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ab-bringen bis ab-bürsten (Bd. 1, Sp. 14 bis 16)
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Artikelverweis  ab-bringen st., VPf schw.:
1. 'abreißen, abbrechen, abtrennen u. ä.', Ich bring de(n) Nascht 'Ast' net (nit) ab [allg.]. —
2. etwas a. 'etwas fertigbringen', meist verneinend. Er bringt's net ab, auch in der RA. Er bringt nix ab. Dafür

[Bd. 1, S. 15]


häufiger: eppes anne-, hie(n)-, ferdichbringe (s. u. PfWB anebringen, PfWB hinbringen, PfWB fertigbringen). —
3. einen von etwas, von einem Vorsatz, einer Meinung a. Er loßt sich von dene dumme Bosse net (nit) abbringe [allg.]. — RhWB Rhein. I 983; ElsWB Els. II 193.
 
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ab-brockeln, -bröckelnschw.:
1. intrans. 'in kleinen Brocken abfallen'. De Kalk, Verbutz brockelt ab [  KU-Kaulb  LA-Diedf]; e abgebrokkelter Zahⁿ [  KU-Wolfst]; die Mauer breckelt so langsam ab [verbr.]; vgl. PfWB abgehen I 2 b. —
2. trans. 'kleine Brocken abbrechen'; er brekkelt Brot ab [verbr.]. — Umlautlose und umgelautete Formen lassen sich weder in der Bedeutung noch geographisch scheiden.
 
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Ab-bruch m.:
1. 'Das Abbrechen eines Gebäudes'; e(n) Haus uf Abbruch (ˈa|brux) verkaafe [allg.]; dafür auch PfWB Abriß. —
2. im Wingert
a. 'die durch eine Furche bezeichnete Grenze am Kopfende eines Wingerts gegen den dahinter beginnenden Wingert', Abbruch [  NW-Wachh], Abbroch [  LA-Rhodt]. —
b. 'quer zu den Rebzeilen verlaufender Gang' [  NW-Mußb]. —
3. 'die beim Getreidereinigen ausgesonderten schlechten Körner, Ährenteile und sonstigen Verunreinigungen' [verbr.]; vgl. PfWB Abredsel, PfWB Ähricht, Tennreiß. a. 1603: Item 12 Mltr. 2 simeri Abbruch ... [SpeyGgHospR]. Hiervon die Bed. 'minderwertiges Futter'; A. fiedere [NW-Kallstdt Geinsh Frankeck Elmst Land]. —
4. einem Abbruch tun 'einen schädigen'.
a. sich A. du im Esse 'weniger essen, als man sollte' [verbr.]; vgl. PfWB abbrechen I 2 a. a 1577: ein groszer miszbrauch und ein abbruch des walts [Grimm Weist VI 418 (LA-Maik u. a.)]. —
b. im Geschäft A. du 'durch Abwendigmachung der Kundschaft geschäftlich schädigen' [verbr.]. a. 1537: ... damit dem gemeinen nutz kein abbruch geschehe [  IB-Ensh]. a. 1609: auch dem viehe am wäidgang vnd eckerigt biß hero merckl(ich)er abbruch geschehen [PfWeist. I 101 (Bergz)]. — RhWB Rhein. I 1027; ElsWB Els. II 179; Bad. I 3.
 
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Abbruch-brett n.: 'Brett, das in der Windmühle den Abbruch nach unten leitet' [  BZ-Albw].
 
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Abbruch-spelz m.: 'Abfallspelz'. a. 1661: für 1 Malter A. 20 albus [KL-Ottb (Knapp 58)].
 
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ab-brühen schw.:
1. gegenst. 'durch siedendes Wasser weich machen', besonders Borsten und Federn geschlachteter Tiere, um sie leichter entfernen zu können; die Sau abbrihe (ˈa|brīə) [allg.]. — Kraut, Spinat, Bohnen u. dgl. vor weiterer Zubereitung a.; Sauerkraut abbrihe [allg.]. Fässer a. 'übelriechende Fässer mit heißer Sodalösung spülen' [  NW-Mußb]. —
2. übertr. im Part. Perf. s. u. PfWB abgebrüht. — RhWB Rhein. I 1038; ElsWB Els. II 185; Bad. I 3.
 
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ab-brüllen schw.: sich a. 'sich müde brüllen' (brüllen = laut weinen), abbrille (ˈa|brilə) [verbr.]; vgl. PfWB abkreischen. RhWB Rhein. I 1041.

[Bd. 1, S. 16]



 
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ab-brummen schw.: e Stroof 'Strafe' abbrumme (ˈa|brumə) 'absitzen', spöttisch [allg.]; vgl. PfWB absitzen. RhWB Rhein. I 1045.
 
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ab-brusten schw.: sich a. 'durch große Anstrengung ermüden'. Er hat sich abgebruscht [  HB-Einöd]. Syn. s. PfWB abquälen. RhWB Rhein. I 1057 sich brösten 'sich anstrengen'.
 
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Ab-bund m.:
1. 'das Abbinden des Gebälks, bes. des Dachstuhls'. Abbund (ˈa|bund), Sprache der Zimmerleute [allg.]; vgl. PfWB abbinden 1 a ζ. —
2. 'Platz, auf dem abgebunden wird'. Ich geh uf de Abbund [Kaislt].
 
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ab-bürsten schw.: wie schd.; de Staab (Stääb) 'Staub' abberschde (ˈa|bärdə) [allg.]; vgl. PfWB ausbürsten. — RhWB Rhein. I 1146; Bad. I 3.