Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch Bibliographische AngabenLogo dfg
 
Hirten-acker bis Hirten-wiese (Bd. 3, Sp. 1091 bis 1092)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis  Hirten-acker m.: FlN in KU-Dunzw: Hertenacker; in KB-Bennhs: Heʳteäckeʳ. Südhess. III 612; RhWB Rhein. III 694. — -berg m.: FlN in ZW-Battw: Heʳtebeʳg; seine Nutzung stand dem Dorfhirten zu. Südhess. III 612. — -bohnensuppe f.: 'Suppe von grünen in Stücke geschnittenen Bohnen', Heʳtebohnesupp [  IB-Hass Ingb]; vgl. PfWB Löffelchensbohnensuppe. — -bube m.: 'Hirtenjunge', -bu [Schandein Ged. 156]. Zs. PfWB Sauhirtenbube. Südhess. III 612; RhWB Rhein. III 694; Bad. II 732 Z. 58. — -buckel m.: FlN in GH-Kand: Heʳtebuckel; vgl. PfWB Hirtenberg. — -delle f.: FlN in Hombg: Heʳtedell. Südhess. III 612. — -eck n.: 'Dorfecke mit dem Haus des Gemeindehirten', Herteeck [ Gal-Dornf]. — -feld n.: FlN in KU-Kaulb: Heʳtefeld. -garten m.: FlN in KL-Wörsb u. PS-Schmalbg: Heʳtegaʳde; in KU-Bedb: Hirtegarde; in LA-Gommh: In de Heʳtgärde. Südhess. III 612. — -gasse f.: FlN in KU-Rutsw/L: Heʳtegass; in NW-Elmst: Heʳtegäßche. -haus n.:
1. 'gemeindeeigenes Haus, in dem früher der Gemeindehirt wohnte', -haus [verbr.]. Das H. diente um 1930 andernorts als Armenhaus, in NW-Frankeck als Wohnhaus für den Bockhalter, in BZ-Albw als Stall für den Gemeindestier; in Gal-Dornf war es bis 1939 Wohnhaus des Hirten. a. 1737: (die statt hat) ein zweystöckiges hürthenhauß vor beede hürten nebst

[Bd. 3, S. 1092]


einer scheüer [PfWeist. II 588 (NW-Freinsh)]. —
2. FlN in KL-Heilmosch: Am Heʳtehaus. Südhess. III 613; RhWB Rhein. III 694; LothWB Lothr. 245; Bad. II 732/33. — -hof m.: Ortsteil von NW-Freinsh. Sie wohnen im Heʳtehof. -horn n.: 'Signalhorn des Hirten'. Seiⁿ Hertehorn, m'r heert's erklinge dorch 's Wissedal in aller Frih [Schandein Ged. 158]. RhWB Rhein. III 694. — -hund m.: wie schd., -hund [mancherorts]; vgl. PfWB Herdenhund. RA.: Er hot e Maul wie e H. [pfälz.-els. Grenzgebiet]. Südhess. III 613; RhWB Rhein. III 694; LothWB Lothr. 245. — -kraut n.: 'Hirtentäschelkraut (Capsella bursapastoris)', Härdekraut [Wilde 105]. Syn. s. PfWB Beutelgras. Südhess. III 613. — -land n.: 'Acker in der Nutzung des Gemeindehirten', Heeʳteland [  KU-Diedk  Haschb/R]. RhWB Rhein. III 695. — -lohn m.: 'Abgabe zur Entlohnung des Gemeindehirten'. a. 1530: so der schaff loen vnd ander hirtten loen in der zweitten forderung nicht entracht 'bezahlt' wurd, sollen die burgemeister von stund an dieselben pfenden vor den vßstand [PfWeist. I 36 (RO-Als)]. — -messe f.: 'Frühmesse am ersten Weihnachtstag', Heʳte-, Hiʳtemess [verbr. unter Katholiken, Stoll 226]. Während der H. wurden in LA-Roschb nur alte deutsche Weihnachtslieder gesungen. Südhess. III 613. — -platz m.: Platz in Zweibr, wo einst die städtischen Hirtenhäuser standen, Herteplatz [Wilms Alph. 28]. — -recht n.: 'das Recht der Hirten auf eine Haussammlung zur Fastnacht', -recht [  BZ-Dernb]. — -säkkelchen n.: = PfWB Hirtenkraut, -säckelcheʳ (Pl.) [  KU-Eschau]. RhWB Rhein. III 695 Hirtensack. — -schütte f.: 'Naturalabgabe in Getreide für den Hirten', Hirtenschütt [Knapp 86]. DWB DWb. IV/2, 1577. — -stab m.: wie schd., Heʳtestab [  BZ-Dernb]. — -stäbel m.: FlN in KU-Eschau: Am Hirtenstäbel; hier lagerte der Hirte über Mittag mit den Schafen; vgl. PfWB Stäbel 'Pferch'. — -stall m.: 'die Weihnachtskrippe', -stall [GH-Kuhdt, Stoll 193]. RhWB Rhein. IX 1305. — -straße f.: früherer Name für die Queichstraße in BZ-Albw, Hirtestrooß. Bad. II 733. — -stübchen n.: 'Wohnraum für den Hirten im Rathaus von LU-Assh' [alte Akten]. — -stück n.: 'vom Dorfhirten genutzter Acker', Heʳtestick [  KU-Bedb  KL-Hoheck  BZ-Dernb], -stickeʳ (Pl.) [  KU-Krottb  HB-Höch  LA-Gommh]. RhWB Rhein. III 695. — -täschel n.: = PfWB Hirtenkraut, Hirtetäschel [KL-Fischb GH-Schwegh Heeger Vhk. 10]. Südhess. III 613; RhWB Rhein. IX 1305 Hirtentasche; Bad. II 733. — -wiese f.: FlN für Wiesen, die vom Dorfhirten genutzt wurden, Heʳtewiss [mancherorts]; An de Hertewies [  KL-Miesb]. Südhess. III 613; RhWB Rhein. III 695; Bad. II 733.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: