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Abba bis ab-beten (Bd. 1, Sp. 9 bis 10)
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Artikelverweis   Abba: 'Vater' im Kindergebet Abba, liewer Vatter, Gottes Brinnlein hat Wasser die Fille 'Fülle', Amen [  KU-Kaulb  FR-Tiefth Gal-Dornf]. — F.: ˈaba.
 
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ab-balbieren s. PfWB abbarbieren.
 
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ab-balgen schw.:
1. 'den Balg abziehen', abbalche (ˈa|balχə) [  PS-Erfw  LA-Ilbh  GH-Sondh]; vgl. PfWB abziehen I 1a. —
2. 'abprügeln' [Klein Prov S. 38]. Syn. s. PfWB verhauen.

[Bd. 1, S. 10]



 
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ab-barbieren schw.: 'abrasieren'. Er loßt sich de Schnorres abbalwiere (ˈa|balwīrə), -balweere [Penns Don Gal Buch]; vgl. PfWB abrasieren.
 
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ab-bauen schw.:
1. trans., 'aus einer Stellung entlassen', meist pass. Er is abgebaut worr(e), vielgebraucht in den Jahren der Wirtschaftskrise um 1930. Bad. I 2. —
2. intrans. 'schwächer werden', körperlich, finanziell, umgspr. Der baut ab [verbr.]. — RhWB Rhein. I 515.
 
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ab-beeren schw.: 'Beeren von den Stielen abpflücken', abbeere (ˈa|bērə) [verbr., bes. VPf]; vgl. PfWB abrappen u. das gebräuchlichere PfWB abrupfen.
 
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ab-beichten schw.: 'durch schwere Arbeit sühnen' in der RA. Do kann mer sei Sinn 'Sünden' abbeichde (ˈa|baiχdə)! [verbr. bes. WPf]; dafür häufiger PfWB abbüßen.
 
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ab-beinen schw.: 'Fleisch vom Knochen freimachen'; de Knoche abbeene (ˈa|bēnə) [selten, vorn. WPf], -bääne (ˈa|bnə) [WPf VPf], -baane (ˈa|bānə, a|bnə) [NPf]; vgl. PfWB ausbeinen. — Zu PfWB Bein 'Knochen'.
 
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ab-beißen st.:
1. 'durch Beißen abtrennen'; e (a) Stickel(che) Brot abbeiße (ˈa|baisə) [allg.]. RA.: Die Fleh im Sack beißen deer die Nächel 'Fingernägel' ab, scherzhaft, wenn ein Junge die Hände in die Taschen steckt [  ZW-Bechhf]. Ich han gemäänt, er beißt mer de Kopp ab, von einem Zornigen [  KU-A'glan]. Drohung gegenüber Kindern: De Katzemardel (Schreckgestalt, vgl. Katzenmardel) beißt der de Kopp ab! [Heeger Kerwe 31]. Ääm de Kopp a. 'einen Schoppen trinken', scherzhaft [VPf]; vgl. PfWB abtrinken 3b. Syn. s. PfWB trinken. Do beißt kääⁿ Maus kääⁿ Fadem ab 'Das steht unabänderlich fest' [verbr.]. Der beißt sich liewer e(n) Finger ab, als daß er was hergebbt [verbr.]. Der beißt sich liewer die Zung ab, als daß er em e gut Wort gibbt [  GH-Zeisk]. SprW.: 's kann sich kenner selbscht die Noos abbeiße 'Keiner vermag Unmögliches' [  KU-Schmittw/O]. —
2. 'durch Beißen abnützen'; sich die Zähⁿ a., eⁿ abgebissener Zahⁿ [  LU-Alsh]. — RhWB Rhein. I 605; Saarbr. 22; ElsWB Els. II 100 (abbisseⁿ); Bad. I 2.
 
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ab-bestellen schw.: 'einen Lieferungsauftrag zurücknehmen', umgspr.; die War, die Zeidung abbestelle (ˈa|bədęlə, -delə) [allg.].
 
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ab-beten schw.: 'durch Beten entfernen', spöttisch vom Gebetseifer eines Scheinheiligen, in der RA.: Der bet't de Mudder Gottes die Zehe ab [Hebel 27]. RhWB Rhein. I 646; Bad. I 2.