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Lamington bis Lämmerengletscher (Bd. 6, Sp. 80 bis 81)
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Artikelverweis Lamington (spr. lämmingt'n), Lord, s. Meyers Cochrane 3).
 
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La minieren (franz.), plätten, walzen; strecken (s. Meyers Spinnen).
 
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Lamischer Krieg, der Krieg, den nach dem Tod Alexanders d. Gr. der größte Teil der Griechen gegen Mazedonien führte, der Lamische genannt, weil sein Schauplatz zum Teil in der Nähe der Stadt Lamia (s. d.) war. Sobald nämlich 323 v. Chr. Athen die Nachricht vom Tod Alexanders erhalten hatte, beschloß es, die übrigen Hellenen zur Befreiung des Landes von der mazedonischen Herrschaft auszurufen und sich an die Spitze der Bewegung zu stellen. Die Ätolier, Lokrer, Phoker schlossen sich ihnen sofort an, auch als der Anfang des Krieges einen günstigen Verlauf nahm, die Thessalier und andre Völkerschaften; den größern Teil des Peloponnes gewannen Demosthenes und Hyperides. Der mazedonische Reichsverweser Antipatros wurde bei Heraklea besiegt und in Lamia eingeschlossen. Die Belagerung zog sich indes infolge der festen Lage der Stadt und der Tapferkeit der Besatzung in die Länge; Leosthenes, der tüchtige Feldherr der Athener, fand bei einem Ausfall den Tod. Seinem Nachfolger Antiphilos gelang es zwar, den mit einem Heere zum Ersatz herbeiziehenden Satrapen von Kleinphrygien zu schlagen, gleichzeitig aber Antipatros, sich durch geschickte Märsche mit den Veteranen des Krateros zu vereinigen und sich so die Übermacht zu sichern. Bei Krannon, südlich vom Peneios, kam es 5. Aug. 322 zu einer großen Schlacht, die zwar unentschieden blieb, aber den Mut der Griechen brach. Infolge von Zwietracht und Mißtrauen löste sich das Bundesheer auf; die meisten Städte erklärten nach und nach ihre Unterwerfung, die Athener und Ätolier wurden durch den Zug des Antipatros und Krateros nach Mittelgriechenland zu derselben gezwungen.
 
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Lamĭum L. (Taubnessel), Gattung der Labiaten, ein- oder mehrjährige Kräuter mit oft herzförmigen, gekerbten, gezahnten oder mannigfaltig geschnittenen Blättern und vielblütigen, oberwärts oft gedrängten Scheinquirlen in den Blattachseln, mit roten oder gelben, selten weißen Blüten. Etwa 40 Arten in Europa, Nordafrika und dem gemäßigten Asien. Bei uns sind besonders häufig L. purpureum L. (rote Taubnessel) und das größere L. album L. (weiße Taubnessel). Von letzterm wurden die Blüten früher (als Hausmittel noch jetzt) arzneilich benutzt, die jungen Triebe ißt man als Gemüse. Als Unkraut sehr verbreitet ist auch das rotblütige L. amplexicaule L.
 
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Lamlash (spr. lémläsch), Hafenort, s. Meyers Arran.
 
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Lamm, Schaf oder Ziege, von der Geburt bis zum vollendeten ersten Lebensjahr. In der altchristlichen Kunst der Katakomben war das L. schon seit dem 3. Jahrh. ein anfangs selten, später häufig vorkommendes Symbol Christi (mit Rücksicht auf Ev. Joh. 1, 29 und das jüdische Passahlamm), zuerst mit einem Hirtenstab und einem die nach der Kommunion gereichte Milch enthaltenden Gefäß an Stelle des Guten Meyers Hirten (s. d.), seit dem Beginn des 4. Jahrh. mit Kreuz und Nimbus, später auch mit Kreuzesfahne, die dann das ständige Attribut geworden ist. Gewöhnlich steht das L. auf einem Berg, an dessen Fuß die vier Flüsse des Paradieses entspringen (auf Wandgemälden, Sarkophagen, Goldgläsern u. dgl.). In der weitern Entwickelung wurde das L. auch das Symbol der Gläubigen, zunächst in Verbindung mit dem guten Hirten, der das verirrte L. zum Schafstall, d. h. zu seiner Kirche, zurückbringt, später auch in Verbindung mit dem auf dem Berge stehenden göttlichen L., zu dem aus zwei Städten, Jerusalem und Bethlehem, d. h. aus dem Judentum und Heidentum, eine Reihe von Lämmern, gewöhnlich je sechs, hinzueilen. Diese zwölf Lämmer werden auch auf die zwölf Apostel gedeutet. Auf gewissen künstlerischen Darstellungen erscheint das L. als Sinnbild von Tugenden, die an einem Verstorbenen gerühmt werden (Unschuld, Sanftmut, Geduld, Reinheit etc.). In diesem Sinne ist das L. auch als Attribut der Charitas und der heil. Agnes und in sinnbildlichen Darstellungen allgemeiner Art aufzufassen. Bei den Darstellungen Johannes' des Täufers weist das L. auf sein Wort von dem L., das die Sünde der Welt trägt. Auf dem berühmten Altarbilde der Brüder van Eyck (Anbetung des Lammes) ist das apokalyptische L. (Offenb. Joh. 7, 9) dargestellt. S. auch Agnus Dei. Vgl. Martigny, Etude archéologique sur l'Agneau et le Bon pasteur (Mâcon 1860).
 
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Lamm, scythisches (Agnus scythicus), s. Meyers Baranetz.

[Bd. 6, Sp. 81]



 
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Lammasch, Heinrich, österreich. Jurist, geb. 21. Mai 1853 in Seitenstetten (Niederösterreich), studierte in Wien, wurde 1885 Professor an der Universität Innsbruck, 1889 in Wien und ist seit 1899) Mitglied des österreichischen Herrenhauses, seit 1900 auch Mitglied des internationalen Schiedsgerichts im Haag. Er war einer der Delegierten bei der Haager Friedenskonferenz 1899 und Mitglied des Schiedsgerichtshofes in der Venezuelafrage (190304) und 1905 Präsident des Schiedsgerichtshofes in der Maskatfrage. Er schrieb. »Das Moment objektiver Gefährlichkeit im Begriffe des Verbrechensversuches« (Wien 1879); »Das Recht der Auslieferung wegen politischer Verbrechen« (das. 1884); »Auslieferungspflicht und Asylrecht« (Leipz. 1887); »Grundriß des (österreichischen) Strafrechts« (2. Aufl., das. 1902).
 
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Lammer, Fluß in Salzburg, s. Meyers Abtenau.
 
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Lämmer, Hugo, Konvertit und kath. Theolog, geb. 25. Jan. 1835 in Allenstein (Ostpreußen), studierte 185256 in Königsberg, Leipzig, Berlin protestantische Theologie und habilitierte sich 1857 an der theologischen Fakultät in Berlin. Nach einer wissenschaftlichen Reise durch Italien trat er 21. Nov. 1858 in Braunsberg zur katholischen Kirche über, erhielt 1859 die Weihen, wurde 1861 Subregens des ermeländischen Klerikalseminars, 1863 vom Papst als Konsultor der orientalischen Kongregation nach Rom berufen, 1864 unter Protest der evangelisch-theologischen Fakultät ordentlich er Professor der katholischen Theologie in Breslau, 1865 Ehrenmitglied des Doktorenkollegiums der Wiener theologischen Fakultät, 1882 Bistumsoffizial und päpstlicher Protonotar. Unter seinen zahlreichen Schriften sind hervorzuheben: »Papst Nikolaus I. und die byzantinische Staatskirche seiner Zeit« (Berl. 1857); »Die vortridentinisch-katholische Theologie des Reformationszeitalters« (das. 1858); »Analecta romana« (Schaffh. 1861); »Monumenta vaticana« (Freiburg 1861); »Zur Kirchengeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts« (das. 1863); »Meletematum romanorum mantissa« (Regensb. 1875); »De martyrologio romano« (das. 1878); »Institutionen des katholischen Kirchenrechts« (Freiburg 1886, 2. Aufl. 1892); »Zur Kodifikation des kanonischen Rechts« (das. 1899); »De Caesaris Baronii literarum commercio diatriba« (das. 1903). L. veranstaltete auch Ausgaben von Anselms von Canterbury »Cur deus homo« (Berl. 1857); »Eusebii Caesareensis historia ecclesiastica« (Schaffh. 18591862) und gab die »Scriptorum Graeciae orthodoxae bibliotheca selecta« (Freiburg 186466) heraus.
 
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Lämmerengletscher, s. Meyers Wildstrubel.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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