -rfs zusammengeraffter Schund Schleid-Hellenth. —
c. -ręfs Gerümpel SNeuw.

Räffelchen ręfəlχə, Pl. -χər Siegld-Hickengrund (Holzhsn NDresselnd) n.: Knüppelschanze, auch Räffelschanze.

[Bd. 7, S. 33]


Ge-räffel Sg. t. n.:
1. -rfəlts kleines Reisig, zum Feueranzünden Eusk-Frauenbg; Holzabfälle Dür-Stdt. —
2. -ręfəl verächtl. Gerümpel Kobl-Stdt.

PfWB Raffer Sg. u. Pl. m.:
1. einer, der rafft, in jeder Bed. —
2. im bes.
a. rēəpər, –-, Pl. -pər Kartoffelaufleser, Kinder oder Mädchen; zu einem Pferd gehören sechs Opschödder, Männer, die die ausgepflügten Kart. auf die Spreite werfen, u. zwölf R., oder auf drei Steckersch, Männer, die die Kart. mit der Gabel ausheben, gehören zwei Räpersch SNfrk. —
b. rfər verächtl. Habgieriger, Schacherer Schleid-Hellenth, Eusk-Lechenich.

Raffersche -, Pl. -ə(n) f.:
1. rpər, –ēə- Mädchen, das die Kartoffeln aufliest SNfrk. —
2. rafər Frau, die mit Hilfe der Sichel hinter dem Mäher die Getreideähren aufhebt u. in geordnetem Bündel niederlegt Goar, uMos.

rafferig -af- Daun-Neroth 1860; -ā- Prüm-Mürlenb 1860 Adj.:
1. habgierig Neroth. —
2. spitzfinderisch Mürlenb.

Raffes rafəs, Pl. -əsə Siegld m.: verächtl. gieriger Mensch, der möglich viel zu erraffen sucht, auch beim Essen.

Raffet rafət Saarl-Roden Sg. t. f.: soviel, wie auf einmal in den Schoss gerafft werden kann; en R. Äppel.

Rafficht rāfĭχt Bitb-Geichl Sg. t. f.: eine bestimmte, dem Tiere angemessene Portion Gras, Heu; en got R.

PfWB raffig Adj.:
1. -ā- habgierig Rip; -a- geizig Mettm-Haan. —
2. -a- flatterhaft, von Mädchen Siegld.

Ge-räffsel -rfsəl Schleid-Ahrhütte Sg. t. n.: die auf dem Felde zusammengeharkten Halme.

 

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