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be-lämmern bis Lämp (Bd. 5, Sp. 71 bis 72)
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Artikelverweis  PfWB be-lämmern -ę- schw.:
1. einen b.
a. einen (sich) b., beschmutzen Siegld. —
b. überlisten, übers Ohr hauen, durch Täuschung übervorteilen; mit de Jure (Juden) hon ich emol Hännel gemach, do sein ich genug belämmert wor Hunsr, Allg.; lot dech net b.; he es domet belämmert SNfrk [-lęməlt Selfk], Allg.; bes. in den Wend.: jetzt beste ävver belämmert hereingefallen; b. dostohn ratlos; en b. Gesech mache in Verlegenheit sein;

[Bd. 5, S. 72]


dat es b. peinlich Rip, Allg. —
2. belämmert
a. betrunken Saarbr-Sulzb, Koch-Treis Lutzerath. —
b. got b. hochschwanger Koch-Lutzerath.

Lämmes = Schaf s. bei Lamm.
 
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lämmes -ę- Saarbg-Beulich Greimerath, Wittl-Monzel, Bernk-Dusemond, Goar-Weiler, Kobl-Bend Adj. präd.: matt, müde, marode; e es l.

Lämmet = Docht, schlapper Kerl s. Lemmet; lämmisch = limburgisch (s. d.); Lamor = Waschkrug s. Lavor.
 
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Lamör lamēr  Koch, Kobl Sg. t. n.: Unglück, frz. malheur.

Lamp I = Lamen (s. d.); Lamp II = Lampe (s. d.).
 
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Lamp III lamp, Pl. -bə(n) Merz-Saarhölzb, Altk-Weitef m.: Bauchlappen, –fleisch am geschlachteten Schwein, meist Bauchl. — S. die weiter verbr. Fortbildungen bei Lämpel, lämpeln, Lämpes.

lampig -amp- Sieg-Ittenb Adj.:
1. weich, schlaff, vom Fleisch. —
2. übertr. faul, träge.

Lämp γə- = Glimpf s. Glimp.