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aberig II bis Äbes (Bd. 1, Sp. 26 bis 27)
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Artikelverweis aberig II ābərəχ Erk-Rath, Heinsb-Lümb Adj.: unentschieden, bald dies, bald jenes wollend; wählerisch, lecker. Si es a. wie en Get (Ziege) einer Sache überdrüssig.

Aberigkeit f.: Unlust.

äberisch s. abere.
 
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NRhWB PfWB PfWB äbern ębərn, –- Wend, Saarbr, Ottw, Saarl, Trier-Ld, Bernk; ęwərə Wend-Leitzw, Trier-Conz, Bernk-Berglicht; »öibərn« Siegld-Afholderb; pərn uWupp schw.:
1. sich ä., trotzig antworten, sich widersetzen, wehren. —
2. sich ä. über etwas, sich aufregen, ärgern. —
3. sich anstrengen, schnell machen, sich tummeln, auch bei Arbeiten. —
4. et äbert sich es rächt sich, macht sich geltend Bernk. —
5. bösartig werden, sich weiter entzünden, von Geschwüren Trier-Mehring. be -äbern: sich b., beeifern Saarbr. NRhWB PfWB ver -äbern : sich v., sich übereifern, ereifern in der Rede Saarbr, Ottw.

Äbert ęwərt Bernk-Berglicht m.: der trotzig widerspricht, Quertreiber, Störenfried.

aberst s. aber.
 
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Aberwitz awərwits Simm-Castellaun m.: schnippisches Mädchen. — Die nhd. Bedeutung fehlt. — En awərwitzisches Mensch ein trotziges, in seinem Eigensinn beharrendes Weib Kreuzn-Boos.

[Bd. 1, S. 27]



 
Artikelverweis Abes :bəs, :bəsχen Trier m.: die Klicker, die der Gewinner dem völlig Verlierenden zum Weiterspiel überlässt (auf 5 verlorene 1 Mirbel zurück) = Abdankes.

Äbes s. Eidechse;