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bis Ba (Bd. 1, Sp. 343 bis 344)
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Artikelverweis B:
1. als Buchstabennamen bē: und bē·i. [Aach bī·ə.] f. (n.). Wammer A gesat hät, moss mer och B sage Rip, Allg. A, B en net miəh abermal nicht mehr Aach. Wenn in dem Blättchen der Hafer der Buchst. B zu sehn ist, gibt es Krieg Bergh. —
2. in Buchstabierreimen. S. u. AB, ABC. Dazu: A, B, C, dat Kätzche lef em Schni; wor wis, gengk et op et Is; wor glatt, gengk et op et Rad; wor rongk, fel et en der Grongk; wor def, schref et enen Bref; wor kuərt, gengk et an de Fuərt Sülzt. —
3. bei Schnellsprechübungen bei b anlautenden Worten. Et git ke brede Blatt as e bret Bromeleblatt LRip. Et flüst e bleje (bleien) Bejel de Bach eraf Aach-Walh. Britzen Berend brengt Birkenbesemen Trier-Gilzem u. a. Var. —
4. in Reimspielereien beginnt das zweite Wort gern mit B. Endel, Bendel, Zickelzal, Röllche, Böllche, Knöllche, Knall Hunsr. Heinrich, Beinrich, Butterkiwel ebd. Janes, Berbaneres, Berbotzenben, koch sur, koch söss, koch van allerlei Gemöss Malm-Weywertz. Auf dem bie-ba-bobschen Berge wohnen bie-ba-bobsche Leute usf. Bernk-Wehlen u. a. Var.
 
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ba I:
1. leichteste Lautgruppe der Kinderspr. —
2. die geringste Anforderung an das Sprachvermögen Erwachsener. He wor su verbiestert, he konnt net mih ba son Rip, Allg. Dafür auch bab, pap
 
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ba II bha mit starker Explosion ausgesprochen, um Kinder zu erschrecken; auch bø, b.
 
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ba III ba Allg. [Geld auch bęi] Interj.:
1. der Geringschätzung. —
2. des Selbstbewusstseins. Ba, dat söll mer och jet mache; dat halen ech och noch us! Rip, Allg. —
3. der ärgerlichen Abweisung, meist a ba. Auch bö, bu; ha, hö. Ba-maul baəmwl. Eup f.: Grossmaul, Schwätzer.
 
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ba IV, I ba; bę; bā; b; baba, babā  Allg.; bāi Trier, Bitb; bāŭ Trier-Mettnich:
1. Interj. des Ekels, doch schwächer als ‘pfui’; Kindern gegenüber oft verdoppelt (baba). RA.: Zoez (zuerst) ha un zoletz ba Köln. Selver ha on et Hus ba schöne Kleider, aber Schmutz

[Bd. 1, S. 344]


im Hause Bo. Ba fou, dat mag ech noch net ens en de Klompe han, geschwige dann em Lif! MGladb-Rheind. — Auch bei sittlichem Abscheu. Ba, wat en fiese Kerl Rip, Allg. —
2. präd. in der Kinderspr. = schmutzig. Du bös äver ba. Dat ös ba also nicht anfassen Rip, Allg. —
3. attrib. zu Subst. Du bös en ba-Jong, en ba-Kend schmutzig, auch unartig. En ba-Ditzche noch nicht stubenrein. Dat sen ba-Sache schmutzig, nicht zu loben. —
4. subst. Ba mache cacare, in der Kinderspr. En den Ba tredde Allg. — Übertr. De Jong hat Ba gemacht sich mit einer schmutzigen Tat besudelt Bitb. —
5. nur in der Form Ausdruck des Erstaunens über etwas Ungünstiges, das man erzählen hört. — Formelh. Ausdruck der Bewunderung: Ba Käinder! Ba Knälles! Ba Tit (Zait)! Eup; der Schadenfreude: Bä' kisch-kisch Kref, — kiss-kiss MGladb, Rees. — Weiterbildungen sind: bāk, bākəs, bāks. bāt, basəs (s. d. W.).
 
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NRhWB II b:
1. lautmalend für das ungezogene Weinen der Kinder. —
2. Nachahmung des Blökens der Schafe. Et Bäbäschöfche.
3. Ausdruck der neckenden Schadenfreude. NRhWB Bä-lamm n.:
1. Schaf, in der Kinderspr. Allg. —
2. übertr.
a. Bälämmes-che Weidenkätzchen Daun, Prüm; Tannenzapfen Wittl-Binsf, Wittg-Feuding, Gummb-Berghsn. —
b. -lamm dummes, einfältiges, unbeholfenes Mädchen Sieg-Ägid; -lämməs dummer, tölpelhafter Kerl Trier, Eif. bäen Saarb, Trier, Bitb schw.:
1. blöken, von Schafen, Kälbern. —
2. pfeifen auf einem Stück Papier Simm-Rheinböll.
 
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bə Bitb-Herforst f.: verächtl. Mund.

Ba s. Babbe.