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racheln bis Racht (Bd. 7, Sp. 12 bis 13)
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Artikelverweis racheln -ax- im Ablaut zu röcheln WMosfrk an der mosfrk. Saar, an der Mos bis Koch-Lutzerath Weiler, in Wittl, Bitb, Prüm, Malm-Dürler [-ęχ- Aden-OElz, Malm-Rocherath, Neuw-Marienbg, Grevbr-Nettersh] schw.: röcheln, auch von den Schweinen, wenn sie abgestochen werden u. von dem röchelnden Tone, den die Muttersau von sich gibt, wenn die Ferkel zuerst saugen. — Et rachelt em am (im) Hals (rasselt in der Gurgel), as wann et en ale Man wär. — Abseits raxələ grunzen, vom Schwein Aach-Herzogenr. — Abl.: die Rachel(er)ei, dat Gerachel(s).

ab- racheln: sich a., sich abarbeiten, –rackern Mörs-Asbg Repelen (abseits).be -racheln: sich b.
1. sich zanken Wittl-Binsf. —
2. sich beraten Wittl, Bitb, SPrüm.

Rachel Sg. t. m.: das Röcheln; Dudesr. Todesröcheln.
 
Artikelverweis 
Rachels-birne -āx- f.: dir R.biəren! Spottn. für die von Merz-Hausb.
 
Artikelverweis 
rachemen aus dem Hebräischen raxəmə Aach; tsərraxələ Heinsb-Erpen schw.: stark riechen, stinken.

rachemsen raxəmsə OMosfrk in Koch, Kobl schw.: dass.; et rachemst hei; dat Flasch rachemst.

rachen -āx- = betreffen, angehen s. raken; rächen s. bei Rache.

[Bd. 7, S. 13]



 
Artikelverweis  NRhWB PfWB ElsWB LothWB Rachen das Wort ist mdl. heimisch nur n. der Benr. L.; wenn südl. dieser L. raxə(n) Sg. t. m. vorkommt, so nur in dieser nhd. Form (also kaum -āx-) u. nur vom R. der Tiere u. in der Umgangsspr. entnommenen derben Wend., wie der hät ene R. wie e Peərd; he kann de R. net voll krige; wat der de R. opriss; schmiss dem de dusent Mark och noch en de R.! Rip, Allg.; in dem Geb. n. der Benr.-L. im Berg, an der Ruhr, in Eup rākə(n) [Sol-Ohligs -a-]; SNfrk, Geld, Klev, Rees rāk Sg. t. (Pl. -kə in besonderer Bed. 2 in MGladb) [rākəl Neuss-Stdt]; Mörs rakən Pl. t. m.:
1. wie nhd., der obere Teil der Mundhöhle; dat bliff mech all oəven an der R. honge; deə schott sech jet Schabau (Schnaps) duər de R. — Bes. auch der obere, harte G. des Schweines [rākələ Pl. t. Geilk-Frelenbg]. —
2.
a. Pl. rākən [-a- Viersen] zahnlose, leere Kiefer; der bitt (käut, bäuelt) möt (op) de Raken MGladb, Grevbr, Mörs-Gerdt Repelen; op de Rak bite Geld-Hinsbeck; op de Rache bisse Aach-Strass. —
b. rākən, enen am R. packen beim Schopfe holen Gummb-Lieberhsn.

NRhWB PfWB Rachen-bräune -āxənbrø·ŋ. Sol (rip.) f.: Scharlach. PfWB ElsWB Rachen-butzer raxəbotsər Rhfrk, Mosfrk verbr., Neuw-Datzeroth, Sieg-Seelschd, Ahrw-Bodend m.: verächtl.
1. schlechter, saurer Wein; schlechter oder scharfer Schnaps. —
2. altes, schartiges, im Hefte loses Messer Kobl-Mülhf.

Racht --, –ōĭ- = angeschnittener Brotlaib s. Ranft.

 

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