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abe bis abelig (Bd. 1, Sp. 16 bis 17)
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Artikelverweis  PfWB PfWB ElsWB abe awə Wend, Birkf, Meisenh, OOttw (hier nur von alten Leuten), also nur Rhfrk Adv.: ab-hin, herab, hinab. Wohin gehschde? Onne(n)awe. Geht einer landabwärts, die Nahe abwärts dem Rheine zu, so es er onnenawe; geht er die Nahe aufwärts, so es er uwen ausse (-gang, gefahr). Wohin gehst du? Lo (lord) awe dort hinab. — De Drebb (de Berg, de Gass) awe hinab. Er es de Drebb awe gefall. — de Gass awe gelauf, — awe geretscht. Schmeiss mer't awe. Mach dich awe. — Er es die Bach awe er hat sein Vermögen verloren. Et es alles die B. awe dass. Et geht hennen awe zu Ende. Et geht met mer hennen awe.
 
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Abe abē:  m. u. n.: Abort. Zur Vermeidung des gewöhnl. ‘Abtritt’, der derberen Scheissəs, Kackəs. Das n. nach dem Geschlechte der übrigen Syn. gewählt. Du mäks e Geseit wie en Abebrettche Kref, Kemp Kiser Abes Neckruf für Bernk-Cues.

[Bd. 1, S. 17]



 
Artikelverweis Abeiches abaiχəs  Saarbr n.: Versteckspiel. — Nach dem Herbeiruf für den Sucher abei! herbei.

Abeissel bsəl s. Ameise.
 
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Abel I ā:bəl, ā:wəl: der biblische Name, nicht mehr als Vorn. gebräuchlich, nur in Scherzsprüchen. Kain schlug seinen Bruder A. mit dem Zachabel vor den Buchnabel Sieg-Aegid, — op de Schnabel ganz miserabel Klev, — met de Mesgawel Mörs-Xanten. Adam sin Sühnche Awel hat den irsten Nawel MülhRuhr. Im berg. Volksrätsel: Wer ist der erste Mensch gewesen? A. (Als Kain seinen Bruder erschlagen hatte, war er gewesen ).
 
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Abel II: Reimwort in den Auszählversen: Awel, Dawel, Domini, Wecke, Brud, Sunoni; Äwer, Stäwer, Mous, dud aus Coch-Laub. Ihmchen, Dihmchen. Zuckerdemi; Abel, Dabel, Domini; Hexenrat, Sonderbrat, Christo! Eif. Abel di babel, die Wurst hat zwei Schnabel, zw. Schn. hat die Wurst. de Bauer hat Durst usf. (Kettenreim) Düss.
 
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abel I avəl Heinsb-Tüddern: Auf die Frage: Was ist das? Antw.: Gen avel. — Neuerdings abgeleugnet.
 
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NRhWB PfWB ElsWB abel II ā- Duisb Adj.: albern.

Abel abəl m.:
1. = Abch Siegld. —
2. en krummen A. Mensch mit krummen Beinen Ess. —
3. Abels Flämming grosser Mensch Klev.

Abelei Duisb, Mörs f.: Albernheit, Dummheit.

NRhWB abelig ābələχ Ruhr allg.; lrhein seltener: Kemp, MGladb-Viersen Rheydt, Grevbr-Otzenr, Bergh-Kirchhert; häufiger in Moers-Neuk Friemersh; abərəχ Heinsb-Lümb; āmələχ MGladb-Rheydt; awərəχ Klev-Goch Adj.: albern, laff, geflappt, tölpelhaft, ungeschickt. En abeleger Hond kindischer Mensch; ene abelegen Doll. Stell dech net so a.