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Däbb bis Daberpraume (Bd. 9, Sp. 1091)
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Artikelverweis Däbb dęp das pfälzische Wort ist nur um Meis bezeugt (vgl. Dapch, Tape im Wb) m.: Tölpel, Dummkopf.
 
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dabbel Kemp-Amern Adv.: unübersetzbares Flickwort; do brekse d. ənēn da brichst du zusammen.
 
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Dabbel II dębəlχə Schleid-Hellenth n.: Prise; e D. Tubak.
 
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RhWB dabbeln III schw.: zu
1. auch bədabərn begreifen Ottw-Wiebelsk.
 
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RhWB dabben schw.: kratzen, scharren, auch Jül.

Däbber m.:
1. kl. H arke Verbr. wie dabben. —
2. persönl. übertr. dębərkə n. stets emsige, eilige Person Heinsb-Breberen.
 
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RhWB Daber II m.:
3. Verbiegung an der Sensenschneide, auch Schleid-Heimb, Rheydt-Giesenk.

RhWB dabern schw.:
1. zittern, dröhnen, auch Siegld, Waldbr-Denkl, Sol-Stdt. —
6.
a. durch Bitten lästig fallen, vom Kinde Sol-Leichl; dat Kend es am dawern.
b. dwərn durcheinanderreden, von vielen Leuten Wend-Werschw (abseits).

ver- dabern: verplaudern Barm.

RhWB Daber-kus m.: Unsinn Redender. [Dies ist nicht wie Pfiffikus gebildet, sondern der ON Dabringhausen (bei Wermelsk), der auch als FamN vorkommt; hier scherzh. an dabern 5 angelehnt.] Daber-praume -pru?m. Sol-Stdt f.: geschwätzige Person.