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bis wabbeln (Bd. 9, Sp. 157)
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Artikelverweis  PfWB w wē: f., n.: das Buchstabenzeichen. — In Schnellsprechübungen: Vi Westerwälder Wiwer (Wäschw.) wellen weke (witte) Wingeln wäschen, wenn vi bloss wösten, wo warm Water wör Gummb, Allg.; mit Var.: Wir Wellesweiler (Saarbr) Waschweiber; w. Wallerfanger (Saarl) W.; w. Wehlener (Bernk) W.; w. Wittlicher W. (Wischwaschw.); wej Wettese (Geld-Wetten) Wassw.; wej Wesselse (Klev-Wissel) W.; wej Weseler W. Wir Waderer, Wederer, Wadriller (Merz) Weiber, wir wolle Wendeln wäschen, wenn wir wisste, wo warmet Wasser wör. In de Winninger (Kobl-Winning) Wingerte leien (liegen) drei blanke Beile. We wett, wu Weəver Wölm wuənt? Weəver Wölm w. wit (weg). We wett, wat Weəver W. weəft? Weəver W. w. wette Woll SNfrk.

wa I wa = Ausr. des Erstaunens s. was; wa II = wann, wenn (s. d.).
 
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wa III, wäe wa MGladb; w ebd. u. Eusk-Lechenich, Köln-Rodenk Niehl, Aach-Bergr, also NLRip Interj.: hä, beim Rübenschaben; wä, kis (Kisch) R.!

Wa I wā: = Fischzugnetz s. Wade III; Wa II wā: = Wade IV (s. d.); w = Wagen (s. d.); Waage s. Wage.
 
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Wäbb(el) in der Aachener Gegend, u. zwar węp, –ø- Eup-Walhorn; wębəl Aach-Würselen Sg. t. m.: in der Lochseite gegenüberliegende Seite des Spielknöchels.

Wabbel s. folg.
 
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PfWB wabbeln das Wort, zu vergleichen mit wibbeln, wubbeln u. ndl. wappern, ofries. wappen, mhd. Lexer wabern, wabeln etwa entsprechend (vgl. auch quabbeln, schwabbeln), ist in drei Geb. heimisch, u. zwar
α. Rhfrk. wawele Birkf-Stdt. Wend, Saarbr, Ottw, anschliessend in Saarl-Betting Hüttersd u. vereinz. Saarbg-Schoden, Bernk-Rapperath [-ab- Kreuzn-Kirn, Ottw-Schiffw, Saarbr-Quierschd];
β. -ab- vereinz. Mosfrk in Bitb-Mettend Wiersd (-āb-), May-Wassenach Brohl;
γ. geschlossen -ab- Siegld, Altk (Sieg), OBerg, RRip, LRip in Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür, anschliessend in Grevbr, Neuss, Kref, Kemp, Heinsb-Harzelt, Geld, Mörs, Klev-Kalkar, Rees-Brunen, Ruhr, Mettm, Düss, Sol, wobei Geb. α sich in der Bed. von den übrigen scheidet schw.:
1.
a. in zitternder, schlotternder Bewegung sein, von Weichem, z. B. Fett am Körper, von dicker od. gallertartiger Flüssigkeit; de es su deckt, dat alles an em wabbelt; die Frauenbrust wabbelt hin u. her, wenn die Frau läuft; Fröscheier w., wemmer se en de Hangk nit (nimmt); dat Ferke wabbelt va

[Bd. 9, S. 158]


Speck; do küt he gewabbelt der Fettleibige Rip, Verbr. in Geb. β u. γ (-abwatscheln Ottw-Schiffw). —
b. sich durcheinanderbewegen; do wawwalt's wimmelt es, gern do wiwwelt's un wawwelt's von lauter Ämetze (Ameisen), — von Kinner, — im Ämetzehaufe Verbr. Geb. α; 's wawwelt un zawwelt im Ä. Wend-NEisenbWiwwele, wiwwele, wawwel, et setzt e Vigelchen op dem Dach; et hät sich erhänkt, schissel de wänk, aus, Maus, mein Peif es bal aus! Bastlösespr. Saarbg-Wilting, Bitb-Dudeld. —
2. prahlen Saarbg-Schoden; de Wawweler. — Abl.: die Wabbel(er)ei, dat Gewabbel(s).