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ab-drücken bis aben (Bd. 1, Sp. 18 bis 19)
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Artikelverweis   ab-drücken schw.:
I. trans.
1. etwas a. 'durch Drücken entfernen'; de(e) Saft abdricke 'herauspressen' [  KU-Bedb  NW-Kallstdt]; mit Vertauschung des Objekts: die Kelter a. 'so lang pressen, bis kein Saft mehr läuft' [verbr.]; ene a. 'einen (Furz) mit Absicht fahren lassen' [verbr.]. Bildl.: De Kummer drickt 'm noch 's Herz ab [verbr.]. Un will d'r a 's Haamweh dei(n) Herzche abdricke [Christmann Grummet 39]. Die Beere 'Birnen' dricken eem 's Herz ab, von einer herb schmeckenden Birnensorte [verbr. (Wilde 22)]. —
2. einen a. 'umarmend immer

[Bd. 1, S. 19]


wieder an sich drücken'. 's Kind hot sei Mamme 'Mutter' abgedrickt.
II. intrans. 'sterben', derb. a. 1792: er ist abgedrückt [Klein Prov.]. Syn. s. PfWB sterben. — RhWB Rhein. I 1510 f.; LothWB Lothr. 1; ElsWB Els. II 751 u. 752; Bad. I 3; Nass. 33.
 
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Abdrucks-bildchen n.: dass. wie PfWB Abziehbild, Abdrucksbildche [ Gal]. Roedder 322.
 
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ab-dudeln schw.:
1. Seil, Garn abduddele [  HB-Bexb]; dafür meist PfWB abrollen. —
2. einen a. 'durchprügeln', abdurle [  ZW-Knopp NW-A'leining]. Syn. s. PfWB verhauen. —
3. sich a. 'sich müde arbeiten', abdudele [  ZW-Bechhf]. Syn. s. PfWB abquälen. — Zu PfWB dudeln 'an einem Rad herumdrehen'; vgl. auch Kluge-Mitzka17 dudeln. — RhWB Rhein. I 1539.
 
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ab-dulfen schw.: 'verprügeln'. Ich hawwen geheerich abgedulft [verbr. südl. VPf Don-Kernei]. Syn. s. PfWB verhauen. — Zu PfWB dulfen 'Hanf oder Flachs brechen'; vgl. DWB DWb. I 22 abdülpen.
 
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abe Adv.: 'hinab'; s. auch die Zs. PfWB abefallen, PfWB abegehen. PfWB abeschlagen. a. 1564: ... von der Scheidelbach abben auff die schweinfurdt in die bach [PfWeist. I 219 (ZW-Contw)]; a. 1596: oben am Keßell abhien [WerschwSchR Bl. 419]; a. 1600: Fürter den Berg aben zu dem Dreimarker [MHVPf 1913, 106 (Kaislt)]; a. 1600 (Abschr. 1730): Die Landstraß abhin [Kurpf. A. 168, S. 286 (KU-Wolfst)]. — Aus mhd. abhin; in lebender Volkssprache wohl schon um 1500 zu abe, awe (s. Beleg von 1564) abgeschwächt. — RhWB Rhein. I 16; ElsWB Els. I 5; Bad. I 4.
 
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Abee s. PfWB Abort.
 
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abe-fallen st.: 'hinabfallen'. Do duhts e krach ... un der Kessel fallt werrer awwe [PfId. 187].
 
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abe-gehen st.: 'hinabgehen'. Ich (Eich) muß mol awwegeh (in einen tiefergelegenen Teil des Ortes) [verbr. KU, bes. Glantal u. westl. des Glantals]; sonst meist enab-, enunnergeh, vgl. hinab-, PfWB hinuntergehen. — RhWB Rhein. I 16 (abe); ElsWB Els. I 189; Bad. I 4.
 
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ab-eggen schw.: 'mittels der Egge auf dem Acker herumliegendes Unkraut, Kartoffelkraut u. dgl. zusammenschleifen'; de Acker abeege [nördl. VPf], -eeche [südl. Pf], -ee(j)e [WPf NPf]. RhWB Rhein. II 20.
 
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ab-einander Adv.: 'auseinander'; awwernand in awwernandfalle, -schärre 'scharren', -schlaa(che) [südl. VPf]. — F.: awÄʳ-, awÄnḁnd. ElsWB Els. I 49; Bad. I 4.
 
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aben (Adj.) s. PfWB ab;