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ab-blatten bis ab-boßen (Bd. 1, Sp. 12 bis 13)
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Artikelverweis  ab-blatten schw.: 'die untern Blätter an Rüben und Kraut zur Futtergewinnung abbrechen', abblade (ˈa|blādə) [lothr. SWPf], -blare [NPf], -blaae [Wilde 217]; dafür häufiger das einfache PfWB blatten. RhWB Rhein. I 758; Bad. I 2.
 
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ab-blättern schw.: sich a. 'sich blattartig ablösen'. De Kalk 'Tünche' bläddert (blärrert) sich ab [allg.]; vgl. PfWB abgehen I 2 b. RhWB Rhein. I 758; ElsWB Els. II 169; Bad. I 2.
 
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ab-blauen s. PfWB abbleuen.
 
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ab-bleien schw.:
1. 'mit der Wasserwaage (ehedem: mit der Bleiwaage) nivellieren'; die Mauer abbleie (ˈa|blaiə) [allg.]; Fachspr. d. Maurer, vgl. Krebs 45. RhWB Rhein. I 771; Saarbr. 30; ElsWB Els. II 151. —
2. 'Richtung feststellen' (ohne techn. Hilfsmittel). Des (Das) musch(d)e do mol genaa a. [  HB-Bexb  KL-Samb  KB-Göllh]. —
3. 'ausfindig machen, erlauschen'. Der bleit alles ab [verbr. Kühn Hamet 93]. Saarbr. 30. —
4. 'mit der Wasserwaage prügeln', bes. bei Bauarbeitern

[Bd. 1, S. 13]


[KL-Lind (Höh)]. Er hot ne geheerich abgebleit [verbr., KL-Lind]; vgl. PfWB abbleuen. Syn. s. PfWB verhauen.
 
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ab-blenden schw.:
1. das Auto a., nach dem Schd., abblende (ˈa|blęndə) [allg.]. —
2. 'durch blinkende Blechstreifen, Blechschachteln u. dgl. verscheuchen'; die Vechel abblenne [  LU-Oggh].
 
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ab-bleuen schw.: einen a. 'durchprügeln', abbleie (ˈa|blaiə) [verbr.], -bleue, -blaue [  KL-Ottbg]. Häufiger ist das einfache PfWB bleuen. Syn. s. PfWB verhauen. — Zu mhd. bliuwen (bleuen), bluwen (blauen). Lautgeschichtlich lassen sich bleuen und bleien (in abbleien) nicht scheiden.
 
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ab-blitzen schw.: gebräuchlich in den Fügungen ene (ane) abblitze losse 'abweisen' und Der is abgeblitzt 'hat sich eine Absage geholt', umgspr. [allg.]. Syn. s. PfWB abweisen. — Nach Trübner I 5 vom wirkungslos verpuffenden Schießpulver. — RhWB Rhein. I 788; ElsWB Els. II 175; Bad. I 2.
 
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ab-bocken schw.:
1. 'durch Bocken (Kippen) abwerfen'; Mischt (vom Wagen) abbocke (ˈa|bǫgə) [verbr.]. —
2. e Bääm abbocke 'einen Baum, der beim Fällen gebockt hat, d. h. mit der Krone sich verfangen hat, absägen' [  PS-Nd'schlettb]; dafür auch PfWB abklotzen, PfWB abstocken. — RhWB Rhein. I 828.
 
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ab-bolzen schw.: 'durch Balken abstützen'; die Mauer abbolze (ˈa|boldsə) [  KL-N'hemsb]; s. K. 5 (abstreben), dort auch Syn. — Zu PfWB Bolzen 'Stützstange' (beim Gerüstbau).
 
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ab-bößeln schw.:
1. 'die ungeöffnete Garbe leicht ausdreschen' (um rasch Mahl- od. Saatfrucht zu gewinnen). Meer misse(n) paar Garwe abbeßele (ˈa|bēsələ) [  KU-Schmittw/O  KL-Matzb  Weilb  Hütschhs  Stelzbg  PS-Geisbg  KB-Mauchh  Kriegsf]; häufiger ist einfaches PfWB bößeln und abboßen.
2. 'die am gedroschenen Boßen abstehenden Halme mit dem Bindeknebel abschlagen' [  HB-Kirrbg].
 
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ab-boßen schw.:
1. trans.
a. wie PfWB abbößeln 1., abboße (ˈa|bōsə), -bouße [PfId.], nicht selten auch ohne ab-; vgl. PfWB abdreschen, PfWB -klopfen 2. —
b. 'durchprügeln' Er hot ne geheerich abgeboßt [  FR-Albsh]. Syn. s. PfWB verhauen. —
2. refl. sich a. 'sich abmühen', eigtl. 'sich durch Schlagen, Klopfen abmühen'. Ich hun mich do awwer abgeboßt! [RO-Sippf]. Syn. s. PfWB abquälen. — Zu mhd. bozen 'schlagen, klopfen'. — LothWB Lothr. 1; ElsWB Els. II 103; Bad. I 2; Schwäb. I 6.