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Abangkaule bis Abcbuch (Bd. 1, Sp. 14 bis 16)
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Artikelverweis Abangkaule: im Ballspiel der Knaben ein Spruch: Abangkul, Schmul, Konterbank, en wat för Hank (Hand)? Elbf.

Abarasch s. Ambarasch.
 
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NRhWB Abbe
1. abə NWSiegld; aba NOSiegld m.: Grossvater. —
2. âwə NWSiegld; ābə NOSiegld f. — Grossmutter. — S. Alt-babbe.
 
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Abbel abələ, abəlχər (meist Pl. u. Demin.). Westerw, mSieg f.: Kartoffel, in der Kinderspr. — Vgl. Babbeln. Bubben in derselben Bed.
 
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abberlabab abə(r)labap  Saar. Hunsr

[Bd. 1, S. 15]


Interj.: = aba, ich will nichts davon wissen. — Auch babərlapap, papərlapap Rip.
 
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NRhWB äbben ębən Westerw, Kobl, Mayf, Ahrmündg, mSieg; ępən Sieg, MülhRh, Wippf, Sol, Lennep-Remschd, Elbf, Ess; pən Schleid-Hellenth schw.:
1. anfangen zu eitern, von entzündeten Wunden, Geschwüren; entzündlich werden. —
2. et äbbt regnet viel Sieg-Fussh.

äbbig Westerw, mSieg, MülhRh, MülhRuhr Adj.:
1. entzündet; eiternd um sich greifend. — Ein Mensch, bei dem jede kleine Entzündung oder Verletzung ins Eitern kommt, sticht en er äbschen Haut Neuw-Datzeroth. —
2. von der feucht-kalten Luft in ungelüftetem Zimmer Neuw-Hüllenbg.
 
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NRhWB Abbes abəs Kobl-Weissenth m.: Idiot. Vgl. Abu.
 
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PfWB ElsWB LothWB A B C ā:bē:tsē: bei deutlicher Aussprache; sonst ăbətsē:; daneben in Aach und Mosfrk ăbətsī: n. [m. Merz-Saarhölzb]: die ersten Buchstaben des Alphabets, die in den alten Volksschulen zuerst auswendig gelernt wurden. Deshalb die RA.: Der naseweise Junge soll der erscht sein ABC lehren, ihr er ebbes metschwetze well. Er kann noch seinen ABC net on welt schun et gruss Woərt fihren Saar. Ein Dummer as esu dumm, en hot an der Schul et ABC bal net gelihrt Bitb. Da das ABC die Grundlage der Buchstabenreihe ist, erklärt sich die RA.: Dat as et ABC von der Sach, derohnt geht et net Grundlage einer Sache Bitb. Dat geht en meng ABC net heren das verstehe ich nicht Sieg. Deng ABC verstohn ech net du hast da etwas anders gelernt wie ich Sieg. Du verstehst suviel dervan wie us Koh vam ABC Sieg. Rätsel: Wo geht alles heren? En et ABC MGladb. Im Kinderspruch: ABC. dat Kätzche lef em Schnii, dat Höngkche lef em no, sag Kätzche, woərsch de do? Agger. ABC. der Katz duht de Fuss weh. sie geht an de Kirch bede, se hat de Fuss bedreden Mos. ABC, der N. es en Sau, der N. es en Beck, der N. es ne Geck Aach. Ein Kinder-ABC: Abraham Bat Christus Der Engel Fuhr Gegen Himmel In Kalter Luft Mit Neun Ochsen Peter Quer Rief Seine Töchter Und Viele Weiber X Fix Zu Bitb-Itesh. — ABC, ein Ballspiel: Die Spieler wählen sich einen Buchstaben, wie sie im ABC aufeinander folgen. Wer A hat, nimmt den Ball und ruft einen beliebigen Buchstaben. Der Betreffende nimmt den Ball, wirft ihn in die Höhe und wirft auf die andern, die zu einem bestimmten Ziele laufen. Trifft er keinen, so bekommt er unter seinen Buchstaben einen Strich; trifft er, so muss der Getroffene werfen. Bei einer bestimmten Anzahl von Strichen wird der Inhaber ausgeschieden. Der Beste darf jeden je nach der Zahl der

[Bd. 1, S. 16]


Striche werfen; trifft er nicht, bekommt er die Strafe ebenfalls. Auch ABC-Ball genannt Prüm.

ABC-brettchen Kemp n.: ein Brettchen, auf dem das Alphabet eingemalt war. Die Kinder trugen es noch im Anfang des XIX. Jahrh. auf dem Schulgange um den Hals. PfWB PfWB Abc-buch n.: Fibel. Im Berg bestand eine alte Fibel met dem bergschen Kückelhahn vören drop on met dem netten Rimken dronger: Früh kräht der Hahn. Früh fang zu lernen an. In Geldern war auch auf der Rückseite das Bild eines grossen Hahnen mit der Überschrift: Kinders leert u Lesse wel. Unter dem Bilde: s' Morgens den haan zyn yver vroeg bewyst, leert jonge Jeugd, dat men U ook zoo pryst. RA.: Der Ungelehrige as sein Lewe langk net aus dem ABC-buch erauskommen Bitb. Der sieht aus, wie en zerressen ABC-buch Prüm-Mürlenb. Dat is so platt wie en ABC-buch Simm.