Wörterbuchnetz
Rheinisches Wörterbuch Bibliographische AngabenLogo dfg
 
Rabus II bis Räch (Bd. 7, Sp. 11)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Rabus II rabū:s  vereinzelt in Kobl-Stdt, Daun-Neroth 1860, Neuw-Datzeroth (-bȳ:s), geschlossener in Waldbr Sg. t. f.: Zorn, Aufregung; en mingem R. Waldbr, Allg.

rabüs rabȳ:s  Monsch-Witzerath Adj.: zornig, grimmig u. dabei roh; he wuər schnell esu r.

rabust = kräftig, gesund s. robust.
 
Artikelverweis 
NRhWB Rabuster das Wort (vgl. afrz. rabâter ‘lärmen’, zu prov. rabasta ‘Streit, Aufruhr’) ist im Siegld u. im Berg in Gummb, Mettm, Sol, Düss, dann im Klevld in Rees, Klev, Mörs-Xanten verbr., u. zwar rabustər  [-stərt Gummb-Berghsn], Pl. -rə [-rtə], Klevld. -stərs m.: verächtl. grober, roher Mensch, Rauhbein Gummb; ein hastiger, sich in der Arbeit überstürzender, unordentlicher Mensch Mettm, Sol, Düss; ein ausgelassenes, zu jeder Unart entschlossenes Mädchen Sol-Leichl, Düss-Volmerswerth, Rees; f. rüstiges, rauhes Weib Siegld-Feuersbg Freudenbg; Kind, das in wildem Spiel alles durcheinanderwühlt Klev, Xanten; abseits rabus  wildes Kind Köln-Weiler.

Rabusterich  Siegld Sg. t. m.: verächtl.
1. rauher, unermüdlich heftig Arbeitender. —
2. wilder Junge.

rabusterig rabusdĭχ u. -sdəriχ Siegld; -stĭχ Sol-AufderHöhe Adj.: roh, wild drauf los arbeitend; jet r. henklatschen unsanft auf den Boden werfen.

rabustig Altk-Bachenbg (abseits) Adj.: grob, roh; su en r.ə Frau, wie giht die möt dem Könd öm!
 
Artikelverweis 
rabützig -bøts-  vereinzelt Eup-Raeren Adj.: mannstoll.
 
Artikelverweis 
rach rax (zu rack I) nur in Wermelsk Adj.: rauh, hart; de Klederstoff es mir te r.

Rach -ā- = Rauch (s. d.); Räch = Abhang s. Rech.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: