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bis Valant (Bd. 9, Sp. 89)
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Artikelverweis  PfWB v fǫ·u., im SNfrk v- n., f.: das Buchstabenzeichen. RA.: He kann mer doch ka F fer en V vermachen Kobl-Vallendar.

Va fā: s. Vater.
 
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Vaals vǫlts: Dorf im Limburgischen. RA.: Tösche (zwischen) V. en Allerhellige eine unbestimmte Zeitangabe Aach-Stdt.
 
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PfWB Vagabund das Wort ist allg. als faga-, fagə-, faγəbunt, –bont [-bǫunt Eup; -bōnt Mörs] [vagə-, waga- SNfrk; faγa-, faγa- u. faxa-, –xə- Rhfrk; faxə- Siegld; fāgə-, fāγə- Koch-Kaisersesch, Düss-Stdt; fāgəm- Kref-Stdt; fakə- Bitb-Mettend]  Pl. -də(n) [urkdl. für geistliche und weltliche Vagabunden Ahrw 1681] m.: verächtl.
1.
a. Landstreicher, Bettler Allg. —
b. Strassenlungerer, Nachtschwärmer, Lärmer Bitb. —
2.
a. hinterhältiger Mensch Simm. —
b. scherzh. Schlaumeier Düss-Stdt.

vagabundieren vaga-, wagabondē:rə SNfrk schw.: wie nhd.; he geht v.

vagieren das Wort, zu frz. vaguer, ist als faγē:rə  Rhfrk in Kreuzn, Birkf, Simm, Goar, im Westerw u. Köln-Stdt verbr. [varəjī:rə Aach-Stdt] schw.: sich herumtreiben; beim lebhaften Sprechen mit den Händen hin- und herfahren, gestikulieren; met de Hänn (erim)f. — Abl.: die Fageererei, dat Gefageer.

Vajol s. Viole.
 
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PfWB vakant fakant  Aach-Stdt Adj. praed.: frei, schulfrei.

PfWB ElsWB Vakanze, zu frz. vacance, ndl. vacantie, fəkants MüEif; fa- Köln-Stdt, Monsch, Jül, Aach (-kaŋks Eschw), Kemp, Kref; fi- Klev-Kessel; fakansi Klevld , Pl. -ə(n); [urkdl. vacantzen Aach 1429; vacancie 1491] f.:
1. Schulferien; mer han V.; de V. ömkrige; de Lehrer es en de V.
2. kants freie Zeit für etwas; mer han jo noch K. Dür.
 
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Vakerationen vakəratsĭū:nə  (s. vagieren) Aach-Bardenbg Pl. t.: V. mache Gesten machen.
 
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Valant, zu mhd. Lexer vâlant »Teufel«, flant Siegld Sg. t. m.:
1. Teufel. —
2. böser Mensch.