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bis Saarkirschen (Bd. 7, Sp. 655 bis 656)
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Artikelverweis  PfWB s f., n. (als Buchstabe m., als Laut n. Bitb):
1. der Buchstabe s. — Schnellsprechübung: Sander Sanders (Sacks) sinne süte Sohn (sin söwe Söhn) sop (sope ‘soffen’) Soderdags s'owes söwe süte Schnäpskes Klev. — Rätsel: De Kaiser, König hät et niet, äwer de Soldat; in't Gemüs, do fend me et niet, äwer in de Schlat (Salat); den Esel hät et achter; wat ös dat? S. Mörs. — RA.: Du setz do (so krumm) wie en lateinisch S Kobl. —
2. de S f.
a. Runkelrübenstösser Saarl, Aach, Geilk-Üb. —
b. dat grusse S Syphilis Bo-Stdt. —
c. S. S. Dampfschiff, engl. steam ship Rheinschiff. —
d. S-Halm Scherenart mit s-förmig gebogenem Halm Sol. —
e. S-zeilen s. S. Ziegel Saarbg-Winchering.
 
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PfWB ElsWB Saal das Wort ist allg. nach dem Nhd. als sāl, zāl, Pl. --, im Geb. der Schärfung -:- m. [im Rhfrk auch getrübt > --; WSaarbg -a-, Pl. zę·l.; Eup zalə, Pl. z·l.; Monsch vielfach zāl, Dat. za·l., Pl. -ę-, Demin. zę·l.χə; Sieg-Ägid Dat. auch za·l.; zāl u. tsāl, Pl. zlər n. (u. m.); Siegld (s-), Sieg-Leuschd, Elbf, n. einschl. Ruhr; Pl. zlts Geld, Mörs, Klev]:
1. nach dem Nhd., Danz-, Schull-, Turns. RA.: Röig (ruhig) em S., os Pitter kreit Hör (Hörner)! Aden-Kaltenborn. —
2.
a. grosse Stube Saarbr-Sulzb. Besonders grosses Zimmer neben guter Stube für Kirmesfeier, Hochzeit usw. Bitb. —
b. Das gute Zimmer in grösseren Bauernhöfen, wenn es auch nicht gross ist Rheinb-N u. Odrees Essig, Bergh-Hüchelhv, früher in den Häusern der Reichen Siegld.

Saal-kammer -kōmər Bitb-Mettend f.: grosse Stube.
 
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PfWB Saar Rhfrk sār [Wend vielfach sēr]; Mosfrk zər; sonst -ā- Sg. t. f.:
1. der Nebenfluss der Mosel; de S. aus aufwärts. RA.: Jo, Anno elf, wie de S. gebrennt hat das ist schon lange her Saarbr. Wäschde (weisst du) net meih, wei Pälen (Paulen) Hans de S. ugestoch hot? zum Aufschneider Merz-Saarhölzb. Dat es Wasser en de S. gedrohn (geschmiss) überflüssige Arbeit Saar. Zehje (ziehen) de Wolke no de S., dann were mir et gewahr gibt es Regen Bernk-Stipshsn. Kommen de W. vom Rhein, so bleiwen se, wo se sein; k. se iwer de S., so gehn se den annern Dag zereck on rene (regnen) we en Nor Trier-Thomm. Kemmt de Ren vun der S., rent et wie en Nor, k. en äwer vum Rhein, lässt et gor net mih sein Bernk-Schönbg. —
2. en S. machen gehörig Urin lassen Merz-Saarhölzb.

[Bd. 7, S. 656]


PfWB Saar-brücken -brigə(n) die Stadt S. Perer vun S. harr e Sack vull Micke, schläht se wierer e Poschte; P. kracht, Perer lacht, P. fillt in Ohnmacht Rhfrk, WMosfrk. Huppe, H., Weire (Weiden), de Jure wille reire (reiten), fahre iwer S., verbreche Hals un Genicke usf. Bastlösespr. Simm-Kirchbg. — S. retur scherzh. Stehumlegekragen Ottw-Aschb. PfWB Saar-gänger Saargeb. m.: Arbeiter oder Angestellter, der ausserhalb des Saargeb. wohnt, aber dort seine Arbeitsstelle hat u. täglich fährt. Saar-gau särkŏf Merz-Wadern, Hochw. m.: Gegend westl. der Saar b. Merzig u. Saarbg-Freudenbg. S. Gau. Saar-gebiet wie nhd. n.: seit 1920 RA.: Der trit det S. an Frankreich ab von einem, der grosse Füsse hat Birkf-Oberst. Saar-gemünd -gəmin: lothringische Stadt. RA.: Wo gehschte hin? scherzh. Antw.: No S. Saarbr-Heusw. Saar-halfen (s. S.) m.: der Bauer von der Saar, der die Pferde an den S.schiffen trieb (veraltet). Saar-kirschen Trier-Beschd Pl.: K.sorte.