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Äbdere bis ab-dudeln (Bd. 1, Sp. 18 bis 19)
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Artikelverweis  Äbdere s. PfWB Augenbraue; Äbderhaar s. Augenbrauhaar.
 
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ab-dienen schw.: 'eine festgesetzte Zeit hindurch dienen', insbesondere 'seinen Militärdienst ableisten'; seiⁿ Johr abdiene [allg.]; vgl. PfWB abklopfen 3 b. RhWB Rhein. I 1352.
 
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ab-disputieren schw.: etwas a. 'etwas abstreiten' abdischbedeere [  KU-Diedk], 'ausreden' [  KL-Lind]. a. 1769: abdisputieren [Hemmern 71]. Rhein. I 1373; ElsWB Els. II 724; Bad. I 3.
 
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ab-dolen schw.: 'mittels Dole (eines mit Steinen ausgebauten Abzugsgrabens) entwässern', abdole [  FR-Bockh  NW-Hardbg]; vgl. PfWB abteicheln. Bad. I 3 abdo(h)nen.
 
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Abdons-tag m.: 'Tag des heiligen Abdon' (30. Juli). Uf der Abdansdak reibt mer Warze, Greenage un so dergleiche [Fogel Beliefs Penns Nr. 1698]. RhWB Rhein. I 16; Schwäb. I 9.
 
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ab-drehen schw.:
I. trans.
1. 'durch Drehen abbrechen, abtrennen, abreißen'; de Droht 'Draht', de Knopp abdrehe [allg.]; vgl. PfWB abtrudeln 1. —
2. 'durch Drehen abnutzen'; 's Gewinn 'Gewinde' is schun ganz abgedreht [NPf, allg.]. —
3. 'auf der Drehbank rund drehen', z. B. einen Kegel [allg.]. Hiervon übertr. ene a. 'einen verhauen' [verbr.]. Syn. s. PfWB verhauen. —
4. de Schlissel a. 'durch Umdrehen des Schlüssels die Tür abschließen' [verbr., bes. VPf]. —
5. 'abschalten'; 's Gas, 's Wasser a. [allg.]; vgl. PfWB abstellen 2 b α. —
6. 'durch geschicktes Spiel abgewinnen', bes. vom Klickerspiel, scherzhaft; die Klicker a. [verbr.]; vgl. PfWB abtrudeln 3. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. —
II. intrans. 's Flugzeig dreht ab 'schlägt eine andere Richtung ein', nach dem Schd. [allg.]. —
III. refl. sich a. [verbr.]; vgl. PfWB abwenden. — RhWB Rhein. I 1456; Bad. I 3.
 
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ab-dreschen st.:
1. 'mit dem Dreschflegel obenhin dreschen'; die Garwe abdresche [allg.]. Das Wort wird gebraucht, wo abboße, -beßele (s. PfWB abboßen, PfWB -bößeln) nicht mehr sicherer Besitz der Mundart sind. —
2. 'gehörig durchprügeln' [verbr. VPf]. Gebräuchlicher ist das Simpl. Syn. s. PfWB verhauen. —
3. Part. Perf. s. PfWB abgedroschen. — RhWB Rhein. I 1486.
 
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ab-drücken schw.:
I. trans.
1. etwas a. 'durch Drücken entfernen'; de(e) Saft abdricke 'herauspressen' [  KU-Bedb  NW-Kallstdt]; mit Vertauschung des Objekts: die Kelter a. 'so lang pressen, bis kein Saft mehr läuft' [verbr.]; ene a. 'einen (Furz) mit Absicht fahren lassen' [verbr.]. Bildl.: De Kummer drickt 'm noch 's Herz ab [verbr.]. Un will d'r a 's Haamweh dei(n) Herzche abdricke [Christmann Grummet 39]. Die Beere 'Birnen' dricken eem 's Herz ab, von einer herb schmeckenden Birnensorte [verbr. (Wilde 22)]. —
2. einen a. 'umarmend immer

[Bd. 1, S. 19]


wieder an sich drücken'. 's Kind hot sei Mamme 'Mutter' abgedrickt.
II. intrans. 'sterben', derb. a. 1792: er ist abgedrückt [Klein Prov.]. Syn. s. PfWB sterben. — RhWB Rhein. I 1510 f.; LothWB Lothr. 1; ElsWB Els. II 751 u. 752; Bad. I 3; Nass. 33.
 
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Abdrucks-bildchen n.: dass. wie PfWB Abziehbild, Abdrucksbildche [ Gal]. Roedder 322.
 
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ab-dudeln schw.:
1. Seil, Garn abduddele [  HB-Bexb]; dafür meist PfWB abrollen. —
2. einen a. 'durchprügeln', abdurle [  ZW-Knopp NW-A'leining]. Syn. s. PfWB verhauen. —
3. sich a. 'sich müde arbeiten', abdudele [  ZW-Bechhf]. Syn. s. PfWB abquälen. — Zu PfWB dudeln 'an einem Rad herumdrehen'; vgl. auch Kluge-Mitzka17 dudeln. — RhWB Rhein. I 1539.