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Abend-essen bis Abend-nebel (Bd. 1, Sp. 21 bis 22)
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Artikelverweis  Abend-essen n.:
1. 'Vieruhressen, Vesper' [südl. VPf]; vgl. PfWB Vieruhressen. Bad. I 5. —
2. 'Abendbrot' nach dem Schd. [verbr.]; in echter Mundart dafür häufiger se Nacht esse. a. 1525: Item noch ein Corporal mit eim abent essen [MHVPf 15, 11 ff.]. Bad. I 5.
 
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Abend-flappe f.: 'letzter Schlag, den sich die Kinder vor dem Auseinandergehen am Abend geben', Owedflapp [  HB-Höch]; vgl. PfWB Abendpatsche. RhWB Rhein. I 21.
 
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Abend-gebet n.: wie schd., -gebet, -gebetche [verbr.]. Ein mundartl. Abendgebet s. bei PfWB Baum. RhWB Rhein. I 21.
 
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Abend-gelb n.: 'gelber Himmel am Abend', in der WR.: Abendgääl, schlecht Wetter fääl 'feil' [  ZW-Gr'bundb]. Bad. I 5.
 
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Abend-himmel m.: 'der Himmel am Abend', -himmel [verbr.]. De Owedhimmel blinkt so hell [Christmann Grummet 19].
 
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Abend-irte s. PfWB Abendürte.
 
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Abend-kaffee m.: scherzhafte Benennung der Kartoffel [Hebel 81].
 
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Abend-luft f.: 'frische Luft am Abend', -luft, nicht selten in der Verkl. -liftche [verbr.]. Was waar des juscht fer'n fremmer Duft in deere heeße Owetluft? [Birmelin Penns Gezw. 54]. Bad. I 5.
 
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Abend-mahl n.: 'das kirchliche heilige Abendmahl', fast nur bei Protestanten, selten bei Katholiken, in Wendungen wie zum Abendmahl gehe, 's Abendmahl nemme, er hot's Abendmahl krie(ch)t, von einem Sterbenden, der das A. empfangen hat. Volksgl.: Wer auf dem Krankenbett das A. nimmt, steht nicht wieder auf [Schandein Bav. IV, 2 S. 406]. RA.: Mer mennt, du gingscht zum Abendmahl, von einem, der bedächtig daherkommt [  LU-Oggh  LA-Gommh]. Das aus der Kirchensprache stammende

[Bd. 1, S. 22]


Wort verdrängt mehr und mehr das alte Mundartwort Nachtmahl; 1929: 15% Abendmahl, 69% Nachtmahl, 12% beides; 1957: 36% Abendmahl, 50% Nachtmahl, 10% beides. Dieser Stand entspricht mehr dem Sprachgebrauch der Protestanten; bei den Katholiken treten an die Stelle von Nachtmahl:Kommunion, letzte Ölung, versehen werden. — F.: zumeist (ohne Möglichkeit örtl. Festlegung) ābəndmāl, seltener āwəndmāl und āwəndmōl, nur in einzelnen Fällen ōwəndmal, ōwəndmōl, ōmdmōl mit fließenden Übergängen. Die schriftd. Form setzt sich mehr und mehr durch. Don Gal u. Buch haben zumeist Nachtmohl, selten Abendmahl (schriftd. Form); Lambert weist für Penns beides aus. — RhWB Rhein. I 22; ElsWB Els. I 667; Bad. I 4; Kretschmer 69. — Entsprechendes gilt von den Zs. Abendmahlsbrot, -kelch, -kleider, -krug, -schuhe, -wein, die mehr von der jüngeren Generation und der städtischen Bevölkerung gebraucht werden, während die höheren Lebensalter im Dorfe die Zusammensetzungen mit Nachtmahl- (Nachtmohlsbrot usw., s. die Stichwörter) verwenden.
 
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Abend-milch f.: 'Milch, die am Abend gemolken wird', -millich, -milch [allg.]. RhWB Rhein. I 22.
 
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Abend-nebel m.: wie schd., -neww(e)l, selten -nawwel (s. u. PfWB Nebel) [verbr.].