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Lamm Gottes bis Lamorinière (Bd. 6, Sp. 81 bis 82)
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Artikelverweis Lamm Gottes, s. Agnus Dei.
 
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Lammspitzen, s. Meyers Schaf.
 
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Lamnidae (Riesenhaie), Familie der Meyers Haifische (s. d., S. 630).
 
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Lamnungĭa (lat., Platthufer), eine Ordnung der Meyers Säugetiere (s. d. und Klippschliefer).
 
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Lämodipoden, Gruppe der Meyers Ringelkrebse (s. d.).
 
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Lamoignon (spr. lamŭanjóng), s. Meyers Malesherbes.
 
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Lamond (spr. lämmend), Frédéric, Klavierspieler, geb. 28. Jan. 1868 in Glasgow, bildete sich zuerst unter Leitung seines ältern Bruders zum Orgelspieler aus, wurde 1880 Organist in Laurieston und gab Orgelkonzerte, ging aber 1882 zum Studium der Violine über (unter C. Cooper) und folgte Hugo Heermann als dessen Schüler nach Frankfurt a. M. Dort aber wandte er sich als Schüler Schwarz' am Raff-Konservatorium ganz dem Klavierspiel zu, in dem er sich

[Bd. 6, Sp. 82]


unter Bülow und Liszt vervollkommte. Daneben trieb er ernste Kompositionsstudien unter Urspruch. L. ist namentlich bedeutend als Beethoven-Interpret. Auch als Komponist trat er mit Achtung gebietenden Werken auf (Ouvertüre »Aus dem schottischen Hochland«, Klaviertrio. Cellosonate, Symphonie A dur, Klavierstücke). Im Juni 1904 vermählte er sich mit der Schauspielerin Irene Triesch.
 
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Lamōne, Küstenfluß in Italien, entspringt im etruskischen Apennin, berührt Faenza, wo er durch einen Kanal mit dem Po-Delta in Verbindung steht, und mündet nach 95 km langem Lauf im NNO. von Ravenna in das Adriatische Meer. Durch Ausfüllung sind 4023 Hektar seines Sumpfgebietes dem Anbau gewonnen worden.
 
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Lamont (spr. -móng), 1) Johann von, Astronom, geb. 13. Dez. 1805 zu Braemar in Schottland, gest. 6. Aug. 1879 in München, kam 1817 in das Seminar des Schottenklosters in Regensburg, ward 1828 Assistent, 1835 Direktor der Sternwarte in Bogenhausen bei München und 1852 Professor der Astronomie an der Universität in München. Er beobachtete eifrig Nebelflecke und Sternhaufen sowie die Saturn- und Uranustrabanten und leitete ausgedehnte Zonenbeobachtungen; außerdem bestimmte er die magnetischen Konstanten für viele Orte und verbesserte die magnetischen Instrumente u. Beobachtungsmethoden. L. wandte in Europa zuerst die Registrierung mittels des Chronographen bei Beobachtung des Durchgangs von Sternen an. Er veröffentlichte 44 Bände der »Annalen der Sternwarte in München«; »Handbuch des Erdmagnetismus« (Berl. 1848); »Astronomie und Erdmagnetismus« (Stuttg. 1851); »Handbuch des Magnetismus« (Leipz. 186367).
   2) Daniel Scott, nordamerikan. Politiker, geb. 9. Febr. 1851 in Cortlandville (New York), wurde mit 19 Jahren vom Gouverneur des Staates zum Hilfsclerk des Landtages ernannt und war mit 20 Delegierten auf der Staatskonvention von Rochester 1871. Von hier datiert sich seine Freundschaft mit Meyers Tilden (s. d.), unter dem er Hauptclerk des Staatsdepartements wurde. Zugleich schrieb er für die »New York Sun« und den »Albany Argus«. wurde Clevelands Sekretär und während dessen zweiter Präsidentschaft 1893 Kriegsminister.
 
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Lamoricière (spr. -rißjǟr'), Christophe Leon Louis Juchault de, franz. General, geb. 5. Febr. 1806 in Nantes, gest. 10. Sept. 1865, trat in das Geniekorps. Beim Ausbruch der Revolution von 1830 wurde er als Leutnant zur Armee von Algerien versetzt. Er ward 1840 Gouverneur der Provinz Oran, befehligte die siegreichen Expeditionen 1842 nach Maskara und 1844 nach Marokko und wurde während Bugeauds Abwesenheit in Frankreich 1845 zum provisorischen Generalgouverneur von Algerien und infolge der Expedition nach Tlemsen im Oktober 1846 zum Generalleutnant ernannt. In die Kammer gewählt, schloß er sich der dynastischen Opposition an. Ende 1846 ging er zum drittenmal nach Algerien und nahm 1847 teil an der Expedition gegen Abd el Kader, der sich ihm 22. Dez. als Gefangener ergab. 1848 Oberbefehlshaber der Nationalgarde, ward L. zugleich Mitglied der Nationalversammlung, wo er sich zu der Partei Cavaignacs hielt. Beim Juniaufstand 1848 kommandierte er den Angriff gegen die Barrikaden des Bastilleplatzes und des Faubourg St.-Antoine. Unter der Administration Cavaignacs ward er Kriegsminister und blieb es bis 20. Dez. 1848. Beim Staatsstreich 2. Dez. 1851 ward er verhaftet und über die Grenze gebracht. Seitdem hielt er sich in Deutschland, Belgien und England auf, bis er 1857 die Erlaubnis zur Rückkehr nach Frankreich erhielt. Am 7. April 1860 zum Kommandeur der päpstlichen Armee ernannt, trat er der beginnenden Insurrektion im Kirchenstaat zwar energisch entgegen, verlor aber 18. Sept. gegen den sardinischen General Cialdini die Schlacht bei Castelfidardo und mußte 29. Sept. die Festung Ancona übergeben. Er zog sich nun in das Privatleben zurück. Vgl. Keller, Le général de L., sa vie militaire, politique et religieuse (Par. 1873, 2 Bde.; neue Ausg. 1891); Rastoul, Le général de L. (das. 1894); Flornoy, Lamoricière (das. 1903, in der Sammlung »Les grands hommes de l'Église au XIX. siècle«)
 
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Lamorinière, François, belg. Maler, geb. 20. April 1828 in Antwerpen, empfing seine erste Ausbildung auf der Akademie daselbst und studierte dann nach der Natur. Er schildert mit Vorliebe flache Gegenden Belgiens in realistischer Darstellung, wobei er besonders nach seiner Stimmung strebt. Seine Hauptbilder sind: Gegend bei Spaa, Gegend bei Edeghem (Museum in Brüssel), Morgen in den Ardennen, Einsamkeit, die ersten Herbsttage in Südflandern, Ansicht von der Insel Walcheren (Museum in Antwerpen), Ansicht der Wartburg, Eichenallee im Herbst, Herbst in der Umgegend von Antwerpen. Er hat auch 24 Blätter radiert.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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