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Lällen-tent bis ver-lallen (Bd. 5, Sp. 61 bis 62)
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Artikelverweis Lällen-tent lęləntęnt Dinsl-Aldenr m.: Bengel.
 
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PfWB lallen, lällen nur verstreut bezeugt, je nach Geb. mit verschiedener Bed. schw.:
1. lęln ohne Nachdenken, in den Tag hineinsprechen, sinnloses Zeug reden; antragen, hinterbringen Siegld (das geschlossenste Geb. des Wortes). —
2. lęlə im Betteln, Bitten alles verlangen wollen, fast darum weinen, von Kindern Monsch-Ruhrbg Rollesbr Witzerath; s. lalfern. —
3. -al- die ersten Sprechversuche machen, von Kindern, nach dem Nhd. Wend-Marping, Simm-Riegenr, Erk-Elmpt; -ę- Dinsl-Aldenr; -o- Klev, Rees-Elten (s. lullen, lüllen). — Abl.: die Lällerei, dat Geläll(s).

läll-achtig lęlətiχ Monsch-Ruhrbg Adj.: geneigt zum L. 2. Läll-beck lęlbęk das Wort ist lrhn. von einschl. Monsch, Schleid-Marmag, Rheinb-MüEif Meckenh bis Heinsb-Karken, Kemp, Kref, Mörs Allg.; rrhn. von Neuw-Asb, Altk-Weierbusch über Sieg, Wippf, Gummb

[Bd. 5, S. 62]


bis zur Ruhr einschl. [ganz abseits Kobl-Stdt] [lęrbęk uWupp (u. lęl-), Elbf, Remschd, Wermelsk, Sol, Düss-Erkr, Mettm; lęm- u. lęl- MülhRuhr; lęnə- Gummb-Rodt Müllenb; nęl- Altk-Wissen, Sieg-Fussh Mülld, MülhRh-Overath, Dür-Hücheln, Jül-Coslar, Aach-Eschw Merkst Steinfurth Stdt, Geilk-Beggend Prummern, Erk-Örath, Heinsb-Breberen Dremmen Stdt Wassenbg, MGladb-Stdt Geistenbeck Rheind Viersen], Pl. -bękə m.: junger, unerfahrener, schnodderiger Mensch (in den Flegeljahren), der über alles mitsprechen will, Grünschnabel, Laffe, Einfaltspinsel [haltloser, halb-frecher, halb-dummer Mensch MüEif; einer der Maulaffen feilhält, dummer Kerl Schleid-Marmag; äusserst neugieriger Mensch Monsch-Kalterherbg; ein Kind, das gerne lällt 2 Monsch-Witzerath]; son grönen L.; enen L. van em Jong Allg.; en Lärbecksjong, –schnute NBerg; haul (halte) dinne L.! deinen Mund MülhRuhr. Läll-heinrich -henəriχ Siegld-Obersd m.: einer, der in den Tag hineinredet. Läll-maul Siegld, Neuw-Rodenb n.: sinnloser Schwätzer, Angeber. Läll-wasser Siegld-Creuzth n.: scherzh. Schnaps.

Lälle f.:
1. lęl, Pl. -ln Schwätzerin Siegld. —
2. lę·l., Pl. -·l.ə weinerliches Weib; Kind, das gerne lällt 2 Monsch-Witzerath.

Lällerich Siegld-Obersd Sg. t. m.: einer, der in den Tag hineinredet.

Lälles lęləs, Pl. -əsə Monsch-Rollesbr Witzerath, Siegld m.:
1. Schwätzer, Ansplauderer. —
2. ein Kind, das gerne lällt 2, verwöhntes K.; ein Mensch, der fortwährend jammert u. klagt.
 
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ver-lallen fərlalt Birkf-Hussw Part.: der Acker ist v. voll Unkraut.

 

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