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gronscheln bis Groppenkuchen (Bd. 2, Sp. 1422 bis 1423)
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Artikelverweis gronscheln -- schw.: in etwas kramen, in Schubladen herumsuchen; noch spät arbeiten Kobl-Winning; langsam, vorsichtig gehen Heinsb-Saeffelen. — Abl.: die Gronschel(er)ei, dat Gegronschel(s), der Gronscheler.

gronschen -ǫ- = weinen s. grunschen; Gronsel = Kaffeesatz s. Grunsel II; Gronz(el) -ōə- = Gründling s. Grundel II; gronzen -:- = ranzig schmecken s. bei grau; grönzen = leise brummen s. grunzen.
 
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Grope -bə Siegen f.: Name des früheren Hauptbrunnens auf dem Marktplatz, Gr.platz.

Gropen -:- = Haken s. Krapen; Gropp I = Griff, Handvoll s. grippen; Gropp II s. Groppen.
 
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Groppen grǫbə Sg. u. Pl., Demin. -ębχə Merz-Nunk, Kreuzn, Simm, Bernk-Rhaunen, Goar, Kobl, Westerw, Siegld [-a- Siegld-Imgarteichen]; -ǫwə Koch, May, Kobl-Winning, Goar-Morshsn; -- Koch-Treis, May-Hatzenport Löf Mertloch; -b- Sg. u. Pl. Bitb-Ehlenz; -ǫp, Pl. -pə, gern Demin. -pχə Berg im Sülzt, oAgger, Wippf, MülhRh, Sol, Lennep [-ǫp u. -ǫf Gummb-Berghsn]; abseits -ǫbə Sg. u. Pl. in Bed. 1 e Prüm-Burb m.:
1.
a. gusseiserner Kochkessel mit halbkugeligem Boden, zwei Ohren u. langem Bügelhenkel; bes. der Kochkessel mit drei Füssen, den man früher am Hahl über das offene Herdfeuer hing Allg. [im Berg Kessel emaillierter Topf, Döppen grosser Kochtopf, Pott allg. Topf] RA.: Voll wie en Gr. bezecht Goar, Kobl. Et eas en Neəwel so dick, mer kennt e Gr. drean ofhänken Merz-Nunk. Was haben wir gekocht? Antw.: E Gräppche gequallte Deiwele May-Polch; der klene Gr. em grusse Koch-Greimersbg. — Rätsel. Ene kromme Vader, en holl Moder on drei

[Bd. 2, S. 1423]


schnacke (grade) Döchter Berg. — Heiraten zwei, so muss der Pate dem jungen Manne, die Patin der jungen Frau en Gr. gen ein Brautgeschenk, d. h. Geld, Leinen, manchmal aber auch einen eisernen Kochtopf; auch wo dieser nun fehlt, heisst dies Brautgeschenk en Gr. Goar-Morshsn. —
b. grosser Kessel, eingemauert, für die Herrichtung der Viehsaufe oder zum Wäschekochen (von 1 a Gröppchen oft als Gropp, Brei-, Musgropp unterschieden) Allg. —
c. Topf für den Nachenteer Koch. —
d. Kohlenbecken, Koəhlgr. Siegld. —
e. steinerner Topf Prüm-Burb, Bitb-Ehlenz; et gäht em un't (an das) Gräppchen er hat alle Klicker verloren Merz-Bachem. —
2. übertr.
a. sachl. Schelle beim Weidevieh NWSiegld. —
b. persönl.
α. dickes Weib Kobl-Kapellen Stolzenfels. —
β. ale Groppen Schindmähre Wittl-Dörb, Bernk-Dhron.

Groppen-fuss Goar-Weiler m.:
1. Fuss des Kochtopfes. —
2. übertr. bedauernswerter Mensch. Groppen-kuchen Goar m.: dicker, im Groppen gebackener Kartoffelreibekuchen.

 

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