Wörterbuchnetz
Rheinisches Wörterbuch Bibliographische AngabenLogo dfg
 
Mang- bis Mangel I (Bd. 5, Sp. 812 bis 813)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Mang- diese Zs. zu mengen gehörig, wie auch mang, manges (s. o), u. zwar: Mang-brot (s. d.) maŋ- Barm, Elbf, Mettm, Gummb (Homburgisch); jəmaŋ- Ahrw-Rolandswerth, Köln-Stdt n.: Br., aus ⅔ Roggen- u. ⅓ Weizenmehl gemischt, graues Br. Mang-futter maŋkfō:dər uWupp 1870 n.: auf dem Felde gezogene Mischelfrucht, Hafer, Saubohnen, Wicken. Mang-gut maŋkjō:t ebd. n.: dass. Mang-haken maŋh:k NBerg m.: H. am langen Stil, mit dem man den Mörtel mischt. Mang-korn mǫŋkərə Kemp, Mörs, Sol n.: Roggen u. Weizen, auf einem Acker gemischt gewachsen, zu grobem Weissbrot verbacken, wenn der W. überwiegt, sonst zu Schwarzbrot. Mang-mus maŋk- (s. S.) n.:
1. untereinander wachsendes Gemüse im Garten, gemischtes G., meist verächtl. wenig appetitliches Durcheinander von Essbarem, Mischmasch, gemischte Ware Gummb-Wiehl (-ŋkt-), Waldbr - Eckenhg (-ŋkt-), Remschd, Barm, Elbf, Mettm, Sol, uWupp, MGladb-Korschenbr, Eusk-Stdt; mǫŋ- Kemp; ma·ŋ.əl- MGladb-Rheind Viersen, Mörs. RA.: Ek kann M. nit liən (leiden) eine gemischte Ehe mit Kindererziehung in einer Konfession Mörs-Orsoy. —
2. übertr. verächtl. gemischte Gesellschaft Elbf, Barm. Mang-saat maŋkz:t Sol 1870 f.: Getreide, meist Gerste u. Hafer, gemischt auf dem Felde stehend. Mang-tuch maŋduk Dinsl; γəmaŋ- Geld-Leuth n.: Halbleinen. Mang-zeug maŋktsyχ uWupp 1870 n.: -futter (s. d.).

Ge-mang-sack Geld-Schravelen m.: ein

[Bd. 5, S. 813]


Sack Mischkorn; de G. noə den Mölle brenge. Ge-mang-weck ebd. m.: W., gebacken von halb Weizen- u. halb Roggenmehl.

mangs Sol 1870 Adj.: gemischt.

mangschen -a- Sol 1870 schw.: mischen. — Abl.: die Mangscherei, dat Gemangsch.

Mangsel -a·ŋ.z- Trier-Braunshsn Sg. t. n.: Weisskohl, mit Kartoffeln gemischt.

Mangel I = Korb, Mande (s. d.).

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: